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Donnerstag, 17. September 2020

Wenn Dein Kind kurz nach der Geburt sterben wird: Linas palliative Geburt

Wenn Dein Kind kurz nach der Geburt sterben wird: Linas palliative Geburt. Julia und ihr Mann erhielten während der Schwangerschaft die erschütternde Diagnose des Cornelia-de-Lange  Syndrom und weiterer Krankheiten für ihr Baby. Trotzdem haben sie sich gegen eine Spätabtreibung und für das Weitertragen entschieden. In ihrem Bericht beschreibt Mutter Julia ihre Erfahrungen und Emotionen bei der Palliativgeburt von Lina, bei der Glück und Trauer einander abwechselten und die eine gute Alternative für die Familie war.
(Bildrechte: Julia)

Moin, Ihr Lieben!

Ich kann mir kaum vorstellen, wie schlimm es sein muss, wenn man während der Schwangerschaft die Nachricht erhält, dass das Kind, auf das man sich so gefreut hat, unheilbar krank ist und während oder kurz nach der Geburt sterben wird. Doch so war es bei Lina, der kleinen Tochter von Julia und ihrem Mann. Bei Lina wurde während des 2. Schwangerschafts-Screenings und weiteren Untersuchungen ein Herzfehler und das Cornelia-de-Lange Syndrom festgestellt, das sich durch multiple Fehlbildungen äußert. Eine erschütternde Diagnose, und doch entschieden sich Julia und ihr Mann gegen eine Spätabtreibung und wählten stattdessen die Möglichkeit des Weitertragens und der palliativen Geburt.

Ich habe Julia gefragt, ob sie hier auf dem Blog einen Bericht zu Linas Palliativgeburt veröffentlichen und von ihren Erfahrungen unter der Geburt erzählen möchte. Ich freue mich sehr, dass sie zugestimmt hat; denn wir beide finden es wichtig, dass mehr Eltern von der Möglichkeit der palliativen Geburt erfahren, also einer normalen Geburt mit Sterbebegleitung, ohne dass intensivmedizinische Maßnahmen ergriffen werden. Dass dies tatsächlich eine gute Alternative sein kann, auch wenn feststeht, dass das Kind nach der Geburt nicht oder nur sehr kurz leben kann, zeigt Julias Text. Denn so belastend die gesamte Situation war und so groß die Trauer auch ist, so konnte Julia die Geburt dennoch als heilsam erleben und mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann Momente des Glücks und der Geborgenheit erfahren. 

Hier kommt Julias Bericht:

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Montag, 25. November 2019

Gedenksteine selbst bemalen: Für Sternenkinder und alle Verstorbenen, die wir im Herzen tragen

Gedenksteine selbst bemalen: Für Sternenkinder und alle Verstorbenen, die wir im Herzen tragen. Schön für den Friedhof bzw. das Grab, aber auch einfach so zum Gedenken sind bemalte Steine, die Ihr selber ganz persönlich gestalten könnt. Auf Küstenkidsunterwegs zeige ich Euch wie wir die Steine zusammen mit unseren Kindern mit Stiften schlicht oder bunt verziert haben.

*Enthält Affiliate Links und damit Werbung*

Moin, Ihr Lieben!

Ihr kennt ja bereits unsere Leidenschaft für Steine und das Bemalen von Steinen. Diesmal haben wir die Steine, die wir am Strand gesammelt haben, für einen besonderen Anlass gestaltet: Als Gedenksteine für unsere verstorbenen Sternenkinder.

Denn wenn wir auf den Friedhof gehen, bringen wir ihnen gerne etwas Schönes mit. Wir legen die bemalten Steine aufs Grab, das dadurch gleich ein bisschen persönlicher und heimeliger wird. Zugleich sind Gedenksteine für uns eine gute Möglichkeit, unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen: Trauer, Vermissen, aber auch Liebe, Hoffnung und Mut.

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust, selbst einen Gedenkstein zu bemalen? Das geht natürlich nicht nur für Sternenkinder, sondern auch für alle anderen Angehörigen und Freunde, die Ihr gehen lassen musstet und deren Ihr liebevoll gedenken wollt.

Und so haben wir unsere Steine gestaltet:

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Dienstag, 11. Juni 2019

Wo man sein Sternenkind begraben kann: Das Grabfeld auf dem Urnenfriedhof Kiel

Wo man sein Sternenkind begraben kann: Das Grabfeld auf dem Urnenfriedhof Kiel. Ich zeige Euch auf Küstenkidsunterwegs einen wunderschönen Kieler Friedhof mit einem Grabfeld für Kinder, die z.B. durch eine Fehlgeburt, zu früh verstorben sind und dort in einem Sammel- oder Einzel-Grab liebe- und würdevoll bestattet werden können. Weil auch die Kleinsten ein Recht auf einen angemessenen Abschied haben!

Moin, Ihr Lieben!

Sein Kind während der Schwangerschaft bzw. vor, während oder nach der Geburt zu verlieren, ist wohl mit das Schrecklichste, was einem passieren kann. Um so wichtiger ist es, z.B. nach einer Fehlgeburt, sich von seinem Kind angemessen verabschieden zu können. Viele Eltern von Sternenkindern haben zudem den Wunsch, ihr verstorbenes Baby, und sei es noch so klein, würde- und liebevoll zu begraben.

Dafür gibt es bei uns im Norden in Kiel einen besonderen Ort, den ich Euch heute näher vorstellen möchte: Den Urnenfriedhof Kiel. Hier kann man auf dem Grabfeld für Sternenkinder sein verstorbenes Baby zur letzten Ruhe betten, hat aber auch die Möglichkeit für ein Einzelgrab bzw. eine individuelle Begräbnisstätte. 

Da wir selbst Eltern von Sternenkindern sind, liegt es mir sehr am Herzen, Euch von diesem Ort zu erzählen und Euch auch zu zeigen, wie schön und liebevoll er gestaltet ist:

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Donnerstag, 14. März 2019

Chronisch traurig (Gastbeitrag)

Chronisch traurig (Gastbeitrag). In ihrem bewegenden Text schreibt Maike von dankeaberichmachdasanders über die Trauer nach dem Tod ihrer Tochter, die im Alter von 8 Jahren an Krebs gestorben ist.
(Bildrechte: dankeaberichmachdasanders)
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Wie Ihr ja wisst, bewegt mich das Thema "Sternenkinder" sehr, weil wir gleich mehrere Fehlgeburten hatten und erst im letzten Herbst wieder ein geliebtes Kind in der Schwangerschaft gehen lassen mussten. Maike von dankeaberichmachdasanders hat ebenfalls ihr Kind verloren, jedoch auf eine ganz andere Art und Weise.
 
In ihrem berührenden Gastbeitrag schreibt sie heute über die Trauer um ihre Tochter, die ein ständiger Begleiter in ihrem Leben geworden ist:
 
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Dienstag, 5. Februar 2019

Unter dem Meer. Meine Fehlgeburt: Der Weg aus dem Verdrängen (3)

Unter dem Meer. Meine Fehlgeburt: Der Weg aus dem Verdrängen (3). Ich erzähle Euch auf Küstenkidsunterwegs, warum Verdrängen auch ein Schutz sein, aber langfristig dazu führen kann, einen Teil des eigenen Selbsts zu verlieren. Und warum Sprechen bzw. Schreiben für mich eine Chance und der Weg zurück ins Leben ist.
 
Moin, Ihr Lieben,
 
zuerst einmal möchte ich Euch danken: So viele liebe Kommentare und Nachrichten habt Ihr mir im Anschluss an die ersten beiden Posts zu unserer erneuten Fehlgeburt geschrieben! Ganz herzlichen Dank; bei all dem Kummer tut es total gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind.
 
Und es beruhigt mich, dass es anscheinend vielen, die ebenfalls eine Fehlgeburt hatten oder einen lieben Menschen verloren haben, mit dem Verdrängen ähnlich geht. Das ist zwar kein 'schönes' Phänomen, doch ich verstehe jetzt eher, wie es dazu kommen konnte, und versuche es anzunehmen, es als Teil meines Trauer- und Heilungsprozesses zu begreifen und es vielleicht gerade dadurch zu überwinden.

So langsam wird es also etwas besser, auch wenn wir bzw. ich noch einen langen Weg vor uns haben. Doch zumindest sehe ich jetzt einen Weg, sehe ein kleines Licht vor mir, das weit entfernt funkelt und mich aus den dunklen Tiefen des Meeres wieder an die Oberfläche zieht. Von einem Stück dieses Weges, des Weges aus dem Verdrängen, möchte ich Euch heute erzählen:
 
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Montag, 28. Januar 2019

Unter dem Meer. Von meiner Fehlgeburt, dem Verdrängen und den Gefühlen unter Wasser (2)

Unter dem Meer. Von meiner Fehlgeburt, dem Verdrängen und den Gefühlen unter Wasser (2). Auf Küstenkidsunterwegs beschreibe ich, wie ich mich nach dem erneuten Verlust unseres Sternenkinds gefühlt habe und weshalb ich quasi abgetaucht bin  und nicht darüber sprechen konnte.

Moin, Ihr Lieben,

vor kurzem hatte ich Euch ja schon von unserer erneuten Fehlgeburt berichtet und erzählt, warum ich zuerst nicht darüber sprechen bzw. schreiben konnte. Jetzt, nach ein paar Tagen, merke ich, wie das Verdrängen wieder droht mich einzuholen, denn die Trauer und die Sehnsucht nach unserem verlorenen Sternenkind zehren an mir und kosten mich total viel Kraft.
 
Deshalb schreibe ich schnell weiter, bevor ich es nicht mehr kann...

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Donnerstag, 24. Januar 2019

Vom Meer, vom Tod und denen, die weiterleben: „Als mein Bruder ein Wal wurde“ - Interview mit der Kinderbuch-Autorin Nina Weger (+ Verlosung)

(Werbung) Vom Meer, vom Tod und denen, die weiterleben: „Als mein Bruder ein Wal wurde“ - Interview mit der Kinderbuch-Autorin Nina Weger. Auf Küstenkidsunterwegs stelle Euch dieses bewegende Buch um einen im Wachkoma liegenden Jugendlichen und seinen Bruder vor und stelle der Verfasserin essentielle Fragen nach der Grenze zwischen Leben und Sterben.
*Werbung: Kinderbuch-Rezension + Verlosung*

Moin, Ihr Lieben!


Ihr wisst ja, dass das Thema "Tod" bzw. "Sterben" mich zur Zeit sehr bewegt. Dabei gibt es manchmal Fragen, die schwer zu beantworten sind: Ist jemand, der im Wachkoma liegt, noch bei uns oder eigentlich schon fort, bereits gestorben? Wie kann man in einer solchen Situation über Leben und Tod entscheiden? Und was ist mit der Familie des Patienten, wie soll sie damit umgehen und dennoch weiterleben?
 
In dem wunderbar berührenden und zugleich gnadenlos ehrlichen Kinderbuch "Als mein Bruder ein Wal wurde" greift die bekannte Autorin Nina Weger all diese Fragen auf und bindet sie in eine fesselnde Geschichte um Bela, den jüngeren Bruder eines im Wachkoma liegenden Jugendlichen, ein. Ich stelle Euch das gerade erst erschienene Buch aus dem Oetinger Verlag vor und darf zugleich drei Exemplare an Euch verlosen: 

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Montag, 21. Januar 2019

Unter dem Meer. Von meiner Fehlgeburt und dem Verdrängen (1)

Unter dem Meer. Von meiner Fehlgeburt und dem Verdrängen (1). Ich konnte lange nicht darüber sprechen: Unsere erneute Fehlgeburt, der Verlust eines weiteren Sternenkindes hat uns schwer getroffen. Doch langfristig ist Verdrängen keine Lösung.
 
Moin, Ihr Lieben.
 
Das Folgende ist ein Text zum Thema "Sternenkinder" bzw. "Fehlgeburt". Genauer gesagt zum Thema "wiederholte Fehlgeburt" und dem Verdrängen. Denn das, was ich Euch heute zu sagen habe, konnte ich lange Zeit nicht sagen.
 
Das Thema ist hart und der Text ist es womöglich auch. Bitte lest nur, was Euch gut tut.
 
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Freitag, 27. April 2018

Warum die Feiertage so schwer sind, wenn man ein Sternenkind hat - was Ihr tun könnt

Warum die Feiertage so schwer sind, wenn man ein Sternenkind hat - was Ihr tun könnt. Für Eltern eines Kindes, das viel zu früh, also vor, während oder nach der Geburt gestorben ist, sind die Feiertage oft unerträglich schwer. Auf Küstenkidsunterwegs erzähle ich Euch, warum das für uns der Fall ist und was man an solchen Tagen tun kann, um sie zu überstehen.

Moin, Ihr Lieben!
 
Vielleicht kennt Ihr das: Wenn man ein Sternenkind hat, also ein Kind, das viel zu früh gegangen, das vor, während oder nach der Geburt gestorben ist, sind die Feiertage oft unerträglich schwer. Jedenfalls geht mir das so, seit wir unsere Küstensternchen verloren haben. Besonders wenn es um solche Tage wie Weihnachten oder den Muttertag geht, fürchte ich oft schon ihr Herannahen. Anstatt die freien Tage zu genießen, bin ich zugegebenermaßen froh, wenn sie vorüber sind.
 
Warum das so ist, wie wir damit umgehen und was Ihr als Sterneneltern bzw. verwaiste Eltern an den Feiertagen tun könnt, erzähle ich Euch im heutigen Blogpost.
 
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Mittwoch, 7. Februar 2018

Kinder zur Beerdigung mitnehmen und einbeziehen

Kinder zur Beerdigung mitnehmen und einbeziehen. Soll man seine Kinder zur Beerdigung mitnehmen? Wie kann man sie einbeziehen bzw. beteiligen? Auf Küstenkidsunterwegs berichte ich über unsere Erfahrungen anlässlich der Bestattung unserer Sternenkinder und gebe Euch gute Tipps, wie Ihr ein Begräbnis gemeinsam und kindgerecht gestalten und bewältigen könnt.

Moin, Ihr Lieben!
 
Soll man seine Kinder zu einer Beerdigung mitnehmen? Wie kann man sie bei einem Begräbnis einbeziehen bzw. beteiligen? Und wie kann man ein derart hartes und oft schreckliches Ereignis wie eine Bestattung dennoch schön und vielleicht sogar kindgerecht gestalten?

Vor diesen Fragen standen wir selbst, haben wir doch unsere Sternenkinder, unsere geliebten, während der Schwangerschaft verstorbenen Küstenbabys begraben müssen. Weil ich durch Eure Nachrichten und Zuschriften weiß, dass auch viele andere Eltern, die von einem Trauerfall betroffen sind, mit diesen Entscheidungen zu ringen haben, berichte ich Euch heute von unseren Erfahrungen und gebe Euch Tipps, wie Ihr Eure Kinder, sofern Ihr sie mitnehmen wollt, in die Beerdigung am besten einbinden könnt.

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Freitag, 24. November 2017

Hilfe für Eltern von Sternenkindern: Der Verein "Trauer um Kinder, die gestorben sind, bevor sich ihr Leben entfalten konnte, in Kiel e.V."

Hilfe für Eltern von Sternenkindern: Der Verein "Trauer um Kinder, die gestorben sind, bevor sich ihr Leben entfalten konnte, in Kiel e.V." Wenn man sein Kind durch eine Fehlgeburt verliert, ist man vor Trauer und Verlust manchmal wie von Sinnen. In Kiel hilft ein Verein den Eltern von Sternenkindern, auch bei ganz praktischen Fragen, wie z.B. dem Begräbnis. Auf Küstenkidsunterwegs findet Ihr das gesamte Interview mit Anne, der zweiten Vorsitzenden des Vereins.
 
Moin, Ihr Lieben!

Wenn man sein Kind durch eine Fehlgeburt oder auf andere Weise verliert, ist man vor Trauer und Verlust oftmals wie vor den Kopf geschlagen. So jedenfalls ging es uns nach dem Tod unserer Sternenkinder, unserer geliebten Babys.
 
Doch es gibt auch Hilfe für Eltern von Kindern, die zu früh gestorben sind. Bei uns in Kiel engagiert sich ein Verein für die so genannten "Sterneneltern" und ihre Familien. Der Verein bietet seelsorgerische Begleitung, aber auch Unterstützung bei den praktischen Fragen an, die in einer solchen Situation anstehen, wie z.B. der Beerdigung des verstorbenen Kindes. 
 
Anne, die im Vorstand des Vereins „Trauer um Kinder, die gestorben sind, bevor sich ihr Leben entfalten konnte, in Kiel e.V.“ tätig ist, erläutert heute im Interview, welche Hilfsangebote es gibt und warum sie sich persönlich im Verein engagiert:
 
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Montag, 16. Oktober 2017

Vom Zöpfe-Abschneiden und dem Abschied vom Kinderwunsch

Vom Zöpfe-Abschneiden und dem Abschied vom Kinderwunsch. Seine langen, wunderschönen Zöpfe abzuschneiden, ist mutig. Sich von seinem Kinderwunsch zu verabschieden, noch viel mutiger. Veronika hat ebenso wie ich mehrere Fehlgeburten erlitten und dennoch so viel Kraft und Mut in sich. Lest ihren berührenden Gastbeitrag auf Küstenkidsunterwegs!
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Schon eine Weile habe ich nichts mehr über das Thema Sternenkinder oder unseren Kinderwunsch geschrieben, weil mir das momentan sehr schwerfällt. Dennoch liegt es mir am Herzen, und ich bin froh, dass Veronika die Thematik aufgegriffen und mir einen Beitrag mit ihrer eigenen bewegenden Geschichte geschickt hat.

Veronika, die ich kurz nach unserer erneuten Fehlgeburt kennenlernen durfte, hatte schon damals in meiner verzweifelten Situation so gute, ermunternde Worte für mich. Und auch wenn ihr Weg ein anderer als meiner ist, hat mich ihr Text tief berührt, den ich jetzt einfach für sich sprechen lasse:

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Mittwoch, 23. August 2017

#Familienmoment Nr. 45: Ein Herz für Mama

#Familienmoment Nr. 45: Ein Herz für Mama. Manchmal ist das Herz schwer. Doch dann kommt ein kleiner Küstenjunge, und drückt Dir etwas in die Hand... Lest meinen #Familienmoment, jetzt neu auf Küstenkidsunterwegs!

Moin, Ihr Lieben!

Ihr kennt ja mittlerweile meine #Familienmomente, die mir sehr am Herzen liegen. Weil dies die besonderen Momente im Familienleben sind, die ich aufheben und bewahren möchte, gegen das Vergessen und für mich und meine Küstenkinder.

Um so bezeichnender ist es, dass dieser, der heutige #Familienmoment tatsächlich etwas mit "Herz" zu tun hat, mit meinem eigenen schweren, einem aus Stein und meinem herzensguten Küstenjungen, der mir auf seine feine, kluge Art wieder einmal gezeigt hat, was Gewicht hat im Leben.
 
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Mittwoch, 28. Juni 2017

#Familienmoment Nr. 42: Mein Baby, ich muss Dich ziehen lassen

#Familienmoment Nr. 42: Mein Baby, ich muss Dich ziehen lassen. Verlust und Trauer um unser Sternenkind prägen diesen Familienmoment. Kann ich nach der Fehlgeburt wieder nach vorne blicken?
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Seit dem Verlust unseres Küstenbabys sind bereits einige Wochen vergangen. Dennoch kommt es mir manchmal so vor, als sei es erst ganz kurz her, fast, als sei es gestern gewesen. Dann stehe ich plötzlich wieder da und kann es nicht fassen. Doch die Zeit ist ein merkwürdiges Ding, wenn man trauert.
 
Und wir sind mittendrin in der Trauer, auch wenn unser Leben - äußerlich gesehen - weitergeht und weitergehen muss. Wie immer wir da rauskommen, wie immer wir damit umgehen, eins steht fest: Unser verlorenes Baby gehört, genau wie unser Küstenmini, zu unserer Familie. Deshalb ist es auch Teil des heutigen #Familienmoments, der womöglich nachdenklicher ausfällt, als Ihr das vielleicht gewohnt seid.
 
Doch so ist Familie eben auch.
 
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Montag, 12. Juni 2017

Wer bist Du, mein Baby? Ein erster und vielleicht letzter Brief an mein Sternenkind

Wer bist Du, mein Baby? Ein erster und vielleicht letzter Brief an mein Sternenkind 
Moin, Ihr Lieben,

vielleicht habt Ihr meinen Blogpost vom Freitag gelesen und wisst bereits, dass wir zum wiederholten Mal ein Baby durch eine Fehlgeburt verloren haben.

Als ich gerade schwanger war, mit dem positiven Test in der Hand und unglaublich viel Freude, aber auch einem riesigen Gefühlschaos im Herzen, habe ich diesen Brief geschrieben. Einen Brief an mein Baby, von dem ich dachte und hoffte, es wäre der erste von vielen. So ist es wahrscheinlich der letzte.

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Freitag, 9. Juni 2017

Von der Fehlgeburt nach der Fehlgeburt: Wieder ist es passiert. Ein Wortfindungsversuch.

Wieder ist es uns passiert... Ein Wortfindungsversuch zur Fehlgeburt nach der Fehlgeburt.
 
Moin, Ihr Lieben,
 
ich weiß kaum, was ich sagen soll. Denn ich sitze hier, völlig gelähmt vor Schmerz und Schreck, und mir fehlen die Worte. Jedenfalls die richtigen Worte, die schönen, die hilfreichen, die guten Worte.
 
Worte, wie ich sie sonst gerne habe, Worte, die etwas nützen, beim Bloggen und im Leben. Hier jedoch, hier nützt nichts, oder jedenfalls nicht viel.
 
Wie gerne hätte ich Euch gute Nachrichten gebracht. Doch die gibt es leider nicht.
 
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Freitag, 12. Mai 2017

Für alle Sternenmamis zum Muttertag

Für alle Sternenmamis zum Muttertag. Wenn man eine Fehlgeburt hatte bzw. sein Baby oder Kind vor, während oder nach der Geburt verloren hat, sind die Feiertage ohnehin schwer. Der Muttertag ist für alle Sternenmamis, alle Mütter von Sternenkindern besonders hart. Deshalb ist dieser Artikel auf Küstenkidsunterwegs für Euch!

Moin, Ihr Lieben!

Heute ist ein schöner Tag. Heute ist ein trauriger Tag. Heute ist ein Tag, an dem es schwierig ist, die richtigen Worte zu finden. Und an dem es dennoch wichtig, sehr wichtig sogar ist, es zumindest zu versuchen.

Denn heute ist Muttertag, und für alle Sternenmamis, für alle Mütter von Sternenkindern, also Kindern, die vor, während oder nach der Geburt gestorben sind, ist dieser Tag unglaublich hart.

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Montag, 10. April 2017

Ich vermisse und ich liebe Dich, mein Sternenkind. Oder: Ein Jahr danach.

Ich vermisse und ich liebe Dich, mein Sternenkind. Oder: Ein Jahr danach. Sternenkinder Sterneneltern Fehlgeburt verwaiste Eltern Rückschau Trauer Erinnerung Verlust Leben Liebe Gedenken

Moin, Ihr Lieben!
 
Es ist jetzt ein Jahr her, dass wir unser Küstenmini, unser geliebtes Sternenkind, verloren haben. Ein Jahr voller Trauer, ein Jahr voller Erinnerungen, ein Jahr aber auch voller Leben und Liebe. Nachdem ich drei Monate nichts zum Thema Sternenkinder geschrieben habe, vielleicht auch nicht schreiben konnte, möchte ich heute innehalten und auf das vergangene Jahr zurückblicken.
 
Der folgende Text ist sehr emotional. Er ist mir wichtig, aber ich bin Euch nicht böse, wenn Ihr ihn nicht lest. Bitte tut nur das, was Euch gut tut.
 
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Freitag, 9. Dezember 2016

Ein Licht in der Dunkelheit. Zum Weltgedenktag für Sternenkinder

Ein Licht in der Dunkelheit. Zum Weltgedenktag für Sternenkinder. In dieser dunklen Jahreszeit vermisse ich mein Sternenkind noch viel mehr. Zum Weltgedenktag für Sternenkinder, dem Worldwide Candle Lightning Day, schreibe ich auf Küstenkidsunterwegs über den Halt, den wir als verwaiste Eltern, Angehörige und Freunde uns gegenseitig geben können.
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Hier ist es 7:00 Uhr morgens und noch ganz schön dunkel. Und nicht nur das, es ist auch ziemlich kalt und trist. Kein Wunder, es ist Mitte Dezember! Doch nicht nur das Wetter drückt auf meine Seele: Ich vermisse mein Küstenmini, mein kleines Sternenkind. Sein Herz hat in der Frühschwangerschaft einfach aufgehört zu schlagen, keiner weiß, warum.
 
Die Ungewissheit über die Ursachen der Fehlgeburt macht mir zu schaffen, aber mein geliebtes und ersehntes Baby, unser drittes Kind, fehlt mir auch einfach sehr. Trotz des fröhlichen Kinderlärms und all der Geschäftigkeit um mich herum fühle ich mich manchmal leer, ebenso wie der Platz auf meinem Arm, an meiner Brust leer ist und leer bleiben wird.
 
Doch es gibt ein Licht in der Dunkelheit, und von diesem Licht möchte ich heute schreiben. Denn an diesem Sonntag findet der Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder und ihre Eltern statt, und dann wird ein Licht, viel Licht, um die Welt gehen.
 
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Licht ist ohnehin wichtig in dieser dunklen Jahreszeit. Im Dezember sind die Tage am kürzesten, und die Dunkelheit währt am längsten. Der Wind pfeift um jede Ecke, es ist wirklich ungemütlich. Und das bleibt auch erst einmal so. Bis es wieder Frühjahr wird, dauert es noch lang.
 
Nicht nur mein Körper, sondern auch meine Seele ist müde. Ich hänge momentan einfach durch, kann mich nur schwer zu irgendetwas aufraffen. Andauernd friere ich und sehne mich nach Licht und Wärme. Es ist eine dunkle Zeit. Kennt Ihr das? Dinge, die schon vorher schwer waren, lasten jetzt noch stärker auf einem. Diejenigen, die man vermisst, scheinen noch ferner zu sein als sonst, und alte Wunden brechen ausgerechnet jetzt wieder auf und schmerzen wie verrückt. Liegt das daran, dass es auf Weihnachten zugeht?
 
Vielleicht, denn beim Weihnachtsfest möchte man seine Liebsten um sich haben. Bei uns hingegen wird jemand sehr Wichtiges fehlen: Unser kleines Küstensternchen, unser geliebtes jüngstes Kind. Der errechnete Geburtstermin ist inzwischen verstrichen, aber mein Bauch und mein Arm sind leer. Da ist kein kleines Baby, das unterm Tannenbaum große Augen bekommt. Da ist kein Baby, mit dem ich mich gemütlich ins Bett kuscheln und das ich stillen, trösten, behüten und beim Großwerden begleiten und unterstützen kann. Ach, wie vermisse ich Dich, mein kleines Mini - warum bist Du nur fortgegangen?
 
***
Wenn ich daran denke, fühle ich mich hilflos und allein, auch wenn ich es eigentlich nicht bin. Dann zünde ich ein Licht an, ein Licht in der Dunkelheit, ein Licht gegen die Dunkelheit.
 
 Das ist bei uns Zuhause eine besondere Kerze, unsere Adventskerze, die jeden Abend leuchtet, wenn wir am Familientisch zusammensitzen. Nicht nur, damit es in unserem Haus, sondern auch damit es in unseren Herzen ein bisschen wärmer und heller wird.
 
Das Licht zeigt uns, dass Weihnachten näher kommt, aber noch so viel mehr:
 
* Das Licht steht für Erinnerung.

 * Das Licht steht für Hoffnung.

* Das Licht steht für Zusammenhalt.

* Das Licht steht für Gemeinschaft.

* Das Licht steht für Wärme.

* Das Licht steht für unsere Familie.

 

Dafür, dass wir nicht aufgeben. Uns gegenseitig Kraft geben und uns in schweren, dunklen Zeiten den Rücken stärken. Uns Wärme und Freude schenken. Dass wir zusammen weinen und zusammen lachen. Dass wir eine Familie sind.

Es ist unser Licht in der Dunkelheit und mein ganz persönliches Gedenken an mein Sternenkind, unser kleines Küstenmini.

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Doch es gibt noch so viel mehr Licht, so viel mehr Lichter. An diesem Sonntag, am 11.12.2016, werden überall auf der Welt unzählige Kerzen für alle verlorenen, verstorbenen Kinder angehen, zum Gedenken und zum Erinnern. Denn jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember findet der Weltgedenktag für Sternenkinder, das Worldwide Candle Lightning, statt.

An diesem Tag und besonders am Abend ab 19.00 Uhr stehen rund um den Globus Kerzen in den Fenstern, die an die verstorbenen Kinder erinnern. Während der Tag fortschreitet, werden in den verschiedenen Zeitzonen der Erde immer wieder neue Kerzen angezündet, so dass das Licht, ein wahres Lichtermeer, einmal um die Welt geht. Es schlägt Brücken zwischen den verwaisten Eltern, die wissen sollen, dass sie nicht allein sind. Und es hilft, für jede und jeden von uns die Dunkelheit ein klein wenig heller zu machen.

An vielen Orten werden für Sternenkinder, ihre verwaisten Eltern, Angehörige und Freunde Gedenkgottesdienste und Gedenkfeiern veranstaltet. Zeiten und Adressen dafür findet Ihr auf den Seiten von Hilfsorganisationen und Selbsthilfegruppen für verwaiste Eltern bzw. Sterneneltern, z.B. hier und hier. Auch über diesen Tag hinaus gibt es viele Informations- und Hilfsangebote für trauernde Eltern und Angehörige, einen Überblick habe ich Euch hier zusammengestellt. Dort findet Ihr auch immer jemanden zum Reden, denn Reden hilft.

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Doch an diesem Tag, am kommenden Sonntag, braucht es vielleicht gar nicht viele Worte, sondern nur eine einfache Geste, die Kerze im Fenster.

Lasst uns alle ein Licht anzünden. Für unsere eigenen und auch für all die anderen verstorbenen Kinder, Geschwister, Enkel, Neffen, Nichten und Kinder von Freundinnen und Freunden, die zu den Sternen gingen, bevor sich ihr Leben entfalten konnte. Und auch für uns Sterneneltern, damit wir gemeinsam gedenken, uns in dieser kalten Zeit wärmen, uns gegenseitig stützen und näher zusammenrücken können. Damit wir das Licht in der Dunkelheit sehen und nicht verloren gehen. Denn irgendwo da draußen gibt es Hoffnung, Licht und Wärme, auch wenn sie manchmal noch so fern scheinen.

Bitte passt aufeinander auf.
 
Eure Küstenmami


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Mittwoch, 21. September 2016

Erste Hilfe für Eltern von Sternenkindern: Sprich darüber!

Leere Wiege Sternenkind verwaiste Eltern Sterneneltern Sternchen

Moin, Ihr Lieben.
 
Ist Euch etwas aufgefallen? Etwas ist anders. Ein kleines Zeichen nur, aber dennoch ein Zeichen.
 
Denn heute steht kein Ausrufungszeichen in der Anrede hinter "Ihr Lieben", so, wie Ihr das sonst gewohnt seid. Da steht nur ein Punkt, ein einfacher Punkt, weil mir heute nicht nach Ausrufungszeichen ist. Ehrlich gesagt ist mir im Moment nach überhaupt nichts.
 
Ich bin müde, todmüde, todtraurig.
 
Das geht mir seit dem Frühjahr gelegentlich so, und das hat auch einen Grund. Ihr, die Ihr hier schon etwas länger mitlest, kennt ihn: Wir haben unser Baby, unser kleines Küstensternchen, verloren. Das nagt an mir. Ich trauere.
 
'Noch immer?' fragen jetzt vielleicht manche. Denn der überraschende Tod unseres Sternenkindes ist ja 'schon' ein halbes Jahr her. Ja, ich trauere noch immer.
 
Wahrscheinlich auch noch länger, vielleicht sogar ein Leben lang, denn das Küstenmini ist mein Kind, so wie meine beiden lebendigen Küstenkinder meine Kinder sind. Es wird immer mein Kind bleiben, nur das ich es nicht auf dem Arm, sondern im Herzen trage. Und so wie meine anderen Kinder wird es geliebt, bis zum Ende des Universums und zurück, bis zum Ende aller Tage.
 
Ich finde es deshalb auch völlig in Ordnung zu trauern. Natürlich nicht immerzu und die ganze Zeit; aber es ist ok, Tage wie diesen zu haben, an denen ich nichts mag und nur wenig mache, jedenfalls für meine Verhältnisse. Nur eines ist wichtig, und wenn ich eben sagte, dass mir nach gar nichts ist, so ist das nicht ganz richtig.
 
Denn dieses eine hilft mir, schon immer und besonders an Tagen wie diesen: Darüber zu sprechen und manchmal auch darüber zu schreiben. Ein offenes Ohr zu finden bei Menschen, die mir zuhören, die mich verstehen, mich halten und manchmal auch einfach nur da sind.

***
Das war auch in den ersten Stunden und Tagen nach der schrecklichen Nachricht das Wichtigste: Nicht allein zu sein und reden zu können. Als ich geschockt und verzweifelt aus der Frauenarztpraxis kam, habe ich meinen Mann angerufen. Und dann meine beste Freundin. Ich habe es der Nachbarin erzählt, die mich weinend vor der Tür antraf. Und ich rede auch jetzt noch öfter mit guten Freunden über unser Sternenkind, wenn die Trauer wieder heranrollt und schwer auf meinen Schultern lastet.

Ich weiß nicht, wie ich ohne Sprechen, ohne Reden, ohne drüber Schreiben die ersten Tage und Wochen überstanden hätte. Denn wenn mir auch nach sonst nichts war, nicht nach Essen, nicht nach Schlafen, nicht nach Spielen, schon gar nicht nach netten Kino-Abenden oder irgendwelchem Rummel, so war mir doch nach Anrede, nach Ansprache, Aussprache, nach Rede und Sprache allgemein. Denn ich muss(te) einen Weg finden, mit all dem umzugehen, was in mir ist, was in mir arbeitet, in mir frisst, damit es mich nicht kaputt macht.
 
Sprechen ist für mich Mitteilungs- und Verarbeitungsmöglichkeit. Es gibt mir die Chance, meine Gefühle auszudrücken und mich mit ihnen angenommen und verstanden zu fühlen. Wenn ich rede, bewege ich mich (wieder) in Zusammenhängen. Ich kann das Gefühl der Abgeschnittenheit und Isolation überwinden; denn auch wenn auf der Welt gerade nichts Schönes zu sein scheint, so merke ich beim Reden doch: Da ist zumindest eine mitfühlende Seele. Ich bin nicht allein. Durch den Kontakt mit anderen kann ich auch wieder besser mit mir selbst in Kontakt treten. Ich kann mich verständigen über das Schreckliche, was uns widerfahren ist, und wenn auch nicht ins Gute, so doch zumindest ins Reine mit mir kommen.

***
Deshalb ist das auch mein Erste-Hilfe-Tipp für Euch, wenn Ihr in einer ähnlichen Situation seid. Wenn Ihr Euer geliebtes Kind verloren habt oder wenn Ihr allgemein von Tod und Trauer betroffen seid: Redet darüber. Bleibt nicht allein, grabt Euch nicht ein (jedenfalls nicht für lange), teilt Euren Kummer und teilt Euch mit. Macht die Erfahrung, dass da noch ein Außen ist, ein liebevolles womöglich, das hilft, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn man gerade alles andere möchte als das.

Auch wenn es fast zu einfach klingt und dennoch nicht einfach ist: Redet, redet, redet. Um Euer Leben, um Euer Seelenheil. Denn Ihr befindet Euch in einer schlimmen Situation, in einem Ausnahmezustand. Egal ob Eure Trauer alt oder neu ist: Reden hilft.

Vielleicht hört Euch eine gute Freundin zu oder Euer Partner, ein Kumpel oder vielleicht sogar jemand völlig Fremdes, der Euch und Eure Geschichte (noch) nicht kennt. Falls Ihr ganz allein seid, wählt die Nummer einer Hilfsorganisation; zahlreiche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Eltern von Sternenkindern habe ich Euch hier aufgelistet. Dort findet Ihr engagierte, einfühlsame und gut ausgebildete Menschen, deren Anliegen es ist, Euch zuzuhören und zu helfen.

Und lasst andere reden, die in Trauer sind, die jemanden verloren haben. Falls Ihr nicht selbst betroffen seid, sondern jemanden kennt, der sein Sternenkind viel zu früh gehen lassen musste: Leiht ihnen Euer Ohr und vielleicht auch Euren Arm. Achtet auf die kleinen Zeichen, die womöglich sagen: Mir geht es nicht gut. Stützt, helft und tragt die verwaisten Eltern, begleitet sie ein Stück ihres schweren Weges, wenn Ihr könnt. Den Weg selbst könnt Ihr ihnen nicht abnehmen. Aber das Reden, das Teilen, das Nicht-Allein-Sein, das macht es ihnen ein kleines bisschen leichter.

***
Danke, dass Ihr mir bis hierhin zugehört habt und immer wieder von neuem zuhört. Ich habe gute Freunde und eine Familie, die mich stützen, und ich habe Euch. Ich bin froh, dass Ihr da seid, denn Schreiben ist für mich auch eine Art zu sprechen. Und ich verspreche Euch: Mit dem Schreiben werde ich weitermachen und hoffen, dass es nicht nur mir, sondern vielleicht auch Euch ein bisschen hilft.

Fühlt Euch gedrückt

Eure Küstenmami


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