Moin, Ihr Lieben,
heute komme ich auf ein ernstes Thema zurück, das mir aber sehr am Herzen liegt. Wie Ihr wisst, haben wir vor einiger Zeit während der Schwangerschaft unser Baby, unser kleines Küstenmini verloren, dessen Herz aus ungeklärten Gründen aufgehört hat zu schlagen.
Kinder, die noch im Mutterleib, während oder kurz nach der Geburt sterben, werden auch Sternenkinder genannt - ein Ausdruck, den ich eigentlich ganz schön finde, vielleicht weil die Vorstellung, dass mein verstorbenes Kind zu den Sternen gereist oder, wie in der nordischen Mythologie, dorthin gesegelt ist und mir von oben ab und zu einen funkelnden Gruß sendet, ein kleines bisschen tröstlich ist.
Ich schreibe "ein kleines bisschen", weil es gerade in der ersten Zeit nach dem Verlust für mich gar keinen Trost gab. Die Nachricht vom Tod unseres Küstensternchen hat mich völlig überraschend getroffen und total umgehauen. Eben waren wir noch glücklich schwanger - nur um dann ins Bodenlose zu fallen. Es ist auch kaum zu fassen: Man hat sich so auf sein Kind, sein geliebtes Baby gefreut, Pläne geschmiedet, eine Zukunft geträumt - und steht dann von jetzt auf gleich vor dem Nichts.
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Und dennoch muss man, mussten wir in dieser Situation Entscheidungen treffen. Das betraf natürlich medizinische Aspekte, aber nicht nur. In so einer Situation, aber auch Wochen und Monate später, ist es wichtig, dass man einfach und möglichst unbürokratisch an Informationen gelangt und Hilfe und Unterstützung erhält, sofern man sie möchte. Damit so etwas wie Trost irgendwann am Horizont auftauchen kann, auch wenn man zu Anfang noch nicht daran glauben mag.
In meinem Post zum #muttertagswunsch habe ich geschrieben, dass ich mir noch mehr niedrigschwellige, adäquate Hilfsangebote für Eltern von Sternenkindern bzw. verwaiste Eltern wünsche. Denn betroffene Eltern gibt es, dass habe ich - auch aus Euren vielen lieben Zuschriften und Beileidsbekundungen - gelernt, sehr viele. Mein Frauenarzt hat es mir bestätigt: Je nachdem, welche Statistik man bemüht, endet jede 3. bis 4. Schwangerschaft in einer so genannten Fehlgeburt. Das betrifft vor allem den Zeitraum der frühen Schwangerschaft, in einzelnen Fällen aber auch den späteren Verlauf. Um so wichtiger und dringender sind Hilfsangebote, die den Eltern der Sternenkinder sowohl in der Bewältigung ihrer Trauer als auch bei medizinischen und akuten, ganz praktischen Fragen zur Seite stehen.
Im Idealfall bekommt man Informationen und Hilfsangebote von seinem Frauenarzt oder dem Krankenhaus, die ja meist auch Überbringer der schlechten Nachricht und "erster Ansprechpartner" sind. Eine wichtige Anlaufstelle ist auf jeden Fall auch Eure Hebamme, denn Anspruch auf Hebammenbetreuung besteht auch vor, während und nach einer Fehlgeburt bzw. stillen Geburt.
Manchmal wird beim Gynäkologen jedoch nur die medizinische Seite erörtert oder es findet kein ausführliches Gespräch statt, das auch die psychologischen, seelsorgerischen und sozialen Seiten mit berücksichtigt. Eventuell möchte man auch erstmal nur nach Hause und sich dann in Ruhe informieren. Oder sich später, wenn nach dem Tod des Kindes oder dem operativen Eingriff einige Zeit vergangen ist, Unterstützung für die Trauerbewältigung und Verabeitung suchen.
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Für diese Fälle habe ich Euch eine Liste mit zahlreichen informativen Seiten im Netz, Hilfs-, Beratungs- und Begleitungsangeboten zusammengestellt. Die Hilfsangebote gelten dabei meist nicht nur für die Sterneneltern, sonder auch für Geschwister, Großeltern, Angehörige, Freunde und Helfer sowie alle, die beruflich mit diesem Thema zu tun haben.
Einige Angebote sind regional, bieten aber auf ihrer Webseite oder in Broschüren allgemeine Informationen an bzw. vernetzen weiter. Teils sind hier auch Trauergruppen und lokale Ansprechpartner zu finden. Teilweise handelt es sich auch um Unterseiten einer Homepage, die rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt angelegt ist. Ich habe hier nur deutschsprachige Angebote mit aufgenommen, aber natürlich gibt es auch international viele hilfreiche Webpages.
Und ganz sicher ist meine Auflistung nicht vollständig, kann es auch gar nicht sein. Deshalb meine Bitte an Euch: Wenn Ihr weitere hilfreiche Informations- und Unterstützungsangebote kennt, schreibt mir einen lieben Kommentar mit einem Link und einer kurzen Erläuterung, die ich dann in die folgende Liste aufnehmen kann.
Ich habe zu jedem Link ein paar Stichworte hinzugefügt, damit Ihr gleich seht, worum es sich handelt. Für die verlinkten Seiten und ihre Inhalte kann ich jedoch keine Verantwortung übernehmen.
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Informations- und Unterstützungsangebote für Eltern von Sternenkindern
* Schmetterlingskinder: Eine Seite für Eltern und Angehörige von Sternenkindern mit einer Fülle von Informationen, aber auch einigen sehr persönlichen Worten.
* Sternenkinder: Ein Informationsportal für betroffene Eltern, Angehörige und alle anderen Interessierten. Es gibt die Möglichkeit, sich in Foren und Gruppen auszutauschen.
* Initiative Regenbogen: Gegründet von betroffenen Eltern, Informationsangebote und Erfahrungsaustausch für verwaiste Eltern, aber auch für Verwandte, Freunde und Helfer.
* RISE Sternenkinder: Hilfsangebote an regionalen Standorten, aber auch überregionale Informationen und eine Informationschrift als PDF zum Herunterladen.
* VEID: Die Homepage des Bundesverbands verwaister Eltern und trauernder Geschwister in Deutschland e.V. Hier gibt es sowohl allgemeine Informationen als auch Informationen zu lokalen Selbsthilfe- und Trauergruppen sowie aktuelle Veranstaltungshinweise. Eine Unterseite weist auch auf Angebote für Helfer hin.
* Himmel der Sternenkinder: Für alle Sternenkinder und Sterneneltern. Persönlich und liebevoll, mit vielen Informationen, auch zur Beerdigung, zu Trauerritualen, zur Gedenkecke, zum Mutterschutz. Es gibt ein Papaforum extra für Sternenpapas.
* Aktion Sternenstaub: Ein Zusammenschluss verwaister Eltern mit Tipps und Ratschlägen, auch zum Umgang mit verwaisten Eltern.
* Bosse...mein Sternenkind...: Eine sehr persönliche Seite von Bosses Mama, die auch schöne, hilfreiche Texte und weiterführende Links zum Thema Sternenkinder anbietet.
* Geborgen geboren: Der persönliche Bericht einer selbstbestimmten Fehlgeburt samt einem Nachwort mit Informationen und Tipps zum Umgang mit der Trauer und den Trauernden.
* Hebammenblog: Ein weiterer Bericht einer "kleinen" Geburt, ergänzt durch die hilfreichen, fachkundigen Hinweise und Tipps der Hebamme Jana.
* Nochmal der Hebammenblog: Der Geburtsbericht zum Sternenkind Noah, ebenfalls mit Anmerkungen und weiterführenden Informationen aus Hebammensicht, hilfreich für die Auseinandersetzung mit dem Thema "stille Geburt".
* Zum Thema Totgeburt: Eine sehr gut strukturierte Unterseite eines ansonsten kommerziell orientierten Portals, die aber viele Informationen zu diesem schwierigen Thema enthält.
* Kindertrauer: Diese Seite bietet Hilfe für die trauernden Geschwister der verstorbenen Kinder an.
* Dein Sternenkind: Ehrenamtlich stellen hier Fotografen ihre Zeit zur Verfügung, wenn die Eltern sich Bilder von dem verstorbenen Kind wünschen. Dieses Angebot ist vollkommen kostenlos.
* Hope's Angel: Hier findet man ein Netzwerk von Trauerbegleiterinnen, Hebammen und Doulas, die Kompetenzen im Bereich stille Geburt, schwierige Schwangerschaften und Unterstützung von Sterneneltern haben.
* Sternenbärchen: Die Sternenbärchen sollen nach dem Verlust den verwaisten Eltern etwas Trost und ein greifbares Andenken an ihr Kind schenken. Sie werden kostenlos an unterstützende Institutionen und Gruppen abgegeben.
* Aktion Schmetterlingskinder: Das Projekt stellt Kliniken und Betroffenen Kleidung für Sternenkinder zur Verfügung, damit sie nicht nackt beerdigt werden müssen. Viele Infos für betroffene Eltern und Möglichkeiten zur aktiven Mithilfe bei der Herstellung der Kleidung sind ebenfalls auf der Webseite zu finden.
* Hope's Angel: Hier findet man ein Netzwerk von Trauerbegleiterinnen, Hebammen und Doulas, die Kompetenzen im Bereich stille Geburt, schwierige Schwangerschaften und Unterstützung von Sterneneltern haben.
* Sternenbärchen: Die Sternenbärchen sollen nach dem Verlust den verwaisten Eltern etwas Trost und ein greifbares Andenken an ihr Kind schenken. Sie werden kostenlos an unterstützende Institutionen und Gruppen abgegeben.
* Aktion Schmetterlingskinder: Das Projekt stellt Kliniken und Betroffenen Kleidung für Sternenkinder zur Verfügung, damit sie nicht nackt beerdigt werden müssen. Viele Infos für betroffene Eltern und Möglichkeiten zur aktiven Mithilfe bei der Herstellung der Kleidung sind ebenfalls auf der Webseite zu finden.
* Verwaiste Eltern und Geschwister Hamburg: Bietet in Hamburg Beratung und Begleitung, Gruppen und Trauerseminare an. Es werden Abschiedsfeiern für still geborene Kinder auf dem Friedhof Hamburg-Öjendorf gestaltet.
* Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister München: Die Hilfsangebote gelten unabhängig davon, ob ein Kind vor oder nach der Geburt verstorben ist.
* Der Verein Trauer um Kinder, die gestorben sind, bevor sich ihr Leben entfalten konnte e.V. in Kiel hilft verwaisten Eltern und ermöglicht eine menschenwürdige Bestattung. In diesem Artikel erfahrt Ihr mehr darüber.
* Sternenkinder Homburg: Eine regionale Initiative mit Gesprächskreisen, Ansprechpartnern und Kurzinfos
* Initiative für verwaiste Familien in Jena: Dort gibt es eine offene Selbsthilfegruppe ebenso wie Treffen betroffener Familien, bei denen sich auch Kinder mit anderen Kindern über den Verlust ihrer Geschwister austauschen können. Die Initiative hat auch eine Facebook-Seite.
* Initiative für verwaiste Familien in Jena: Dort gibt es eine offene Selbsthilfegruppe ebenso wie Treffen betroffener Familien, bei denen sich auch Kinder mit anderen Kindern über den Verlust ihrer Geschwister austauschen können. Die Initiative hat auch eine Facebook-Seite.
* Verein "Leere Wiege" in Hannover: Hilfe für Eltern von fehlgeborenen Kindern, Kindern die still geboren wurden oder sehr früh starben. Auf der Homepage sind auch viele gut aufbereitete Informationen zu finden, außerdem wird Hebammenunterstützung angeboten.
* Verwaiste Eltern e.V. Aachen: Auch in Aachen gibt es eine Gruppe für Betroffene. Auf der Homepage finden sich ebenfalls hilfreiche Links und Informationen.
* Bei Sternenzauber und Fühchenwunder e.V. und der Initiative Nähen für Regenbogenkinder und Frühchen stellen ehrenamtliche Helfer Kleidung und kleine Erinnerungsstücke her; beide beliefern viele Kliniken Deutschland weit.
* Bei der Initiative Handgemachtes für Sternenkinder und Frühchen werden Anziehsachen für Frühchen und Sternenkinder, Decken, kleine Pucksäcke, Erinnerungsstücke, Einschlagdecken für den Sarg usw. hergestellt; jeder kann mithelfen.
* Die Sternschnuppen stehen Eltern in dieser schweren Zeit bei. Es wird sowohl Sternenfamilien geholfen als auch Frühchen mit Kleidung versorgt.
* Worldwide Candle Lighting: Eine stille Form des Gedenkens findet jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember statt. Betroffene stellen um 19.00 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster, damit eine Lichterwelle zum Gedenken an die verstorbenen Kinder, Geschwister und Enkel um die Welt geht. In einem eigenen Artikel habe ich auch etwas zu diesem besonderen Tag und zum Gedenken geschrieben.
* Natürlich habe nicht nur ich etwas aus persönlicher Sicht zu diesem Thema geschrieben, sondern auch mehrere andere Bloggerinnen und Blogger. Die liebe Mama on the rocks hat bereits einige Blogartikel zu diesem Thema gesammelt. Würdet Ihr Euch dazu auch ein Liste wünschen?
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Kennt Ihr noch weitere Hilfsangebote oder Anlaufstellen, Trauergruppen oder Informationsquellen? Wie gesagt, schreibt sie sehr gerne in die Kommentare - damit sie andere betroffene Eltern und Angehörige finden können.
Ich danke Euch!
Eure Küstenmami
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