Mittwoch, 8. März 2017

#Familienmoment Nr. 37: Ein dänischer Familienmoment

#Familienmoment Nr. 37: Ein dänischer Familienmoment. Mit der dänischen Aussprache ist das ja so eine Sache... OK, "Gulderodsboller", die weichen dänischen Möhrenbrötchen haben es in sich - wie sich bei unserem neuesten #Familienmoment aus dem Dänemark-Urlaub gezeigt hat.
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Auch wenn wir noch im Dänemark-Urlaub sind, möchte ich den #Familienmoment nicht missen! Und natürlich allen, die  teilnehmen wollen, die Gelegenheit geben, hier ihren eigenen lustigsten, schönsten, ärgerlichsten, nervigsten, erhellendesten, ja, ihren ganz persönlichen besonderen Moment aus dem Familienleben der letzten Woche(n) zu posten.

Unser #Familienmoment ist diesmal ein echt dänischer - auch wenn wir für die korrekte Aussprache noch ein bisschen üben müssen ;)

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Der #Familienmoment: Immer jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat auf Küstenkidsunterwegs
 
Mit der dänischen Sprache ist das ja so eine Sache - genauso übrigens wie mit der deutschen, wenn man von der anderen Seite kommt ;) Ich liebe viele dänische Wörter einfach, weil sie für mich den Klang von Urlaub, frischer Nordseeluft und echter Hygge haben. Wobei letzteres ja noch einigermaßen auszusprechen ist, auch wenn man, wie ich neulich erklärt habe, die Endsilbe ein kleines bisschen verschluckt.

Dennoch muss ich zugeben, dass das nicht bei allen dänischen Wörtern so leicht ist, weil das gesprochene Wort doch teils erheblich vom geschriebenen abweicht. Man denke nur an den fiesen Zungenbrecher für eines der leckersten dänischen Gerichte überhaupt, nämlich "Rødgrød med fløde" (= Rote Grütze mit Sahne)! Übrigens, wenn Ihr wissen wollt, wie die Aussprache eines Wortes (annährend) richtig lautet, gebt den Begriff einfach im Google Übersetzer ein und drückt auf das Lautsprecher Symbol ;)

Doch gerade beim letztgenannten Beispiel, dem dänischen Dessert Nr. 1, sind wir schon am entscheidenden Punkt: Ich finde es wichtig, dass man sich in einem fremden Land, in dem man schließlich zu Gast ist, zumindest bemüht, die wichtigsten Wörter zu lernen. An vorderster Stelle stehen natürlich solche Ausdrücke wie "Hej" (= Hallo) und "tak (= danke). Aber auch bei den jeweiligen Lieblingslebensmitteln, die der unkundige Deutsche eben nicht immer sofort im dänischen Supermarkt findet, ist es von Vorteil, wenn man sie benennen und erfragen kann :)

Deshalb versuche ich auch meinen Küstenkindern ein paar dänische Begriffe beizubringen. Sie sprechen auch beide super gerne und plappern sofort immer alles nach! Nur eben nicht besonders korrekt... Zugegeben, manchmal klingt es schon ein bisschen lustig :) Vor allem, wenn wir Erwachsenen (also ich!) uns bemühen, etwas wirklich ü b e r d e u t l i c h  auszusprechen. Das merken sie natürlich sofort, und dann geht die große Kasperei los...

So wie gestern. Wir saßen gemütlich in unserem Ferienhaus am Frühstückstisch, mit dem leckeren Joghurt, der hierzulande in großen Milchtüten kommt, unglaublich aromatischem Käse von der dänischen Nordseeküste, den es in einem süßen kleinen Hofladen in der Nähe zu kaufen gibt, und natürlich "Gulerodsboller". Was, die kennt Ihr nicht?! Dabei sind die soooo lecker... OK, ich habe sie auch erst vor kurzem entdeckt: Es handelt sich um wunderbar weiche Brötchen mit fein geriebenen Möhren drin, die nicht nur von meinen Küstenkindern mit Hingabe verschlungen werden.

 Und weil sie sie so lieben, dachte ich, dass es kein Problem sei, ihnen auch das dänische Wort dafür beizubringen. Denn die Aussprache finde ich gar nicht so schwer: "Gullerölsbolla" (wenigstens so ungefähr). 

Ich fragte also meinen Küstenjungen: "Möchtest Du noch ein Gullerölsbolla?" Er nickte eifrig: "Güllabülla!" - "Nein", sagte ich, vielleicht einen Tick zu nachdrücklich, "Gullerölsbolla!" Ja, ich weiß, so was ist bei Kindern nie gut, aber ich... nun ja. Mein kleiner großer Rabauke (er ist gerade drei Jahre alt) lachte dann auch: "Güllabülla!"

Bevor ich noch mit den Augen rollen konnte, stimmte seine kleine Schwester, unser kluges Küstenmädchen, mit ein: "Güllabülla!" Mit Nachdruck. Und Lautstärke. Schließlich wollte sie auch eins. "Nein", sagte ich, um meinen Fehler zu verschlimmbessern: "Gullerölsbolla!" Denn wenn man einmal damit angefangen hat, kommt man da nicht wieder raus...

Mein Mann lachte angesichts meines leicht verzweifelten Gesichtsausdrucks schon und die Kinder ebenso. "Güllabülla! Güllabülla!" riefen sie jetzt im Chor. Ich versuchte es ein letztes Mal: "Gullerölsbo...". Weiter kam ich nicht. Denn ich wurde äußerst laut, mit absoluter Überzeugungskraft und echtem Hunger überstimmt: "Güllabülla, Güllabülla, wir wollen Güllabülla!!!"

Was macht da die kluge resignierte Mami? Sie seufzt leise und legt den Kindern das dänische "Güllabülla" auf den Teller. Hauptsache, es schmeckt ihnen - oder?!

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Habt Ihr auch so ein Lieblingslebensmittel aus Dänemark oder anderen skandinavischen Ländern? Wie klappt das bei Euch mit der Aussprache?

Und was ist Euer #Familienmoment der Woche? Schreibt ihn auf und verlinkt Euch in den Kommentaren! Bitte denkt an den Backlink zu dieser Seite und nutzt gern das Logo oben. Alle Regeln findet Ihr in diesem Artikel, und der #Familienmoment findet immer jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat statt.

Alles Liebe und "Ohøj" (= Ahoi) aus Dänemark!

Eure Küstenmami


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Montag, 6. März 2017

Gastbeitrag: ME, MYSELF & I: Mama, nimm dir bitte deine Auszeit!

ME, MYSELF & I: Mama, nimm dir bitte deine Auszeit!Me-Time, also Zeit für sich selbst? Das haben Mamas selten! Doro erzählt in ihrem Gastbeitrag auf Küstenkidsunterwegs, warum eine kleine Auszeit besonders für Mütter wichtig ist und motiviert Euch, auch mal "ego" zu sein.
 
Moin, Ihr Lieben!

Hier in den dänischen Dünen, zwischen Meeresrauschen und Möwengeschrei Urlaub zu machen, das ist eine echte Auszeit für mich. So genannte "Me-Time", also Zeit einfach für mich selbst, nehme ich mir, seit ich Mama bin, ansonsten aber viel zu selten.

Doro, eine der zwei Macherinnen und Mamas des coolen Kieler Blogs MutterKutter, erzählt in ihrem Gastbeitrag, warum das jedoch gerade für Mütter richtig wichtig ist und gibt Euch und natürlich auch mir den entscheidenden Anstupser ;)
 
Viel Spaß beim Lesen und einen motivierten Montag!

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Gastbeitrag: ME, MYSELF & I: Mama, nimm dir bitte deine Auszeit! Mami Mutter Mütter Zeit ego Zeit für sich selbst Doro Dahinden Mutterkutter
 
Liebe Leserinnen,

ich freue mich sehr darüber, dass ich mich als Gast bei meiner lieben Kieler Bloggerkollegin Katja austoben darf. Ich bin Doro. Früher war ich als TV-Reporterin unterwegs. Im In- und Ausland. Vor und hinter der Kamera. Ich war eher rastlos statt ausgeglichen. Doch dann wurde ich vor knapp zwei Jahren Mama. Mir wurde klar: Ich möchte entschleunigen, meinen Berufsalltag flexibel gestalten und meinen Fokus verändern: Auf die schönen Dinge im Leben. Aus diesem Grund habe ich nicht nur gemeinsam mit meiner damaligen Arbeitskollegin und heutigen Freundin Claudia eine Firma, sondern auch den Blog MutterKutter gegründet. Dort schreiben wir rund um die Themen Leben, Glück & Mamasein. Ihr findet dort sowohl persönliche Geschichten von uns als auch Interviews und Tipps für ein glücklicheres Leben. Seit mehr als einem Jahr gibt es uns jetzt. Und bald bekommen wir Verstärkung: Wir erwarten wieder Nachwuchs und freuen uns jetzt schon auf noch mehr Mama-Abenteuer.

Ahoi!
 
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ME, MYSELF & I: Mama, nimm dir bitte deine Auszeit!Me-Time, also Zeit für sich selbst? Das haben Mamas selten! Doro erzählt in ihrem Gastbeitrag auf Küstenkidsunterwegs, warum eine kleine Auszeit besonders für Mütter wichtig ist und motiviert Euch, auch mal "ego" zu sein.

ME, MYSELF & I: Mama, nimm dir bitte deine Auszeit!

"Oh man, ich glaube, es wird mal wieder Zeit, dass du was für dich tust. Nimm dir mal eine Yoga- Auszeit!"

"Hey, ich mache mir ein bisschen Sorgen um dich. Pass bitte auf dich auf - kannst du dir nicht eine halbe Stunde am Tag nur für dich nehmen?"

"Ach, Süße, du solltest einfach mal durch Altona bummeln. Ohne Kind. Ein bisschen Shoppen, einen kleinen Egonachmittag einlegen."

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Wisst ihr was? Ich bin 'verdammt gut' darin Ratschläge zu erteilen. Und oft werden sie von meinen Freundinnen auch dankend angenommen. Ich mache mir oft Sorgen um meine Mädels. Menschen, die ich furchtbar lieb habe. Mamas, bei denen ich manchmal denke: Bitte tue was oder mehr für dich. Und das sage ich ihnen dann auch. Und zwar dann, wenn ich merke: Der Mama-Job oder die Kombi aus Mamsein & Job zehrt grad an ihnen. So sehr, dass sie auf der Strecke bleiben. Sie persönlich. Ihre eigenen Bedürfnisse.

Und dann gab es vor ein paar Tagen diesen Moment, in dem mir schlagartig klar wurde: Herzlichen Glückwunsch, Doro, du ignorierst all das, wozu du deinen Freundinnen rätst. In diesem Moment saß ich abends nervös vor dem Bett meiner Tochter. Und ich habe mich gefragt, was mich so nervös macht. Warum ich grad eher mäßig genervt ihr Händchen halte. Warum ich am Liebsten jetzt sofort aufspringen und irgendwas für mich tun würde. Warum ich es grad nicht schaffe, inne zu halten, diesen Augenblick zu genießen und das Glück zu spüren. Stattdessen wollte ich plötzlich für mich sein. Alleine sein. Zeit mit mir verbringen. Ruhe haben. Ein Bedürfnis, das nahezu riesig war. In einem Augenblick, in dem das für mich so gar nicht zusammenpasste.

Im Nachhinein ist mir klar: Meine innere (Bedürfnis-) Stimme wurde laut in einem leisen Moment. Einer, der mir vor Augen geführt hat, dass ich mich oft vergesse, mich persönlich immer wieder vernachlässige. Dass ich nicht - wie eigentlich mit mir schon vor längerer Zeit vereinbart - regelmäßig zum Sport gehe. Oder eben nicht so oft mit meinen Freundinnen Kaffee trinken gehe, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe. Dass ich eben nicht regelmäßig meditiere, obwohl ich weiß, dass es mir gut tut. Warum? Keine Ahnung. Irgendwie ließ sich immer ein Grund finden, warum es eben grad nicht geht. Zu müde, bocklos, was zu tun, zu gestresst. Das Resultat: Ich war oft nervös, unausgeglichen, mit der Welt unzufrieden - eben, weil ich immer das Gefühl hatte, nicht das (für mich) zu tun, was ich eigentlich gerne tun würde. Und dazu kam dann immer wieder dieses kleine Äffchen in meinem Ohr, das mir gern zuflüsterte, was laut meiner To Do-Liste noch alles zu tun sei. Oft banale Dinge. Völlig überbewertete To-Dos. Sachen, die prinzipiell auch noch ein paar Tage warten konnten.

Was in diesem Moment aber nicht mehr warten konnte - das war mein Ich. Das wollte jetzt bedient werden. Geliebt werden. Kraft tanken. Kennt ihr dieses Gefühl, diese innere Stimme, die ruft: Du bist auch noch da?

Ich bin dann, als meine Tochter eingeschlafen war, regelrecht aufgesprungen, zu meinem Handy gehechtet und habe im App Store endlich nach einer passenden Meditationsapp gesucht. Und sie gefunden.
Das ist sie. Ich wusste: Wenn ich jetzt nichts ändere und mir meine Inseln schaffe, um meine innere Balance wiederzubekommen, dann geht es genau so weiter. Und zwar so lange, bis ich am Ende entweder bei jeder Kleinigkeit ausflippe oder mit einem Burnout auf der Wohnzimmercouch sitze, weil ich mich selbst übers Mamasein und meine Selbständigkeit vergesse. Und wisst ihr was? Seit drei Wochen meditiere ich regelmäßig abends. Und es macht mir Spaß. Es sind meine 15-20 Minuten. Doro-Zeit. Ego- Zeit. Ich lächle danach und fühle mich befreit. Mein nächstes Kaffeedate habe ich schon vereinbart. Und beim Sport war ich auch wieder öfter. Ich habe das Gefühl, wieder da zu sein. In allen Rollen. Als Mama. Als Firmengründerin. Als Bloggerin. Und als Doro.

Deshalb: Mädels, lasst eure innere Stimme nicht zu laut werden und nehmt euch eure Zeit. Egal wofür. Tut was für euch. Regelmäßig. Danach fühlt ihre euch wie neu geboren. Raus aus dem alten Tritt, rein in den neuen Schwung. Und das getreu dem Motto:

"ME, MYSELF & I. Hey, Mama, sei mal wieder ego! Nimm dir bitte deine Auszeit!"
 
Viel Spaß dabei, ihr Lieben! Und schreibt doch mal, wie gut das bei euch geklappt hat.
 
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Da sagst Du was, liebe Doro! Und Du hast so recht: Ich muss, nein, ich werde das ab sofort wieder öfter tun. Gerade hier in Dänemark, wo man es sich so wunderbar hyggelig machen kann - auch einfach mit sich selbst :)
 
Alles Liebe und eine gute Woche
 
Eure Küstenmami


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Freitag, 3. März 2017

Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen?

Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen? Wandern Laufen Motivation motivieren Familie mitkommen
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Wie ist das, wenn Ihr mit Euren Kindern spazierengehen oder wandern wollt? Kommen sie gerne mit und laufen, was das Zeug hält? Oder eher das Gegenteil?
 
Bei unseren Küstenkindern ist das glücklicherweise kein Problem: Sie sind noch so klein, dass sie einfach drauflosrennen. Jedenfalls zu Anfang. Doch wenn wir auf dem Rückweg sind und sie langsam müde werden, ist es manchmal schon etwas schwieriger. Und von Freunden, die etwas ältere Kinder haben, höre ich öfters, dass es gar nicht so einfach ist, die Rasselbande zum gemeinsamen Spazierengehen zu motivieren.

 Anja von dem vielfältigen Lifestyle-Blog Castlemaker hat in ihrem Gastbeitrag 5 praktische Tipps im Gepäck, wie Ihr Eure Kinder zum Mitlaufen beim Wandern und Spazierengehen motivieren könnt. Viel Spaß beim Lesen, vielleicht klappt es ja so auch bei Euch?

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Kurz zu Anja selbst:

Anjas Lifestyle-Blog Castlemakerist bunt gemischt wie das Leben. Hier findet man alles rund um Beauty, Fashion, Food und Travel. Der Blog besteht seit 4 Jahren und hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Anja schreibt über Testprodukte, aber auch über selbst entwickelte Rezepte, ihre Outfits, Familienreisen und Ausflüge und vieles mehr. Lest doch mal bei ihr vorbei!

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Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen? Wandern Laufen Motivation motivieren Familie mitkommen

Wie motiviert man also Kinder zum spazieren, wandern, laufen?

Komm, wir gehen spazieren!

Locken diese Worte fast jeden Hund hinterm Ofen vor, so sind sie für die meisten Kinder ganz furchtbar. Spazieren...mit Euch...das ist ja so langweilig.

Ich kann nicht mehr laufen! Ist es noch weit? Diese oder ähnliche Aussagen kennen Eltern wohl zu genüge. Und ich gebe es zu, auch in war als Kind kein begeisterter Läufer. Es bedurfte schon besonderer Motivation.

Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen? Wandern Laufen Motivation motivieren Familie mitkommen

5 Tipps, wie Du Dein Kind zum Mitlaufen motivieren kannst!

Tipp 1: Wie bekommt man die Kids überhaupt aus dem Haus?

Bei Kleineren ist das oft kein so großes Problem, diese lassen sich noch recht schnell motivieren. Sind die Kids aber erst einmal im Schulalter, so bedarf es dann doch etwas mehr Überzeugungskraft. Spazieren oder wandern nur mit den Eltern ist nämlich langweilig. Manchmal hilft es ganz einfach, eine Freundin mitzunehmen und schon sind die sonst so lauffaulen Kids auf einmal aktiv. Hat aber gerade keine Freundin bzw. Freund Zeit?

Bei meiner Tochter zieht es zum Beispiel, wenn man ihr erzählt, dass wir unterwegs Steine oder Stöcke sammeln. Sie darf dann ihr Taschenmesser mitnehmen und ist mit Feuereifer auf Stocksuche. Leider sucht sie sich immer den allergrößten aus. Im Prinzip ist es schon fast ein Ast.

Sie findet es auch ganz toll, Steine ins Wasser zu werfen, wie in Gerlos. An dem Tag hatte es geregnet und das Wetter war sehr bescheiden. Trotzdem hat sie sich mit der Aussicht, an den Bach zu gehen, zu einem Spaziergang bewegen lassen.

Tipp 2: Gestalte den Spazier-/Wanderweg zum Abenteuerpfad

Seid Ihr schon unterwegs und es kommen die Worte über die Lippen Eures Kindes: Ich kann nicht mehr laufen oder Ist es noch weit, so ist es an der Zeit, Eure Kids mit Ideen zum weiter laufen zu animieren.

Als wir zum Beispiel einmal im Allgäu waren, bot es sich an, das Wurzelspringen einzusetzen. Das bedeutet, der Waldpfad wird zum Meer und man muss von Wurzel zu Wurzel (oder von Stein zu Stein etc.) springen, um nicht ins Wasser zu fallen.

Tipp 3: Citytrip mit Fotochallenge

Citytrips gehören für Kinder meist zu der langweiligsten Sorte. Wenn sie aber eine kleine Aufgabe bekommen, dann werden sie richtig eifrig. Ihr könnt dem Kind zum Beispiel eine eigene Kamera kaufen und es fotografieren lassen, was ihm am besten gefällt. Hieraus kann man auch eine kleine Challenge machen., z.B. wer schafft es, 10 verschiedenfarbige Haustüren zu fotografieren.
 
Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen? Wandern Laufen Motivation motivieren Familie mitkommen

Tipp 4: Ausflug zum Tiergehege

Ich kenne fast kein Kind, das sich nicht für Tiere begeistern kann. Wenn man sie außerdem noch füttern darf, sind die Kinder glücklich. Bei uns in der Nähe gibt es einige Tiergehege, die keinen Eintritt kosten. Außerdem bietet es sich auch an, dabei etwas über die Tiere zu lernen.

Sucht Euch ein Tiergehege aus das schöne weitläufig ist, wie zum Beispiel der Mundenhof in Freiburg oder das Tiergehege in Schweinfurt. Beide kosten keinen Eintritt, aber es gibt unglaublich viel zu entdecken. 
 
Gastbeitrag: Wie motiviert man seine Kinder zum Spazierengehen? Wandern Laufen Motivation motivieren Familie mitkommen

Tipp 5: Die Kinder führen lassen oder Geocaching einbauen

Spazieren gehen oder Wandern nur mit den Eltern ist für die meisten Kinder einfach nur gähnend langweilig. Kinder wollten unterwegs etwas entdecken und nicht einfach nur laufen. Daher wäre es doch eine tolle Idee, die Kinder den Weg suchen zu lassen. Kids wollen immer vorne laufen - ganz vorne und Erster sein - und indem sie die Führung übernehmen, ist das ja dann der Fall.

Rucksack und Proviant für weitere Wege

Bei all den Aktivitäten darf natürlich je nach Dauer des Ausfluges auch der nötige Proviant nicht fehlen. Kids finden es zum Beispiel cool, ihren eigenen Rucksack mitzunehmen und ihre Sachen selbst zu tragen. Wenn wir einen längeren Ausflug planen, haben wir immer etwas zu trinken, Obst und ein paar Snacks dabei. Denn kaum sind wir unterwegs, haben die Kinder Hunger.
 
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 Gerade den letzten Punkt kenne ich auch, liebe Anja: Kaum sind wir aus der Haustür raus, könnten wir sofort das Picknick starten :)
 
Wie ist das bei Euch, Ihr Lieben, gehen Eure Kinder gern spazieren bzw. machen Ausflüge? Was sind Eure Tipps und Tricks? 
 
Alles Liebe weiterhin aus unserem Dänemark-Urlaub!
 
Eure Küstenmami

Mittwoch, 1. März 2017

Gastbeitrag: 5 Tipps zum Geld sparen beim gesunden Familieneinkauf

Gastbeitrag: 5 Tipps zum Geld sparen beim gesunden Familieneinkauf Einkaufen Familie kostengünstig gesund bio
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Während wir an Dänemarks Westküste vom Sturm fröhlich durchgepustet werden und viele spannende Ausflüge unternehmen, habe ich hier wieder etwas Neues zu lesen für Euch.
 
Fragt Ihr Euch auch, wie Ihr Euch und Eure Familie gesund ernähren und zugleich beim Familieneinkauf etwas sparen könnt? Dann hat die wunderbar gesundheitsbewusste Healthy Lena genau die richtigen Tipps für Euch! In ihrem Gastbeitrag zeigt sie, wie Ihr mit etwas Planung den Großeinkauf für Eure Familie gut und kostengünstig wuppt.
 
Viel Spaß beim Lesen - und beim Essen später natürlich auch ;)

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Hallo, ich bin Lena!

Als kreatives Ventil, um meine Leidenschaft für gesunde Ernährung und Kochen mit der Welt zu teilen, rief ich 2014 meinen Blog ins Leben. Mit meinen alltagstauglichen und günstigen Rezepten möchte ich nicht nur zeigen, wie einfach es ist, sich vegan zu ernähren, sondern auch dich dazu inspirieren, die vegane Ernährung einmal auszuprobieren. Es lohnt sich! In Bremen geboren (ich bin und bleibe typisch norddeutsch) wohne ich seit 1 ½ Jahren nun in Berlin und genieße dort das bunte Hauptstadtleben. Wenn ich nicht am bloggen bin, mache ich gerne Yoga oder entspanne bei einem Spaziergang an der Spree.

Dich interessieren mehr Artikel dieser Art? Healthy Lena
ist ein persönlicher veganer Food & Lifestyleblog, der sich mit allen Themen in Bezug auf einen pflanzlichen und nachhaltigen Lifestyle beschäftigt. Genau diese Abwechslung ist es, die den Blog so besonders macht und die Vielfalt des veganen Lebens beweist. Auf dem Blog findest du neben gesunden und günstigen Rezepten auch mehr zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit & Fitness, Fair Fashion und Nachhaltigkeit.

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Gastbeitrag: 5 Tipps zum Geld sparen beim gesunden Familieneinkauf Einkaufen Familie kostengünstig gesund bio

5 Tipps zum Geld sparen beim gesunden Familieneinkauf

Der wöchentliche Familieneinkauf kann schon mal zur Herausforderung werden: Die Kinder quengeln, der Magen knurrt und der Einkaufszettel liegt zu Hause auf dem Küchentisch. Da kann es schon mal vorkommen, dass viele Lebensmittel ungeplant im Einkaufswagen landen und die hohe Rechnung an der Kasse einen kurz nach Luft schnappen lässt. Damit der nächste Familieneinkauf nicht nur etwas entspannter, sondern auch deutlich günstiger wird, gibt es ein paar Tipps, die man beachten sollte.

1. An die Einkaufsliste halten

Um beim Einkaufen Geld zu sparen, empfiehlt es sich nicht nur vorher ein festes Budget festzulegen, sondern auch, sich eine genaue Einkaufsliste zu machen. Im Supermarkt sollte man sich dann genau daranhalten, um Spontankäufe zu vermeiden. Natürlich können neben den gesunden Basics auch ein paar Süßigkeiten auf der Liste stehen. Wenn man diese aber bewusst aufschreibt, reduziert sich die Menge der Naschereien aber automatisch. Wer dazu neigt, den Einkaufszettel zu Hause zu vergessen, der kann es mal mit einer digitalen Einkaufs-App probieren.

2. Auf Angebote achten

Für Schnäppchenjäger kommen die wöchentlichen Angebote wie gerufen. Vor dem Einkauf macht es daher Sinn, die Prospekte auf mögliche Rabatte durchzusehen und sich diese auf der Einkaufsliste zu notieren. Lebensmittel, die sich lange halten, kann man auf diese Weise gut auf Vorrat einkaufen und z.B. im Keller lagern. Vieles kann man auch einfrieren, um es vor dem Verderben zu bewahren.
 
Gastbeitrag: 5 Tipps zum Geld sparen beim gesunden Familieneinkauf Einkaufen Familie kostengünstig gesund bio

3. Basislebensmittel aus dem Discounter

Gesunde Basislebensmittel kann man durchaus im Discounter kaufen. Mittlerweile haben diese selbst Bio-Obst und -Gemüse im Angebot. Wenn man sich hier an die Basics hält, kann man den Preis seines Wocheneinkaufes deutlich reduzieren.

4. Dem Wochenmarkt einen Besuch abstatten

Auch auf dem Wochenmarkt gibt es großes Sparpotenzial. Wenn man hier regional und saisonal einkauft, kann man gute Schnäppchen machen. Gerade kurz vor Marktschluss können hier gute Angebote zustande kommen.

5. Großeinkauf einmal die Woche

Auch, wenn es verlockend ist, immer mal wieder ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, finanziell ist es sinnvoller, einmal die Woche einen Großeinkauf zu erledigen. Die Lebensmittel, die man nur frisch bekommt oder die sich nicht so lange halten, kann man natürlich nachkaufen. Generell sollten Spontankäufe aber die Ausnahme darstellen.
 
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Vielen lieben Dank für Deine Tipps, Lena! Die werde ich gleich mal ausprobieren, denn natürlich wollen wir auch hier in Dänemark preisgünstig einkaufen und lecker und gesund essen.
 
 Wie haltet Ihr das mit dem Familieneinkauf? Habt Ihr weitere Tipps für mich?
 
Eure Küstenmami
 
 
PS: Wenn Ihr jetzt schon ein bisschen was über unseren Urlaub erfahren wollt, folgt mir doch auf Facebook sowie Instagram! Dort poste ich zwischendurch immer mal wieder Fotos und Ausflugserlebnisse von uns ;)

Montag, 27. Februar 2017

Gastbeitrag: Kommando-Übergabe - Der Papa in Elternzeit

Gastbeitrag: Kommando-Übergabe - Der Papa in Elternzeit
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Vielleicht habt Ihr es auf Facebook oder Instagram schon gesehen: Wir sind im Dänemark-Urlaub! Mit unseren Küstenkindern, Sack, Pack und unserer Familienkutsche sind wir an die dänische Nordseeküste gefahren, um ein bisschen Ferien zu machen.
 
Von dort aus werde ich auf den oben genannten Kanälen immer mal wieder Bilder posten und Euch erzählen, was wir so machen. Und natürlich nach unserer Rückkehr ausführlich berichten! Damit Ihr jedoch auch in der Zwischenzeit hier auf dem Blog etwas Spannendes lesen könnt, habe ich ein paar tolle Gastbloggerinnen gewinnen können, um Euch hier mal ein paar neue und teils ganz andere Themen zu präsentieren. Das empfinde ich als große Bereicherung und bedanke mich bei allen Beteiligten ganz herzlich!
 
Den Anfang macht Silvia von Vivabini: Wunderbar witzig und selbstkritisch erzählt sie Euch, wie sie nach ihrer Elternzeit den Staffelstab an ihren Mann übergeben hat - und wie die folgenden Tage und Wochen dann so abliefen :)

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Ich bin Silvia, Mittdreißigerin und zweifache Jungsmama. Auf meinem Blog Vivabini nehme ich dich mit auf meiner Reise durch das Mama-Sein. Lies in meinem persönlichen Logbuch alles über den tagtäglichen Wahnsinn, und tausche mit mir Erfahrungen und Erkenntnisse aus. Außerdem fröne ich dort meiner Leidenschaft nach dem Originellen und Ausgefallenen. Ich zeige dir innovative Problemlöser, pfiffige Produktideen und kreative Kleinigkeiten zum Liebhaben. Darüber hinaus erwarten dich regelmäßig tolle Gewinnspiele, aufregende Challenges und vieles mehr. Komm vorbei und schau dich um. Ich freue mich auf Dich!

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Gastbeitrag: Kommando-Übergabe - Der Papa in Elternzeit

Kommando-Übergabe: Der Papa in Elternzeit
 
Mein Mann, der Papa, Alleinbrötchenverdiener der letzten drei Jahre geht in Elternzeit. Und während wir bei Primo die zwei Papa-Monate während meiner eigenen Elternzeit nahmen, fuhren wir bei Piccolo eine andere Strategie: den fliegenden Wechsel! Auf gut Deutsch bedeutet das, dass ich nach zwölf Monaten Elternzeit das Zepter mit allem Drum und Dran an meinen Mann übergeben habe, während ich wieder arbeiten gehe.

Warum wir das so handhabten hat mehrere Gründe. Zum einen wollte ich baldmöglichst wieder zurück in den Job. Nach drei Jahren Babyaufzucht daheim war ich mehr als reif für die Arbeitswelt. Gleichzeitig sollte Piccolo aber so spät wie möglich in die Krippe gehen. 14 Monate empfinde ich als ein angemessenes Alter für einen halben Tag Auswärtsbetreuung. Und ganz tief drinnen freute ich mich auch diebisch darüber, dass der liebe Papa den ganzen Wahnsinn mit zwei kleinen Kindern allein daheim einmal selbst zu spüren bekommt.

Vorbereitung ist alles. Oder auch nicht.
 
Natürlich habe ich mir im Vorfeld schon so meine Gedanken gemacht. Nach drei Jahren war ich schließlich (selbsternannte) Expertin im Umgang mit unseren Kindern. Der Papa bestenfalls auf Anfängerniveau. Und dann noch der Haushalt! Mister Oben-auf-die-Spülmaschine-abstellen und Wo-sind-denn-eigentlich-meine-Socken würde sich ganz schön umstellen müssen. Ich überlegte, ob ich vielleicht einen Tagesplan mit Schlaf- und Essenszeiten sowie möglichen Aktivitäten erstellen sollte. Oder einen Haushaltsplan. Schließlich erinnerte ich mich noch gut an die ersten Monate nach unserem Zusammenziehen. Damals lobte er zum Beispiel die tolle, pflegeleichte Fußbodenfarbe, auf der man gar keinen Staub sehen würde. Klar, die Fußbodenfarbe! Das, oder der Umstand, dass ich fast täglich Staub saugte?!

Letztendlich verwarf ich diese Ideen wieder, hörte ich in meinem inneren Ohr doch schon das beliebte "Keine Sorge, das schaffen wir schon" ertönen. Unausgesprochen, doch für mein Ohr der deutlich hörbare Zusatz "Wie schwer kann das schon sein" immer mitschwingend. Also machte ich gar nichts. Es würde schon kein Kind verhungern. Und dass sich saubere Wäsche nicht durch Magie selbst in die Kleiderschränke zauberte, würde er wahrscheinlich auch schnell merken. Ich beschloss es darauf ankommen zu lassen. Schließlich hatte ich mir für diese zwei Monate einen hundertprozentigen Rollentausch vorgenommen. Auch wenn ich ja eigentlich nur halbtags arbeitete.

Das pure Chaos. Oder auch nicht.

Ich würde ja gerne schreiben, dass gleich nach ein paar Tagen das komplette Chaos ausgebrochen ist. Es ist schließlich immer schön, unverzichtbar zu sein. Aber das Chaos blieb einfach aus. Stattdessen traf ich nach meinem Arbeitstag einen tiefenentspannten Papa und tiefenentspannte Kinder an. So zumindest allem Anschein nach: Klein-Piccolo saß satt und ausgeschlafen auf Papas Arm während mir Primo ganz aufgeregt von seinem Tag im Kindergarten erzählte. Und während mein Wiedereinstieg ins Berufsleben durchaus holpriger ablief als erwartet, fügte sich mein Mann scheinbar mühelos in seine neue Rolle ein. Er hatte sogar Muse, sich mittags etwas zu kochen. Muscheln zum Beispiel. Ja, und einmal hatte er sogar Cookies gebacken! So richtig aus Mehl und Zucker. Und die waren richtig gut! Ich war baff!

Ganz ehrlich? Das musste ich erst mal verdauen. Ich überlegte, ob ich mir vielleicht den ganzen Stress selbst machte? Meine Tage sind normalerweise minutengenau durchstrukturiert, Aktivitäten und Ausflüge Tage und Wochen vorher schon geplant und ausgearbeitet. Ich liebe eben Struktur. Und Pläne. Und ich bin gerne auf alles vorbereitet. Mit Kindern ist das aber nicht immer einfach. Haben die doch unvorteilhafterweise eine eigene Meinung. Mein Mann hat eine andere Einstellung. Er lässt die Dinge gerne auf sich zu kommen und entscheidet spontan, was er an diesem oder jenem Tag unternehmen möchte. Er ist auch viel unbedarfter. So verlässt er das Haus mit zwei kleinen Kindern im Schlepptau gerne mit nichts als seinem Geldbeutel bewaffnet. Die große Wickeltasche mit Platz für Notfallutensilien jeglicher Art bleibt im Regal zurück. Aber vielleicht ist diese Lebensweise einfach kompatibler mit dem Eltern-Sein.

Müheloses Vaterglück. Oder auch nicht.

Schon bald aber bekam diese Fassade des mühelosen Papa-allein-daheim erste Risse. So traf ich daheim gerne ungemachte Betten an und ein Wohnzimmer, das jedem Indoorspielplatz Konkurrenz machen konnte. Gelüftet? Unwahrscheinlich. Einige Rollos auf Halbmast und die Frage, ob die jemals ganz oben waren? Der Waschkeller war dagegen noch nie so leer. Das musste ich ihm wirklich zugestehen. Dafür türmten sich die Wäschekörbe mit der Faltwäsche.

Auf dem Küchentisch lag regelmäßig die noch unberührte Tageszeitung. Dazu ist er einfach nicht gekommen. Genauso wenig, wie zu den vielen Reparaturen am Haus, die er sich vorgenommen hatte. Das alles hätte ich ihm natürlich vorher sagen können. Habe ich auch. Geglaubt hat er es mir aber offensichtlich nicht. Nach zwei Wochen Heimchen am Herd hatte er auch keine Lust mehr auf Einkaufen: "Wie, der Kühlschrank ist schon wieder leer?". Dafür entdeckte ich in der Speise einen kleinen Vorrat an 5-Minuten-Terrinen. Ja, und dann natürlich noch der Blick, als ich an einem Tag verkündetet, dass ich erst spät Abends heimkommen würde! Es war bestimmt derselbe, den er schon so oft auf meinem Gesicht gesehen hatte.

Ratschlag gefällig? Oder auch nicht.
 
Das alles brachte meine Welt wieder ins Gleichgewicht. Es war wohl doch nicht alles so "easy peasy" mit der Kinderbetreuung. Und ich hatte schon angefangen zu glauben, ich wäre einfach zu doof dafür. Zu doof dafür, eine entspannte und ausgeglichene Mutter zu sein. Zu doof dafür, entspannte und ausgeglichene Kinder zu haben. Dann aber erzählte er mir von dem Tobsuchtsanfall, den Primo an diesem oder jenen Tag hatte, weil er getragen werden oder sich die Schuhe alleine anziehen wollte. Oder er erzählte mir von dem Unfug, den sich Piccolo scheinbar mühelos jeden Tag ausdenkt. Und am Abend steige ich dann über volle Wäschekörbe, schüttele mein Bett auf und lüfte durch. Etwas sagen tue ich nicht. Mehr als ein verständnisvolles "Das kenne ich gut" kommt nicht über meine Lippen. Denn eine Dame schweigt. Sie genießt und schweigt.
 
***
Ganz herzlichen Dank für Deinen tollen Text, liebe Silvia, ich musste beim Lesen so schmunzeln ;)
 
Ihr Lieben, wie lief das bei Euch mit der Elternzeit? Wie habt Ihr sie aufgeteilt, wer hatte die Hand am Steuerrad? Und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
 
Ahoi und bis ganz bald
 
Eure Küstenmami