Mittwoch, 20. Juli 2016

Drei gute Gründe, von seiner Schwangerschaft trotz Fehlgeburtsrisikos schon vor der 12. Woche zu erzählen

Drei gute Gründe, von seiner Schwangerschaft trotz Fehlgeburtsrisikos schon vor der 12. Woche zu erzählen. Vielerorts ist es noch ein Tabu, von seiner Schwangerschaft vor der 12. Schwangerschaftswoche zu erzählen. Das muss nicht sein - aufKüstenkidsunterwegs stelle ich Euch drei gute Gründe vor, schon früh kundzutun, dass Ihr schwanger seid!
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Wann habt Ihr von Eurer Schwangerschaft erzählt? Ganz früh? Oder erst ab der 12. Woche? Wie ist es Euch damit gegangen? Heute möchte ich darüber sprechen, warum es gute Gründe gibt, schon frühzeitig zu erzählen, dass man schwanger ist - auch, oder gerade weil es das Risiko einer Fehlgeburt gibt.
 
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Für manche ist sie tatsächlich die magische Grenze: Die 12. Schwangerschaftswoche, nach deren Erreichen man endlich, endlich allen die frohe Botschaft verkünden darf. Andere warten bis zur 14. SSW oder setzen sich eine 3-Monats-Frist, bevor sie ihr gut gehütetes Geheimnis bekannt geben. Wieder andere lassen sich mit der Mitteilung ihrer Schwangerschaft so lange wie möglich Zeit.
 
Dafür gibt es Gründe: Es kann ja doch "etwas" passieren. Dieses "Etwas" meint das Risiko einer Fehlgeburt, das gerade in der Frühschwangerschaft gar nicht mal so klein ist. Und dieses "Etwas", dieser Grund, ist real - denn die Gefahr ist da. Das ist mir gut, viel zu gut bekannt, denn genau das ist uns passiert. Wenn Ihr hier schon etwas länger mitlest, wisst Ihr: Wir haben unser Küstensternchen, unser geliebtes Küstenmini, in der 11. Schwangerschaftswoche verloren.
 
Doch es deshalb niemandem berichten, es ganz für sich behalten und mit allem, mit Freud' und Leid, allein fertig werden?
 
***
Eigentlich kann das ja jede/r so machen, wie sie oder er will. Eigentlich. Denn oft besteht trotz der prinzipiellen Freiheit, die wir heutzutage in vielen Bereichen genießen, ein Tabu: Über eine Schwangerschaft vor Ablauf der ersten drei Monate spricht "man" nicht, über eine Fehlgeburt (oder das Risiko) schon gar nicht. Ja, vielerorts scheint es geradezu ein ungeschriebenes 12-Wochen-Gesetz zu geben: Man wird schief angeschaut, wenn man vor diesem Datum trotzdem - freudestrahlend oder verunsichert - seine Schwangerschaft verkündet und erntet statt einer Gratulation womöglich sogar einen ernsthaften Rüffel.
 
Mit diesem Tabu möchte ich heute brechen, denn es gibt auch wirklich gute Gründe, gerade wegen des Risikos einer Fehlgeburt frühzeitig zu erzählen, dass man schwanger ist.
 
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Natürlich sind die folgenden Gründe meine Gründe, es müssen nicht Eure sein. Sie sind aus den Erfahrungen der letzten Wochen und Monate erwachsen, und aus den vielen, vielen lieben Zuschriften und Kommentaren, die mich erreicht haben, nachdem ich Euch von unserem persönlichen Verlust erzählt habe. Das kann man gerne anders sehen, anders machen. Alles, was ich möchte, ist Toleranz und Offenheit gegenüber denjenigen, die frühzeitig von ihrer Schwangerschaft berichten und Unterstützung suchen und auch verdienen. Außerdem möchte ich denjenigen, die es erzählen wollen, ein kleines bisschen Mut machen :)
 
Ebenso ist mir bewusst, dass nicht alle die Wahl haben, ihre Schwangerschaft so lange für sich zu behalten, wie sie wollen. Extreme Übelkeit in der Frühschwangerschaft oder medizinische Risiken zum Beispiel zwingen manche Frauen, die Schwangerschaft eher bekannt zu geben, als sie es von sich aus tun würden.
 
Außerdem gibt es valide Gründe, es nicht zu erzählen bzw. es nicht jedem erzählen zu wollen. Gerade wenn sich Berufs- und Freundeskreis überschneiden und man berufliche Konsequenzen befürchten muss, behält man die Neuigkeit, die man liebend gerne in die Welt hinausschreien würde, vielleicht besser für sich. Natürlich sollte das nicht so sein - aber auch das ist leider heutzutage noch traurige Realität. 
 
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Doch wenn Ihr die Wahl habt und Euch wohl dabei fühlt, würde ich Euch gern mit folgenden Argumenten den Rücken stärken, es trotz des Riskos zu erzählen! Und zwar:
 
1. Um die Freude zu teilen
 
Denn in den meisten Fällen freut man sich ja schon unglaublich, sobald der zweite Strich auf dem Schwangerschafts-Test auftaucht, oder?! Mir wurde jedesmal ganz heiß und kalt vor Freude. Vom ersten Augenblick an, auch als klitzekleine Bauchwürmer, habe ich unsere Küstenkinder geliebt und gern in mir getragen. Ich war so glücklich! Und diese Freude, diese Liebe und dieses Glück sind real, auch wenn sie manchmal viel zu früh enden.
 
Warum also nicht es genießen, es teilen und sich zusammen freuen? Das machen wir ja auch bei anderen Dingen so, die womöglich vergänglich sind. Und auch wenn wir nur ganz wenige Erinnerungen an unser Küstenmini haben: Diese allererste schöne Zeit voller zärtlicher Gefühle und Vorfreude möchte ich nicht missen. Meine Freundinnen und guten Freunde haben das geteilt und sich mitgefreut, das war und ist auch für unsere Freundschaft wichtig.
 
2. Um das Leid zu teilen
 
Ja, es kann schiefgehen. Wenn man sein Kind verliert, egal wie klein bzw. jung es noch ist, ist das ein unglaublicher Schock und ein unfassbarer Schicksalsschlag. Gerade dann ist es jedoch wichtig, nicht allein zu sein. Sich auszutauschen, sich auszuweinen und sich trösten lassen zu können. Ein Netz aus guten Freunden und lieben Menschen zu haben, das einen auffängt und nicht nur in der ersten Zeit für einen da ist. Ob man reden oder nur stumm in den Arm genommen werden möchte: Bei einer Fehlgeburt sind es neben den Hilfs- und Unterstützungsangeboten von Institutionen und Vereinen für verwaiste Eltern bzw. Sterneneltern vor allem die persönlichen Kontakte, die einem in dieser schweren Zeit helfen können.
 
Außerdem: Wenn ich bei all dem Kummer und Leid auch noch eine unbekümmerte, gar fröhliche Miene hätte aufsetzen müssen, wäre das zusätzlich zu allem anderen für mich kaum zu ertragen gewesen. Da meine Liebsten und mein Freundeskreis Bescheid wussten, konnte ich ich selbst sein, auch todtraurig und verzweifelt. Bei all dem Unglück habe ich so die wertvolle Erfahrung machen dürfen, auch mit meinem Leid und mit meiner Trauer angenommen und wertgeschätzt zu werden.
 
3. Um Unterstützung zu erhalten
 
Denn gerade in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft passiert so viel. Das ist ja auch fast ein Drittel der gesamten 40 Wochen! Der Körper verändert sich bereits stark, auch wenn der Bauch nicht immer sofort sichtbar wird. Die Gefühle fahren Achterbahn, die Hormone gehen durch die Decke und das ganze Leben ändert sich. Gerade wenn man zum ersten Mal Eltern wird, ist man vielleicht tief verunsichert, weil etwas so unglaublich Großes geschieht und man mit so viel Neuem konfrontiert wird. Natürlich sind Hebammen und Ärzte hilfreich, aber die wenigen Termine gehen viel zu schnell vorüber und bald ist man mit seinen Fragen wieder allein. Dann tut es gut, mit jemandem sprechen zu können, der einem vertraut ist und Verständnis zeigt. Vielleicht hat die eine oder andere erfahrene Freundin ja auch einen guten Tipp parat?
 
Mir war teilweise auch unglaublich übel, und ich fühlte mich so müde wie nie zuvor. Und dann auch noch allen etwas vormachen zu müssen?! In einer solchen Situation ist das Verheimlichen einer Schwangerschaft unglaublich anstrengend. Hingegen tut es gut, in jeder Hinsicht Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zu erfahren. Auch wenn man Angst hat, das geliebte kleine Wesen womöglich wieder zu verlieren! Mit meinen Sorgen und Befürchtungen, ob denn alles gut gehen werde, habe ich mich bei meinen Freunden gut aufgehoben gefühlt. Ja, natürlich hatte ich Angst und werde sie bei einer weiteren Schwangerschaft wieder und wahrscheinlich sogar noch stärker haben. Doch gerade dann brauche ich Entspannung statt Druck und Verständnis statt falscher Erwartungen! Gelassenheit und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein, helfen in so einer Situation nicht nur der Schwangeren, sondern auch ihrem Baby.
 
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Deshalb plädiere ich dafür: Erzählt es, wenn Ihr möchtet! Mir hat es gut getan: Das Reden, das Austauschen und auch das Drüber-Schreiben. Ich habe ganz viel Unterstützung erhalten, sowohl in der ersten "guten" Zeit, als auch später, als uns wir unser kleines Sternenkind verloren hatten. Natürlich war bzw. ist das mein Weg - und Ihr müsst Euren eigenen finden. Doch das Letzte, was Ihr dabei braucht, sind Tabus oder vermeintliche Regeln, was "man" so macht. Egal, wie Ihr Euch entscheidet: Tut das, was Euch gut tut.
 
Ich hoffe, ich konnte Euch etwas Rückenwind geben, und drücke Euch alle Daumen!
 
***
Wie ist bzw. war das bei Euch? Wann habt Ihr von Eurer Schwangerschaft erzählt?
 
Alles Liebe
 
Eure Küstenmami


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Kommentare :

  1. Hallo!
    Ich kann deine Gründe gut verstehen, ich finde diese berüchtigte 3-Monats-Grenze eh komisch. Mal abgesehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, ein so schönes Geheimnis so lange für mich zu behalten. Bei meiner Kleinen habe ich erst Ende des dritten Monats erfahren, dass ich schwanger bin und kurz danach hatte mein Mann es auf einem Fest absolut jedem erzählt, den wir kennen. :-)
    Alles Liebe und eine Umarmung geschickt
    Conny alias Bärchenmama

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    1. Liebe Bärchenmama,

      ich finde es auch schwer, so ein schönes Geheimnis für sich zu behalten :) Danke für die Umarmung, die nehme ich gerne und gebe sie auch gerne zurück!

      Ganz liebe Grüße
      Küstenmami

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  2. Danke für deine Offenheit. Ich habe tatsächlich im Freundeskreis bis zur 12. Woche gewartet, beim Arbeitgeber bis zu 10. Woche. In der engsten Familie gab es die Botschaft etwas früher. Wäre etwas schief gegangen, wollte ich nicht von allen Seiten hören: "Und??? Wann ist es soweit?" Und dann erklären müssen, dass es gar nichts wird. Allerdings sind die 12 Wochen nicht wirklich eine Garantie dafür, dass das Baby gesund zur Welt kommt. Gerade habe ich Ruhe verordnet bekommen. Und eine Bekannte hat ihr Enkelkind 1 Woche vor Termin verloren. Von daher: Hört alle auf euer Bauchgefühl! denkt positiv und schont euch!! Alles Gute :) und euch allen eine zauberhafte, leichte Schwangerschaft! Mela (www.konstantin-vom-land.de

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    1. Danke Mela,

      ach ja, ich weiß, eine Garantie gibt es leider für gar nichts. Das tut mir so leid, was Deiner Bekannten passiert ist!

      Schon Du Dich auch gut; alles Liebe!
      Deine Küstenmami

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  3. Hallo Du Liebe, ich hatte nie eine Fehlgeburt und kann den Schmerz daher nur erahnen. Wir haben es den engsten Freunden und der Familie auch schon früher erzählt - 3 Monate hätte ich es da gar nicht für mich behalten können. Allerdings finde ich persönlich, dass es zu Beginn nicht jeder Hinz und Kunz wissen muss, auch wenn man sich freut. Meinem Arbeitgeber zum Beispiel habe ich es erst nach 4 Monaten erzählt - und da konnte ich es beim zweiten Mal auch nicht mehr verbergen.

    Dennoch hast Du Recht: natürlich kann in den ersten 12 Wochen am meisten passieren. Meine beste Freundin allerdings hat ihr Baby im 6. Monat verloren, das war schrecklich. Es kann also letztlich auch später noch schiefgehen. Ich habe damals auch sehr geweint, weil man als Mama immer nachvollziehen kann, wie furchtbar es ist ein Kind zu verlieren - und bei meiner besten Freundin war es dann eben doppelt schlimm, weil ich sie ja so gut kenne.

    Letztlich muss jeder für sich entscheiden, wann er/sie es für den richtigen Zeitpunkt hält. Aber ich glaube eben, dass es die engsten Freunde und Familie sowieso merken wenn etwas nicht in Ordnung ist. Und die Trauer würde man dann eh mit Ihnen teilen. Deshalb kann man es auch ruhig früher erzählen.
    Liebe Grüße, Anna

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    1. Hallo liebe Anna,

      es tut mir so leid für Deine beste Freundin, wie schrecklich!!! Und als Freundin und Mami leidet man mit, das ist ja klar. Ich wünsche Euch viel Kraft!

      Natürlich hast Du in Bezug auf die Entscheidung recht: Das ist eine ganz persönliche Sache. Ich will denjenigen Mut machen, die es erzählen wollen, aber letztlich muss jede/r ihren/seinen eigenen Weg gehen.

      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar und viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  4. Liebe Küstenmami,

    ich kann dir eigentlich nur zustimmen. Wir haben es meinen Schwiegereltern 2 Tage nach dem 1. FA Besuch erzählt, aber auch erwähnt, dass noch viel passieren kann. Wichtig war mir, im Falle des Falles (als ob ich es geahnt hätte ;( ), dass vor allem mein Mann jemanden zum Reden hat, da er keine enge Vertrauensperson hat. Meiner guten Freundin habe ich es relativ schnell nach dem positiven Test gesagt, weil sie mich genervt hatte. *g* Nach und nach hätten es auch die anderen Familienmitglieder persönlich (!) erfahren, wir hatten uns bis zu dem Zeitpunkt allerdings nicht gesehen.

    Mittlerweile ist es so, dass ich aus meiner Fehlgeburt kein Geheimnis mache, aber die Situationen abwäge, wann und wie ich es erzähle. Blöd käme es zum Beispiel, dass man jemandem sagt, man hatte eine Fehlgeburt, wenn er einem gerade selber erzählt hat, dass er in der 10. Woche schwanger ist...Im Grunde genommen, kann ich es nur empfehlen, da - vor allem bei Paaren die schon lange zusammen sind - die Fragerei nach einem Kind doch echt nerven kann, besonders nach einer Fehlgeburt.

    Womit man allerdings rechnen muss, ist das Leute nicht so reagieren wie man hofft/sich wünscht. Für die meisten ist es immer ein großer Schock und sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Meine Tante hat es durch meine Cousine erfahren, die es wiederum von meiner Schwester wusste (war für mich vollkommen in Ordnung!). Sie hat mir zwar geschrieben, dass sie gerne mit mir telefonieren und reden möchte, dass ist allerdings jetzt fast 5 Monate her. Ein Anruf kam bis heute nicht.

    Was ich im Grunde sagen will, ist, dass man Unterstützung definitiv braucht und sein Leid auch teilen muss, sonst frisst es einen auf. Aber man sollte eben nicht enttäuscht sein, wenn nicht alle so reagieren, wie man es sich wünscht.

    Sorry für den langen Text. *gggg*

    Liebe Grüße
    Plue

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    1. Liebe Plue,

      danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst - kein "sorry" nötig ;)

      Es tut mir so leid, dass auch Du die Erfahrung einer Fehlgeburt machen musstest! Es trifft so viele; und ja, Unterstützung in jeder Hinsicht ist super wichtig!!!

      Das mit den Reaktionen, die manchmal nicht so ausfallen, wie man sich das wünscht und es eigentlich bräuchte, kenne ich. Vielleicht schreibe ich auch nochmal drüber... Ich glaube, da ist viel Hilflosigkeit im Spiel und fast nie böser Wille. Viele reagieren jedoch auch ganz wunderbar, und dann tut das einfach nur gut.

      Fühl Dich umarmt, wenn Du möchtest,
      Küstenmami

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    2. Vielleicht hat es deine Tante auch nur als Angebot verstanden, dass du dich jederzeit bei ihr melden kannst wenn du das möchtest? Das hätte ich in meiner Situation auch als wesentlich angemessener empfunden, als wenn mich jemand einfach aktiv angerufen hätte. Viele wollen in der Situation auch einfach ihre Ruhe und nur dann, wenn sie selbst darüber reden wollen, ein offenes Ohr.

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  5. Hoi,
    Ich erzaehle nicht mehr dass ich eventuell schwanger bin. Nach drei Fehlgeburten und zwischendurch einem gesunden Kind, habe ich keine Lust mehr auf bangen und warten und Mitleid. Mittlerweile wissen die Menschen auch nicht mehr was sie sagen sollen, wenn es wieder nicht geklappt hat. Die Fehlgeburten sehe ich als etwas natuerliches der Natur und habe keine sehr grossen Probleme damit, somit braucht man auch weniger Zuspruch und Trost etc. Wenn ich Schwanger bin, behalte ich es fuer mich, zaehle nicht jeden Tag der Schwangerschaft und lebe weiter und warte ab was passiert. Vorsorge Untersuchungen sind eh erst ab der 10. Woche. Wenn es zur Fehrlgeburt kommt, verheimliche ich es nicht und erfinde keine Ausreden wie eine Erkaeltung fuer ein paar Fehltage, sondern bringe es zur Sprache.

    Liebe gruesse,
    Christine

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    1. Moin Christine,

      ja, Bangen und Warten kann echt zermürbend sein. Ich wünsche Dir bzw. Euch viel Kraft und alles Gute für Euren Weg!!!

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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    2. Kann nur leider je nach Firma auch nach hinten losgehen, wenn man da offen davon erzählt, da sollte man schon auch die Eigeninteressen im Auge behalten. So mancher AG verzichtet gern auf Mitarbeiterinnen, die sich augenscheinlich mitten in der Familienplanung befinden.

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  6. Huhu, also ich würde bei den meisten Personen immer bis zu 12. Woche warten. Auch ich hatte 3 Fehlgeburten und war immer froh selbst entscheiden zu können wem ich von der FG erzähle.
    G

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    1. Ja, das kann ich verstehen. Es tut mir so leid, dass Du diese Erfahrung gleich drei Mal machen musstest! Ich bin einfach dafür, dass man die Wahl hat und diese so wahrnimmt, wie es für einen selbst das beste ist.

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  7. hallo zusammen

    ich hab gerade von einer Freundin diesen Blogeintrag gesendet gekriegt, weil ich gerade in der 10. Woche bin und glaub meinen Arbeitgeber informieren muss. Weil es mir nicht so gut geht kann ich ja noch handeln irgendwie, aber ich werde schon wieder verplant für ab nächstes Jahr und solche Verträge kann ich ja dann gar nicht einhalten. Wollte zwar den zweiten FA-Termin abwarten und diese generelle Regel einhalten, aber bin auch der Meinung, wenn was passiert, dann lieber drüber sprechen. Problematisch ist halt, dass man halt nicht mit jedem gleich darüber sprechen kann und möchte und eine vorgelagerte positive Nachricht über eine SS sich schnell in einer Firma verteilt und so jeder dann Bescheid weiss.

    gruss
    MT

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    1. Hallo und erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

      Ja, die Schwierigkeit mit dem Arbeitgeber und dem Weiterverbreiten in der Firma kann ich nachvollziehen. Mein Tipp: Hör auf Dein Bauchgefühl und mach es so, dass DU Dich wohl dabei fühlst!

      Viele liebe Grüße und alles Gute
      Deine Küstenmami

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  8. Hallihallo....

    Bei meinem ersten Kind ließ ich die 12 Wochen verstreichen, bevor wir die Frohe Botschaft verbreiteten. Zum einen, weil ich davor eine Fehlgeburt hatte, und zum anderen, weil ich es auch spannend fand, ein kleines Geheimnis mit mir mitzutragen...
    Vor kurzem hatte ich leider wieder eine Fehlgeburt. ...in der 7.ssw....und ich war mir davor nicht sicher, ob ich denn schwanger sei...
    Und nun würde ich, sollte es wieder klappen, meinen engsten Angehörigen früh davon erzählen um in Guten und Schlechten Zeiten unterstützt zu werden!
    Alles Liebe und viel positive Energie!
    M.

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    1. Danke, liebe M., das wünsche ich Dir auch! Es tut mir so leid, dass Du wieder eine Fehlgeburt hattest... Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es bald klappt, und wünsche Euch alles nur erdenklich Gute!!!

      Deine Küstenmami

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  9. Hallöchen
    Also ich kann deine Meinung komplett verstehen. Seh es eigw auch so. Kein Mann und ich haben uns gesagt, dass wir es bei einer Schwangerschaft die 12 Wochen für uns behalten.
    Der Hintergrund ist dieser: ich hatte bereits zwei Fehlgeburten. Und immer wieder diesen satt zu hören: ach mensch, du/ihr habt aber auch ein Pech oder warum sagt ihr es uns überhaupt und wartet nicht ab.

    Wir versuchen es jetzt schon wieder seit 8 Monaten aber irgendwie will das alles nicht so. Mein Zyklus macht aber auch was er will. Und wenn man dann ne große Familie hat wo alle gerade schwanger sind oder Kinder bekommen haben, übt das noch mehr Druck auf einen auf. Ich hoffe ihr könnt mich einigermaßen verstehen.
    Allerdings glaube ich nicht das wir es aushalten werden, es jemanden nicht zu sagen. Dafür sind mein Mann und ich zu aufgeregt wenn dann erstmal der zweite Strich drauf wäre.

    Wünsche euch nen schönes Wochenende

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    1. Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es bald klappt!
      Alles Gute für Euch!!!

      Eure Küstenmami

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  10. Wir sind jetzt erst in der 8.ssw und wir haben es bereits unseren Eltern, Geschwistern und den engsten beiden Freunden gesagt. Es ist einfach unbeschreiblich zu wissen dass ein neues Leben entsteht. Wir hoffen dass alles gut geht und sind zuversichtlich :)

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    1. Wie schön, das hört sich toll an! Ganz herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch!!!
      Eure Küstenmami

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  11. Sehr schön geschrieben! 😍 Ich hab es bei meinem dritten Kind schon sehr früh erzählt, meiner Familie schon in der 5. Ssw. Genau aus dem Grund, weil ich vor Freude überschäumte...und diese Freude teilen wollte!Eigentlich hab ich es nei allen meinen Kindern früh erzählt, ich war und bin so glücklich, das ich es einfach mitteilen musste! ♡ Auch jetzt möchte ich noch mein 4. Wunder ansteuern und hoffe, es klappt bald! Und auch dann werde ich es bestimmt schon vor der 12. Woche erzählen und hoffen, das alles gut geht und das Kleine gesund und munter zur Welt kommt! 😍 ❤ Liebe Grüße von Ulrike und alles Gute!

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    1. Dann drücke ich Euch die Daumen für Euer 4. Wunder - auf dass es sich bald bei Euch meldet ;)

      Viele liebe Grüße und auch Euch alles Gute
      Eure Küstenmami

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  12. Ich wollte es eigentlich auch nicht vor Ablauf der 12. Woche erzählen. Eigentlich. Doch die Freude überwog und in manchen Situation musste es einfach raus.
    Ich bereue das nicht. Ja, einige haben irritiert reagiert, dass ich es schon so früh preisgebe. Aber es gab mehr Leute, die sich einfach nur für uns gefreut haben.
    Ich hatte nie eine FG, musste aber ansonsten sehr lange warten, bis mein Wunsch sich erfüllt hat. Da ich zudem 37 bin, habe ich sehr viel Angst gehabt, dass der Traum schneller ausgeträumt ist, als mir lieb ist. Aber all die positiven Stimmen, die so unbeschwert waren, haben mir geholfen, nicht zu sehr in der Angst zu versinken und mich einfach nur zu freuen.
    Jetzt in Woche 14 bin ich sehr entspannt und mir sehr sicher, dass alles gut gehen wird. Und wenn nicht? Wie du schon schriebst: dann habe ich als Erinnerungen all die positiven Gefühle der letzten Wochen.

    Einen lieben Gruß,
    Zebrö

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    1. Vielen Dank für Deinen lieben und ausführlichen Kommentar, Zebrö, und alles Gute für die weitere Schwangerschaft! Und das es einfach mal raus muss - das kann ich gut nachvollziehen :) Geteilte Freude ist doppelte Freude!

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  13. Hallo,
    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber ich möchte noch einen anderen Gedanken mit reinbringen:
    Wir haben unseren Eltern in der 10. und allen anderen nach der 12. Woche davon erzählt. Vorrangig natürlich wegen dem Risiko. Aber wir empfanden es auch sehr schön, so ein wunderbares Geheimnis zu haben, und gemeinsam darüber zu freuen uns die Zukunft auszumalen und alleine mit dem Gedanken anzufreunden Eltern zu werden. Es ist ja etwas sehr besonderes - ein kleines großes Wunder.

    Des weiteren habe ich eine Freundin, von der ich auch erst im nachhinein erfahren habe, dass sie schwanger war. Ich fand das absolut in Ordnung und habe mich ihr dann als Gesprächspartnerin angeboten.

    Was ich sagen will: ich behalte das Geheimnis lieber erstmal für mich, bis das Risiko einer FG deutlich sinkt. Und suche mir im Falle des Falles jemanden zum Reden, als später jedem meine Geschichte erzählen zu müssen.

    Liebe Grüsse. :-)

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    1. Das kenne ich, dass es ganz wundervoll ist, ein kleines Geheimnis für sich zu behalten, dass sonst niemand weiß! Bei anderen Dingen mache ich das auch manchmal so - nur bei den Schwangerschaften war alles zu groß, zu überwältigend, zu schön und zu beängstigend zugleich, da brauchte ich gute Freundinnen zum Reden. Das hat mir gut getan, muss aber natürlich nicht für alle gelten... Wichtig ist mir nur, dass man es erzählen KANN, wenn man möchte, dass der Weg für alles frei ist, was einem in der Situation gut tut ;)

      Liebe Grüße vom Meer und alles Gute für Euch!
      Küstenmami

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  14. Ich gehöre zum Typ "möglichst lange geheim behalten". Während den ersten drei Monaten hatten mein Mann und ich das Geheimnis nur für uns, was für uns absolut richtig war. Wir hatten so genügend Zeit mit der neuen Situation und unseren Gefühlen klar zu kommen. Wir konnten alle wichtigen Dinge unter uns klären, bevor unser Umkreis uns alle möglichen Kinderfragen stellte bzw uns mit ihren Meinungen beinflussen konnte.
    Falls es die Situation erlaubt, würde ich wieder so lange wie möglich warten.

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    1. Das ist doch prima, dass Ihr das tun konntet, was für Euch richtig war! Genau so soll es sein :)

      Herzliche Grüße
      Eure Küstenmami

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  15. Vor einem Jahr haben wir unser erstes Krümelchen erwartet. Schon in der 10. Woche stand fest, dass es Komplikationen gibt und das Risiko groß ist, dass wir das Kind verlieren. Da wir aber natürlich weiterhin voller Hoffnung nach vorn geschaut haben, durfen viele Freunde von der Schwangerschaft schon erfahren, kurz danach dann mein Arbeitgeber und einige Kollegen.

    In der 15. Woche kam leider unser Sternenkind Mara zur Welt. Das war für uns ein großer Schock und sehr traurig. Da viele von der Schwangerschaft wussten, haben wir auch alle sehr offen über den Verlust informiert. Was uns wirklich geholfen hat, waren die vielen tollen Reaktionen unserer Familie, Freunde und Kollegen. Viele Postkarten, E-Mails und liebe Worte haben uns aufgebaut, und auch das Wissen, dass es vielen anderen ähnlich erging wie uns. Es war für uns die beste Entscheidung allen früh davon zu berichten.

    Im Januar diesen Jahres dann ein erneuter "Fehlversuch" und nun bin ich wieder schwanger (9. Woche). Wir haben es diesmal nur wenigen ausgewählten Freunden und der Familie erzählt. Sie freuen sich sehr mit uns und ich kann mir sicher sein, sollte es erneut schief gehen stehen uns diese "Mitwisser" auch zur Seite. Das ist beruhigend. Denn die Angst wird bleiben, mindestens bis zur 15. Woche ...

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    1. Vielen lieben Dank für den ausführlichen Kommentar und Eure Geschichte. Eure Verluste tun mir so leid! Eure Angst kann ich gut verstehen, und ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass diesmal alles gut geht!!

      Liebe Grüße und eine Umarmung
      die Küstenmami

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  16. Hallo!
    Ich befinde mich gerade in der 5.woche. Wir wollen warten bis wir den ersten FA Termin mitte September hinter uns haben. Es ist unser 3. Kind. Da die erste Ss eine Eileiterschwangerschaft war haben es alle erfahren, da ich notoperiert werden musste.(Eileiter geplatzt) als ich erneut schwanger wurde mussten wir sofort allen davon erzählen. Beim 2. Kind das selbe... 2 Striche und alle wurden informiert :-) Jetzt beim 3. Wollen wir zumindest den Herzschlag sehen bevor wir es verkünden. Allerdings könnte ich diese tolle Neuigkeit nicht bis zur 12.Woche geheim halten. Wir wissen nur noch nicht wann wir es den beiden großen mitteilen sollen. (7j und 10j)...
    Liebe Grüße Tanja
    PS.: Da ich jetzt 32j bin trau ich mich nicht vor dem ersten US. Meine Schwägerin hatte 2015 einen MA mit Ausschabung. Warscheinlich bremst mich das etwas...

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    1. Ja klar, schlechte Erfahrungen, vor allem in der unmittelbaren Umgebung wirken wie eine angezogene Handbremse, das kenne ich auch. Alles Gute für Eure neue Schwangerschaft und Euer drittes Kind!

      Herzliche Grüße
      Eure Küstenmami

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  17. Die erste Schwangerschaft verkündeten wir direkt nach dem Schwangerschaftstest. Die Freude war so riesig, dass wir es nicht für uns behalten konnten. Wir haben ein tolles Mädchen bekommen!
    Die zweite Schwangerschaft wurde auch direkt verkündet. Doch in der 11. Woche erfuhren wir beim 2. Kontrolltermin, dass das Herz nicht mehr schlägt. Das Herz, welches wir vier Wochen zuvor bereits hören durften...
    Vom Verlust habe ich noch am gleichen Tag Freunden und dem Arbeitgeber berichtet. Es war schwer es aussprechen zu müssen. Sich immer wieder selber bewusst zu machen, dass es einem passiert ist und man es nicht begreifen kann. Bis heute frage ich mich "warum?"...
    Kurz danach wagten wir den Versuch einer weiteren Schwangerschaft. Die Angst blieb vom positiven Test bis heute Wochen nach der Geburt unserer zweiten Tochter. Sie hat als zweiten Namen "Stella". Ein Stern, der uns vom Himmel geschickt wurde. Und auch bei ihrer Schwangerschaft haben wir sofort davon berichtet, obwohl wir schon den Verlust eines Kindes erleben mussten.
    Ich würde es immer wieder so machen.
    Warum?
    Ich habe drei Kinder auch wenn es nur zwei an der Hand sind. Jeder soll wissen, dass es unser Sternkind gibt. Es gehört zu uns und soll von keinem vergessen werden!
    Das Tabu über dieses Thema zu sprechen möchte ich brechen.
    Es gibt nämlich keinen richtigen Zeitpunkt eine Schwangerschaft zu verkünden.
    Mein grosser Bruder starb als Säugling mit drei Monaten und meine kleine Schwester als Säugling mit neun Monaten. Eine Gen-Krankheit!

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    1. Ach, es tut mir leid, dass Du Deine Geschwister so früh verloren hast! Ich finde auch, dass ein Tabu hier nur hinderlich ist. Man sollte darüber sprechen können, wenn man will und wenn es einem hilft; das ist ja auch das Ziel meines Artikels. Unser Küstensternchen soll auch nicht vergessen werden - wir werden es immer lieben...

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  18. Hi, mittlerweile würde ich auch nicht mehr von einer Schwangerschaft erzählen - obwohl ich die überschwengliche Freude jeder werdenden Mama nachvollziehen kann und sich eine SS unter gegebenen Umständen manchmal auch gar nicht verheimlichen lässt. Das sollte jede selbst entscheiden dürfen ...

    Der Beitrag von Christine vom 21.07. hätte auch von mir sein können: Ich habe nun fünf Fehlgeburten hinter mir und kein Kind, habe auch keine Lust mehr auf Bangen, Warten - sprich dem eigenen Psychoterror. Wir haben es auch immer gleich gesagt: Unsere Mitmenschen wissen auch nicht mehr was sie noch sagen sollen. Mit den "Tut mir leid"-Sätzen kann ich nicht umgehen - vor allem weil es nichts zu trösten gibt. Ich gehe damit sehr offen und positiv um. Die Fehlgeburten sind für mich die Auslese der Natur (alles Chromosomenanomalien) und ich bin der Natur überaus dankbar, dass sie für mich entschieden hat.
    Weiteren Schwangerschaften sehe ich gelassen entgegen: ich lebe weiter und warte ab was passiert. Ich kann es eh nicht ändern.
    Meinem Arbeitgeber habe ich nichts von den SS erzählt, nur dass ich an der Gebärmutter operiert werden müsse. Er hatte volles Verständnis.
    Mädels: Macht das, was ihr für richtig haltet und euch gut tut - genießt die Zeit: geteilte Freude ist doppelte Freude! :-)

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    1. Deinem letzten Satz kann ich voll zustimmen: Jede so wie sie mag und wie es gut tut! Und danke für Deine Geschichte - ich bewundere Deine Gelassenheit... die täte mir sicher auch gut, aber ich find's schwer, ruhig zu bleiben, wenn mein Herz so überquillt... Alles Gute für Dich!

      Liebe Grüße
      Küstenmami

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  19. Hallo ihr Lieben, es ist schön zu lesen wie Ihr von Euren Partnern und Familien unterstützt werdet. Ich bin/war abgesehen von ein paar treuen Freunden sehr alleine in den ersten drei Monaten mit meinen Neuigkeiten. Meine Eltern wissen es jetzt seit der 15. SSW und entfernteren Freunden erzähle ich es noch immer nicht. Der Vater von meiner Schwangerschaft und ich sind kein Paar. Und er hat gemacht was er wollte mit den Neuigkeiten ohne Rücksicht auf meine Wünsche. Ich hatte gute Gründe die Schwangerschaft jetzt zu wollen, aber im wesentlichen fühle ich seit sie begonnen hat nur negative Dinge. Die Hormone spielen mir scheinbar übel mit- ich bin/war aber auch sehr alleine mit allem. Vielleicht ist das Erzählen gut um diese Einsamkeit zu vermeiden (besonders in Fällen wie meinem).

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    1. Ja, Erzählen hilft auf jeden Fall, das kann ich nur unterstützen! Es tut mir leid, dass der Vater des Kindes nicht für Dich da ist, das ist gleich in mehrfacher Hinsicht schade. Das Hormonchaos kenne ich - aber glaub mir, es wird besser! Vielleicht findest Du ja auch ein offenes Ohr bei Deiner Hebamme oder in einer Gruppe für Schwangere; ich fand das immer eine gute Möglichkeit, auch mal von seinen Sorgen und Problemen zu berichten.

      Fühl Dich umarmt, wenn Du magst! Ich wünsche Dir alles, alles Gute!
      Deine Küstenmami

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  20. Huhu, ich bin 22 Jahre alt und bin mit meinem Freund seid 4 Jahren zusammen. Vor kuzem haben wir nun beschlossen das wir uns bereit dazu fühlen Eltern zu werden und haben uns gedacht wir versuche es nun einfach mal. Da ich Anfang August erst meine Pille abgesetzt hatte, habe ich mir gedacht das es so schnell auch nichts werden kann und es dauern kann bis es klappt um mir nicht zu viele Hoffnungen zu machen. Am Ende des Monats war ich also 4 Tage überfällig und da dachte ich mir, ok ich schaue einfach mal als dann das positiv Zeichen zum Vorschein kam, konnte ich es einfach nicht fassen ich war völlig aus dem Häuschen und musste gleich meine Schwester anrufen. Da sie schon 2 Kinder hat dachte ich sie wird schon wissen was zu tun ist. Meinem Freund habe ich erst spät Abend davon erzählt.. Er hat sich gefreut war aber gleichzeitig sehr schockiert das es doch beim ersten Mal gleich funktioniert hat !! Ich freue mich soo dolle das ich es am liebsten der ganzen Welt erzählen würde, aber die Angst ist einfache u groß davor das etwas passiert. Wie ich es hier mitbekommen habe kann es jedem und immer passieren.. Meinen Schwiegereltern wollen wir es nach dem ersten Termin beim FA erzählen wenn alles gut ist !! Der ist am 20.09 und ich kann es einfach nicht bis dahin abwarten weil ich so aufgeregt bin. Ich muss jeden Tag an das kleine Wunder denken was in mir heranwächst !! Es ist einfach ein tolles Gefühl! Ich habe auch Angst davor meinem Arbeitgeber davon zu erzählen weil ich erst vor 2 montane meinen Festvertrag unterschrieben habe.. Aber noch habe ich ja Zeit ;-) Ich bin jetzt in der 5ssw und habe einen sehr stressigen Job deshalb habe ich jeden Tag noch mehr Angst das dadurch etwa passieren kann und würde am liebsten erstmal garnicht zur arbeit gehen.. Ich finde es sehr schön das es einen so tollen Blog gibt wo man sich anvertrauen kann und darüber sprechen kann das hilft mir weiter :-) macht alle weiter so ich drücke die Daumen!!
    Liebe Grüße Herzilein

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    1. Danke, wir drücken DIR die Daumen! Das klingt alles echt toll - Wahnsinn, dass Du so schnell schwanger geworden bist, herzlichen Glückwunsch!!! Und danke für das liebe Kompliment an meinen Blog, da freue ich mich sehr...

      Wenn Dein Job sehr stressig ist und womöglich das Kind und Dich gefährdet, kannst Du den Frauenarzt bitten, dass er Dich krankschreibt bzw. ein (zeitweises) Beschäftigungsverbot erteilt. Geh da ggf. schon früher hin, wenn Du beunruhigt bist! Ansonsten gilt das Mutterschutzgesetz auch jetzt schon für Dich, d.h. es gibt Grenzen für Arbeitszeiten und Schutz vor Belastungen etc. Schau Dir das gerne mal an, das ist zum Schutz und für Dich und Dein Baby gedacht!

      Viele liebe Grüße und alles Gute
      Deine Küstenmami

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  21. Mein Freund und ich hatten entschieden, die damalige Schwangerschaft erst nach drei Monaten zu verraten. In der zehnten Woche hatte ich dann eine Missed Abortion, sodass sich das Erzählen erübrigte.

    Tatsächlich erzählen wir es vor allem deswegen nicht, weil wir keine Lust auf Fragen wie "und, wann wollt ihr es wieder versuchen?!", "na, bist du vielleicht wieder schwanger" hatten. Wir wollen das Thema ganz entspannt angehen ohne neugierige Fragen seitens anderer, die ich als eher störend empfinde. Aber das ist ja alles sehr subjektiv und tatsächlich eine individuelle Entscheidung :-). Eventuell bin ich gerade wieder schwanger. Getestet wird demnächst und dann beginnt das erneute Warten.

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    1. Dann wünsche ich Euch alles Gute für die neue Schwangerschaft!

      Liebe Grüße an Euch als werdende Familie
      Eure Küstenmami

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  22. Wir gehören zum Typ: sobald der Arzt es bestätigt hat, wird es mitgeteilt.
    Wir hatten mehrere Schicksalsschläge erleiden müssen. Trotzdem hat das unsere Freude nicht getrübt und zum Schluss hat es dann doch geklappt.

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    1. Oh, wie schön, das freut mich sehr für Euch! Toll, dass Ihr den Mut nicht verloren habt!

      Alles Liebe
      Eure Küstenmami

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  23. Huhu,
    wir haben es auch ab dem Tag wo wir es wussten in der 6ssw der Familie erzählt und engsten Freunden. Da es das erste ist und wir schon über 1Jahr probiert haben, war die Freude einfach zu gro0. Auch meiner Chefin habe ich es in der 7ssw mitgeteilt, da ich Erzieherin bin und ab dem Tag nicht mehr in der Kita eingesetzt werden darf, wegen der Infektionsgefahr und der psychischen Belatung. Ich wollte einfach kein Risiko eingehen und habe jetzt einen schwangerengerechten Büroarbeitsplatz neben der Chefin ;) Für mich war es bisher der richtige Weg.

    Liebe Grüße
    Theresa und das 12 Wochen alte Runzelfüßchen

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    1. Liebe Theresa,

      na klar, manchmal muss man es auch einfach erzählen, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen und keine unnötigen Risiken einzugehen! Aber schön, dass das für Euch der richtige Weg ist - alles Gute und eine tolle Kugelzeit!

      Herzlich,

      Küstenmami

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  24. Hallo,
    ich hatte vor ca. 6 Wochen eine Fehlgeburt.
    Wir hatten es direkt in der 5. Woche, nachdem wir es erfahren haben, unseren Eltern und engsten Freunden erzählt. Die Gründe waren genau die, die du angeführt hast.. wir wollten, dass sie sich mit uns freuen können. Und ich wusste, ich stoße dort auf ein offenes Ohr und Unterstützung, falls etwas passieren sollte..
    Wir wollten den FA-Termin in der 7. Woche abwarten und danach habe ich es in der Arbeit erzählt, da ich normalerweise einmal alle 2 Wochen bis 22 Uhr arbeiten muss - das ging ja nun nach MuSchG nicht mehr. Außerdem fand ich es fair für meine Vorgesetzte, damit planen zu können. Allerdings wusste es nur unsere Personalabteilung, meine Vorgesetzte und meine zwei liebsten Kolleginnen.
    Drei Tage später (in der 8. Woche) verlor ich unsere Erbse.

    In meiner Firma und auch im privaten Umfeld wurde mir sehr viel Verständnis entgegengebracht, das tat wirklich gut. Natürlich haben einige Leute mit (aus meiner Sicht) blöden Kommentare reagiert, aber das gehört wohl dazu. Ich gehe relativ offen mit der FG um, auch wenn ich es nicht jedem auf die Nase binde.

    Für die nächste SS haben wir uns vorgenommen, es erst mal für uns zu behalten oder vielleicht nur unsere Eltern zu informieren. Ich kann gar nicht sagen warum, aber vermutlich ist einfach die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt so groß, dass ich diese eigtl freudige Neuigkeit nur mit ganz engen Vertrauten teilen möchte, auch zum Schutz meiner selbst..

    Viele Grüße,
    Johanna

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    1. Liebe Johanna,

      es tut mir so leid, dass Ihr Eure Erbse verloren habt! Für Deinen Wunsch nach Schutz hast Du mein vollstes Verständnis. Mach einfach das, was Dir gut tut - und ich wünsche Dir nur das Beste für die Zukunft und eine erneute Schwangerschaft!

      Herzliche Grüße
      Deine Küstenmami

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  25. Liebe Küstenmami,
    ich hatte im April eine Eileiterschwangerschaft. Davor wusste ich zwar nichts von der Schwangerschaft, habe von der OP aber Familie und Freunden erzählt. Mir hat es gut getan, nicht mit allem allein zu sein. Jetzt bin ich wieder schwanger. In der 7. Woche. Meinen Arbeitgeber musste ich so früh schon informieren da ich ein sofortiges Arbeitsverbot ausgesprochen bekam. Klar kann viel schief gehen und die Angst ist nach einem bereits erlebten Verlust noch größer aber ich denke positiv und lasse einfach keinen anderen Gedanken zu als dass es gut geht. Nachdem ich es bei der Arbeit sagen musste, habe ich Freunde & Familie auch eingeweiht und die erwarteten skeptischen Reaktionen erhalten. Ich muss für mich aber sagen, dass es unglaublich viel Spannung raus nimmt, wenn man nichts verbergen muss. Ginge auch schlecht, da ich per sofort zuhause bin... Ich weiß, dieses Mal geht alles gut!

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    1. Wie schön, dass Du so positiv denkst! Und ich finde, Du bringst einen ganz wichtigen Aspekt zur Sprache: Dass Verheimlichen ganz schön anstrengend sein kann und Reden eine unglaubliche Erleichterung.

      Alles, alles Gute für die neue Schwangerschaft und viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  26. Ich habe vorgestern erfahren das ich in der 5ten woche bin und es sofort allen erzählt.....
    Wenn ich es für mich behalte wäre es so als ob ich den schlimmen fall die tür öffne denn so kann ich getade die etste zeit vorsichtiger sein und aufpassen ohne blöd angeschaut zu werden.
    Und wenn ich daran denke alles wird gut gehe ich mit positiven gefühlen dran und somit sinkt die Wahrscheinlichkeit weil ich stressfreier bin.


    Ich steh zu 100% hinter diesem text und danke für die ofgenen worte

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    1. Sehr gerne! Und herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft, ich freue mich sehr für Dich!!! Stressfrei klingt schon mal gut - ich wünsche Dir eine wunderschöne Kugelzeit.

      Alles Liebe
      Küstenmami

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    2. Hallo, der schlimme fall ist leider eingetreten, die 9te woche kam dann die diagnose. Aber für mich ist es dennoch ok gewesen, ja die leute wussten nicht wie sie mit mir umgehen können aber ich hatte die möglichkeit mich zurückzuziehen und die sache zu bewältigen.....mein arbeitgeber war super und hat mir auch viel zeit gelassen...langsam aber sicher merke ich wie sich auch meine phsyche vom würmchen verabschiedet.

      Alles den es auch so geht wenn sie dies lesen....lasst das verabschieden zu nur dann könnt ihr wieder von sauber von vorne anfangen.

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    3. Ach, Du Liebe, das tut mir so leid! Danke, dass Du hier nochmal schreibst. Ich wünsche Dir, dass Du in Deinem eigenen Tempo loslassen kannst und drücke Euch die Daumen für einen Neuanfang.

      Viel Kraft und ganz liebe Grüße
      Deine Küstenmami

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  27. Hallo,

    Ich habe alle eure Kommentare gelesen und kann euch allen zustimmen. Jeder muss für sich selbst entscheiden,wie ihr damit umgeht und ob ihr euch gut dabei fühlt!

    Bevor unsere Tochter zur Welt kam,hatte ich eine Eileiter schwangerschaft (das Ei war geplatzt,aber ich hatte Glück, dass alles gut ging). 4 Jahre danach kam unsere süße zur Welt. Nach 2 Jahren entschieden wir uns es erneut zu versuchen. Leider zwei Fehlgeburten.. Trotzdem mussten wir es unseren engsten Freunden und Eltern erzählen. Die Freude war einfach zu groß. Aber es kamen auch keine blöden Kommentare,sondern nur Verständnis.
    Jetzt bin ich wieder schwanger,aber die Euphorie jemanden davon zu erzählen ist nicht mehr da. Ich warte jetzt den FA Termin ab,um ein bisschen Gewissheit zu haben.

    Alles liebe

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    1. Ach, da drücke ich Euch ganz fest die Daumen! Dass die Euphorie fehlt, kann ich gut verstehen, ich glaube, ich hätte bei einer erneuten Schwangerschaft auch erstmal große Angst.

      Alles Gute für Euch!!!
      Eure Küstenmami

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  28. Ich finde die 3 Monats Frist mehr als sinnvoll und würde keinem vorher was sagen. Es kann immer was passieren, ja. Statistisch sind die ersten drei Monate nun einmal aber die häufigsten Wochen, in denen etwas passiert. Aber ja, muss jeder selbst wissen.

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    1. Na klar, jede und jeder muss das selbst entscheiden! Wenn die Drei-Monats-Frist für Dich eine gute Sache ist, dann ist das doch gut, wenn man es erzählen möchte, ebenso.

      Viele liebe Grüße und eine gute Woche
      Küstenmami

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  29. Liebe Küstenmami,
    Ich habe bereits beim ersten Ultraschall erfahren, dass sich der Embryo wahrscheinlich nicht weiter entwickelt. Es folgte eine lange Zeit des Bangens und schließlich die Ausschabung vor ein paar Tagen (vor der ich große Angst hatte). Außer meinem Mann hatte und habe ich niemanden zum reden. Meine beste Freundin steht kurz vor der Entbindung und da wollte ich nicht, dass sie sich schlecht fühlt oder sich nicht traut sich in meiner Gegenwart zu freuen. Unsere Eltern wollten wir auch nicht damit belasten. Dass man dann damit alleine fertig werden muss ist aber nicht schön und auch Weihnachten war schlimm für mich. Ich weiß noch nicht, wann und ob ich es jemandem anvertraue. Wenn ich das nächste Mal schwanger werde, werde ich aber zumindest meine beste Freundin von Anfang an einweihen. Selbst wenn es wieder ein Sternenkind würde, weiß ich, dass ich sie zum reden brauche.

    LG
    Sternenmami

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    1. Liebe Sternenmami,

      es tut mir so leid, dass Du gerade bei Deinem ersten Ultraschall-Termin so eine schlechte Nachricht bekamst und Ihr Euer Kind so früh verloren habt! Mit niemandem reden zu können ist hart - ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass sich doch noch eine liebe Person findet. Ich weiß ja nicht, ob das etwas für Dich ist, aber es gibt übrigens auch Trauergruppen und Gesprächsrunden für Sterneneltern, eben damit man nicht mit seinem Schiksal allein ist. Ich habe über diese Unterstützungsangebote auch mal einen Post geschrieben, wenn Du magst, schau mal rein: http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/2016/06/unterstutzung-fur-eltern-von.html

      Ganz liebe Grüße und fühl Dich gedrückt, wenn Du magst,
      Küstenmami

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  30. Hallo Küstenmami, nichts kann ich gerade mehr nachempfinden als deine Worte!
    Wir mussten am 30.12.16 unser Baby in der 10.ssw hergeben. Kurz davor zu Weihnachten haben wir es allen erzählt. Mein Chef wusste es bereits eher, da ich in der Psychiatrie arbeite und durch meinen Blutdruck eine Risikoschwangere darstellte.
    Für meinen Mann und movk war das völlig ok es eher zu sagen! Bei vielen unseren Freunden ging es auch gut, trotz eheren Sagen! Nur wir hatten halt kein Glück!
    Ich würde es, wenn es hoffentlich bald wieder klappt auch sofort meine Mama und Freundin sagen. Einfach um meine Ängste und Sorgen zu teilen.. mein Mann meint auch, ich sollte es das nächste mal auch sofort meinen Chef sagen. Da bin ich mir nur unsicher... wenn sie für mich eine Vertretung suchen und es dann doch wieder schief geht :-(
    Es ist so eine traurige Situation! Daher danke ich dir sehr für deinen Artikel und hoffe sehr euer Küstenbaby hat den Weg zu euch gefunden!
    Vielen Dank
    Jana

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    1. Danke für Deine lieben Worte und Deine Geschichte, Jana! Es tut mir so leid, dass Ihr auch Euer kleines Baby verloren habt. Ich hoffe ganz fest, dass es beim nächsten Mal klappt - vielleicht haben wir ja dann das große Glück und sind zusammen schwanger!

      Alles Liebe
      Deine Küstenmami

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  31. Hallo, ich mußte vor zwei Wochen mein drittes Baby gehen lassen. Es tut unausprechlich weh. Wir haben von der Schwangerschaft nur den engsten Freunden und der Familie erzählt. Keiner hat damit gerechnet, dass es schief geht, da die Schwangerschaft zuvor gut verlief und ich dachte "Der Bann ist gebrochen." Ich finde es ziemlich schwer zu entscheiden, wem man von der SS erzählt. Denn wir haben extrem schlechte Erfahrungen nach den ersten zwei Fehlgeburten gehabt. Ich habe auf der Arbeit nie was von den Schwangerschaften erzählt. Mein Mann schon... und er wurde gemobbt. Nach dem Motto "Der kriegts nicht hin.". Aber auch ich habe von Freundinnen und Bekannten viele dämliche Kommentare anhören müssen, die alles nur noch schlimmer gemacht haben. Um mich gekümmert hat sich in der Trauerzeit eigentlich niemand (außer mein Mann natürlich). Auch jetzt ist es wieder so, dass ich nach der Fehlgeburt rum laufe wie Falschgeld. Eigentlich ist es nicht zu übersehen, dass es mir nicht gut geht.
    Ich wünsche allen Glück, dass sich die Kinderwünsche erfüllen.
    Viele Grüße

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    1. Oh nein, das tut mir so leid!! Ich kenne es, dass man sich sicher fühlt, und dann... Besonders furchtbar finde ich, sich solch schreckliche Dinge anhören zu müssen; eigentlich braucht man doch dann besonders Trost und Geborgenheit.

      Lass Dich umarmen, wenn Du magst, ich fühle mit Euch!

      Alles Liebe und viele Grüße vom Meer
      Küstenmami

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  32. Hallo Küstenmami,

    auch wir haben bis zur 12.Woche gewartet, bis wir unseren Familien von der Schwangerschaft erzählt haben.
    Auf der Arbeit habe ich es schon in der 8.Woche erzählt, da ich einen körperlich sehr anstrengenden Job habe.
    Wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass auch bis zur 12.Schwangerschaftswoche alles ohne Komplikationen verlief.
    In der 23.Schwangerschaftswoche kamen unsere beiden Zwillinge dann zur Welt.
    Ein Junge und ein Mädchen.
    Eine Ursache konnte nicht gefunden werden.
    Uns hat es sehr geholfen, dass alle Bescheid wussten und uns zur Seite gestanden haben.
    Wir sprechen auch offen mit allen darüber, auch mit unseren Arbeitskollegen.
    Falls wir das Glück haben wieder schwanger zu werden würde ich sogar früher als beim ersten Mal davon erzählen, auch wenn das Risiko einer Fehlgeburt in den ersten Wochen am höchsten ist.
    Ohne Unterstützung von meinen Freunden hätte ich es nicht geschafft und würde ich es auch nicht schaffen mit der Trauer zurechtzukommen.
    Unsere Angst vor einer erneuten Fehlgeburt ist groß, grade weil bei uns keine Ursache gefunden wurde warum sich unsere Sterne so früh auf den Weg gemacht haben.
    Ich würde es alleine deshalb sehr früh erzählen, damit ich in der Zeit des Bangens nicht alleine bin.

    Liebe Grüße
    Eva


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  33. Hallo liebe Küstenmami,
    vielen Dank für deine Geschichte, sie hat mich sehr berührt. Uns ist es im letzten Frühjahr bzw Sommer auch so ergangen. Nach drei Jahren langen Wartens war ich endlich schwanger. Zugegeben, rückblickend hätte ich ahnen müssen, dass mit dieser Schwangerschaft etwas nicht in Ordnung ist, aber die Freude und Hoffnung auf das neue Leben war größer als jeder Zweifel.
    Ich bin ein sehr offener Mensch. Lange Zeit hab ich mich damit oft unwohl gefühlt da ich auch schon oft damit auf die Sch..... gefallen bin. Doch mittlerweile habe ich mich so akzeptiert. Ich bin so und so soll es wohl sein! Und siehe da,Kritik an meiner Art verschwand und Lob und Anerkennung kam ans Licht.
    Wir sagten es einigen Personen in unserem Umfeld. Nicht aber unseren Eltern,dafür brauchte mein Mann einen besonderen Rahmen. Als dann endlich der Tag vor der Tür stand hatte ich unser Baby zwei Tage zuvor verloren. Ich werde diese Zeit nie vergessen. Wir konnten und wollten das Treffen mit unseren Eltern nicht absagen. Eine Fassade konnten wir ebenfalls nicht aufrichten. So erzählten wir ihnen von der Fehlgeburt. Das Mitgefühl und die Anteilnahme war ein großes Geschenk. Sie sahen uns nun mit viel offeneren Augen und dankten uns mit ihren eigenen Erfahrungen, denn auch sie haben sie machen müssen. Mein Mann erfuhr Dinge aus dem Leben seiner Mutter, die ihn ihr näher gebracht haben.
    Auch nahezu alle anderen Personen haben so reagiert, dass es für mich immer hilfreich, tröstend und einfach gut war mit dem Verlust umgehen zu können. Es hat mich vielen Menschen näher gebracht.
    Am Anfang der Schwangerschaft habe ich mich manchmal für meine Offenheit gerechtfertigt mit den Worten: Wenn ich mich erst freuen darf,wenn nichts mehr passieren kann, dann darf ich mich nie freuen. Und genau darum geht es,wie du ja auch schreibst. Um die Freude. Lassen wir den Faktor Zeit mal außen vor ist es nicht relevant wie lange ein Leben dauert. Ob nun elf Wochen oder achtzig Jahre. Wichtig ist nur wieviel wir von dem Glück gespürt und wieviel Freude wir zugelassen und geteilt haben.
    Mir hat die empfundene Freude auch geholfen mein Kind gehen zu lassen,denn wir haben sein kurzes Leben mit dem Maximum an Liebe,Glück und Freude gefüllt und das wird es gespürt haben.

    Heute bin ich wieder schwanger. Und wir haben es wieder so gemacht. Und noch mehr, unseren Eltern haben wir es ganz früh erzählt, damit sie sich ganz früh mit uns freuen können.
    Dies ist meine dritte Schwangerschaft, eine Risiko Schwangerschaft.
    Meine Tochter wird im März sechzehn. Sie ist ein wundervoller und offener Mensch. Ich hoffe,dass sie mir früh von meinem ersten Enkel erzählen wird (in frühestens sechs,sieben Jahren:-))
    Alles Liebe,Anne

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    1. Danke, danke, danke, liebe Anne, für Deine Geschichte und Deine wunderbaren Worte. Du hast völlig recht: Wenn man sich nirgends freuen darf, wo noch ein (Rest-)Risiko besteht - wann darf man sich dann überhaupt freuen?

      Und Du gibst mir Hoffnung: Vielleicht dürfen wir ja auch noch auf eine weitere Schwangerschaft, ein weiteres Kind hoffen?

      Viele liebe Grüße und alles Gute für Euch
      Deine Küstenmami

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  34. Das ganze ist nun 2 Jahre her. Momentan warte ich wieder um einen Test machen zu können. Wir sind aufgeregt und können es kaum abwarten. Unsern Engel werden wir trotzdem nicht vergessen und das was du geschrieben hast kann ich so gut nachempfinden <3 fühl dich gedrückt und ich wünsche euch alles erdenklich gute.

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    1. Dann drücke ich Euch ganz fest die Daumen!!! Lieben Dank für Deine schönen Zeilen <3

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  35. Ich habe mich durch alle Kommentare gelesen und es war extrem berührend. Was trotz allem schön ist, ist, dass man bei so ziemlich Jedem das Gefühl hat, dass er für sich die richtige Entscheidung getroffen hat. Und es ist gut und richtig, was du sagst: dass es neben der üblichen 3-Monats-Regel auch früher möglich sein muss, seine Freude kundtun zu können - damit es jeder so machen kann, wie es ihm gut tut.

    Wir haben unser erstes Kind auch früh verloren - wenige Tage bevor meine Schwester ihre Tochter bekommen hat. Wenige Tage vor meinem Geburtstag. Wir hatten niemandem davon erzählt (außer in der Arbei, wo ich dazu verpflichtet bin wegen Umgang mit Chemikalien). Es war sehr schwer, die übernordende Freude zurückzuhalten, aber es war in der Situation gut so.

    Meine 2. Schwangerschaft war von Anfang an problematisch und es war schnell klar, dass wir sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder verlieren würden. Wir haben (bis auf die Arbeit natürlich) bis weit ins 5. Monat gewartet. Ich hatte einfach nicht das Bedürfnis, meine wunde Seele für die gefühllosen Menschen in meiner Umgebung zu öffnen. Und jetzt? Jetzt liegt der kleine Kerl 5 Wochen alt mit Bauchweh in meinem Arm. Wir sind überglücklich und es war wieder gut so, wie wir es gemacht haben.

    Aber genau wie wenn man es "zu früh" sagt, kam uns auch sehr viel Unverständnis entgegen, weil wir es "so spät" erzählt hatten. Dabei ist es doch unsere Sache und es sollte uns erlaubt sein, es genau dann zu erzählen, wann wir wollen und nicht genau nach 12 Wochen und keinen Tag früher oder später...

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    1. Oh, wie schön, dass Ihr es "geschafft" habt und Euer Wunder jetzt glücklich im Arm halten könnt! Ich gratuliere Euch ganz herzlich!!!

      Und ja, der Ansicht bin ich auch: Jede und jeder sollte es so erzählen können, wie es für sie oder ihn persönlich passt und richtig ist, ohne irgendwelche Fristen und Vorbehalte.

      Alles Gute für Euch und viele liebe Grüße!
      Eure Küstenmami

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  36. Liebe Küstenmami,
    Ich weiß genau was du meinst und bin selber hin und her gerissen, wann ich bei einer nächsten Ssw davon erzählen soll.
    Letztes Jahr im Oktober habe ich endlich positiv getestet und natürlich war die freude von meinem Mann und mir groß und haben unser kleines Geheimnis genossen.
    Allerdings gingen ab der 6 ssw immer wieder kleine Blutungen los und mir wurde mitgeteilt es sei alles etwas zu klein 😕 so gingen fast vier Wochen mit bangen einher, haben die Hoffnung nie aufgegeben, hatten sogar für kurze Zeit einen Herzschlag... Drei Tage vor Weihnachten müssten wir dann erfahren, dass unser kleiner Krümel nicht mehr gewachsen ist und keinen Herzschlag hat.
    Ich hatte eine wunderbare Hebamme, die mich bei meinem Weg zur natürlichen Fehlgeburt unterstützt hat.
    Meiner besten Freundin hatte ich von meinen Ängsten schon vorher erzählt und auch sie war für mich da, sowie mein Ängste Arbeitskollege (ja, ein Mann und er hat mich prima in dieser Zeit unterstützt, er hat diese Erfahrung aber auch selbst schon machen müssen)
    Unseren Eltern haben wir es (noch) nicht erzählt, da ich mit deren Mitleid /Trauer nicht umgehen könnte.
    Bei Bedarf spreche ich aber offen mit anderen darüber und wenn ich wieder ss bin möchte ich aber dann auch von unserem Verlust erzählen.

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    1. Du Liebe, vielen Dank, dass Du hier Deine Geschichte erzählst! Und wie gut, dass Du eine Hebamme hattest, die Dich so unterstützt hat.

      Dennoch tut mir Euer Verlust sehr leid, und ich drücke fest die Daumen, dass beim nächsten Mal alles gut geht. Horch einfach in Dich hinein, und wenn Du etwas erzählen möchtest, ist das gut, wenn nicht, dann einfach nicht. Alles kann, nichts muss!

      Alles Liebe für Euch
      Küstenmami

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  37. Ich habe auch so ein früh verlorenes Sternengeschwisterchen... meine Eltern haben uns älteren Geschwistern (und damit vermutlich auch dem Rest der Familie, denn sie mussten schliesslich davon ausgehen, dass wir - höchstens 10,8 und 4 Jahre alt - uns früher oder später verplappern würden) meiner damals auch sehr bald, d.h. vor der 12. Woche erzählt, dass Mama wieder schwanger sei. So konnten sie uns später gewiss leichter erklären, warum sie traurig sind (ich kann mir vorstellen, dass es nahezu unmöglich ist, das vor den eigenen Kindern zu verbergen), was uns möglicherweise Verwirrung über den Gemütszustand unserer Eltern erspart hat.

    Ausserdem haben wir so von klein auf gelernt, eine Fehlgeburt als etwas ganz natürliches anzusehen (später habe ich erfahren, dass es im weiteren Familienkreis noch weitere gegeben hat) und keine Hemmungen zu haben, mit Vertrauten darüber zu sprechen.

    In sofern kann ich als Grund 4 anführen: Um Geschwisterkindern einen Umgang mit dem Thema ohne Tabuisierung beizubringen.

    Liebe Grüsse,
    Kathi Keinstein

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    1. Danke, Du Liebe! Ich finde auch, dass das ein wahrhaft guter Grund ist, denn gerade kleine Kinder sind ja so aufmerksam und bekommen alles mit. Dann ist es gut, wenn sie auch einbezogen werden, das machen wir hier genauso <3

      Ganz liebe Grüße
      Küstenmami

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  38. Hallo liebe Küstenmami
    Ich bin gerade erst auf deine Seite aufmerksam geworden...
    Auch ich hatte im letzten Sommer in der 10. Woche eine Fehlgeburt. Eine wirklich schmerzhafte Erfahrung. Nun bin ich wieder in der 10. Woche und hangel mich von einer Panikattacke zur nächsten. Ich hatte bei der Fehlgeburt keine Blutung, Nur an zwei Tagen ziemliche Schmerzen. Als ich dann endlich zum Arzt konnte, war kein Herzschlag mehr da. Da es nicht von alleine abbluten wollte musste dann auch noch eine Ausschabung gemacht werden... Weil es bis dahin keiner wusste, weil ja die 12 Wochen noch nicht um waren, fühlte ich mich sehr einsam.
    Diesmal wissen unsere Eltern und Geschwister schon Bescheid. Wobei ich sagen muss, das es das Gefühl nicht besser macht. Diese Angst, diese Panik es könnte wieder passieren ist im Moment einfach lähmend. Am liebsten würde ich bei jedem ziehenden Schmerz sofort zum Arzt rennen. Aber ich soll mich zusammen reißen. Das Geschehene vergessen. Gar nicht so einfach.
    Ich denke es ist nicht ausschlaggebend wann man es sagt, sondern wem. Von wem erhofft man sich am meisten Halt wenn es doch (wieder) schief geht und dann den Kreis der Wissenden langsam erweitern. So machen wir es jetzt. Ob es richtig ist?
    Ich drücke alle die dieses schwere Schicksal teilen müssen und wünsche uns allen einen positiven neuen "Versuch"

    Liebe Grüße aus Ostfriesland

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    1. Ach, ich kann Deine Angst und Deine Befürchtungen so gut verstehen; ich glaube, das ist völlig normal, wenn man so einen Verlust erfahren musste! Gut, dass Du jetzt vertraute Personen in Deinem Umfeld hast, mit denen Du darüber sprechen kannst. Mir hat das Reden auch sehr geholfen. Und geh' ruhig zum Arzt, wenn Du Schmerzen oder Angst hast, dafür ist er da.

      Ich drücke Euch fest die Daumen, dass Ihr Euer Wunder im Herbst gesund und munter im Arm halten könnt und wünsche Euch alles Gute!

      Ganz liebe Grüße
      Eure Küstenmami

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  39. Liebe Küstenmami,
    gerade bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und er spricht mir einfach aus der Seele.
    Mein Mann und ich wünschen uns schon seit Längerem ein Baby. Es war aber immer mehr so ein "wenn es passiert, dann passiert es". Seit Dezember steht aber der endgültige Plan, dass jetzt endlich Zeit für Nachwuchs ist. Ich war schon öfter mal ein paar Tage drüber, aber Ende Januar waren es schon vier Tage und ich wollte vorsorglich einen Test machen. Alles noch ohne große Hoffnung, war nicht das erste Mal. Als ich dann aber den zweiten Strich gesehen habe, war es einfach nur überwältigend. Ich war überglücklich, habe gezittert und mich übermäßig gefreut. Schon lange hab ich mir überlegt, wie und wann ich es wem sage. Aber die Aufregung war zu groß, um es ganz für mich zu behalten. Also hab ich sofort meiner besten Freundin geschrieben, die bei einer Nachricht um 5.15 Uhr gleich wusste, was Sache war. Der werdende Papa hat dann abends mit einer etwas größeren Überraschung davon erfahren. Es war unglaublich schön.
    Da ich in einer Kita arbeite war für mich von Anfang an klar, dass ein Beschäftigungsverbot anstehen könnte und ich es auch direkt sagen muss. Montags hatte ich den Test gemacht, donnerstags hatte ich einen Termin beim Arzt. Bis dahin sollte es bei der Arbeit mal noch keiner erfahren. Er der Ultraschall beim Arzt hat die Sache noch viel realer für mich gemacht. Freitags hab ich es dann auch meiner Chefin erzählt, und im Anschluss meinem Team. Denn es würde ja eh auffallen, wenn ich nicht mehr kommen darf. Es war eine gute Entscheidung, es zu erzählen, denn die Freude war übermäßig. Und dieses positive Gefühl war überwältigend. Am gleichen Wochenende haben wir es auch direkt unseren Eltern erzählt. Zum einen, weil es meinem Vater gesundheitlich nicht so gut geht, aber auch, weil auch wenn etwas während der Schwangerschaft passiert, sie davon erfahren werden.
    Genau das war auch der Grund, warum ich es direkt dem engsten Freundeskreis erzählen wollte. Wenn etwas passiert, dann werden sie auch das mitbekommen.
    Ich war in der 6 SSW, wir wussten gerade mal zehn Tage Bescheid, als ich Blutungen und starke Schmerzen bekam. Für mich schon ein sehr schlechtes Zeichen. Abends noch ins Krankenhaus, am nächsten Tag zum Frauenarzt. Mit der traurigen Gewissheit, dass unser kleines Wunder nicht mehr da ist. Es hat mir fast das Herz gebrochen, ich war unendlich traurig. Vor allem wusste ich nicht, wie ich wieder zurück zur Arbeit sollte. Nicht, weil meine Kollegen Bescheid wussten, sondern weil ich so viele Kinder um mich hätte, und der Anblick von allem, was mit Kindern zu tun hatte, in den ersten Tagen zu unglaublich weh getan hat.

    Aber nach den ersten Tagen, mit viel Ruhe und nach und nach auch mehr Gesprächen darüber, wurde es besser. Ich hab kein Problem damit, darüber zu reden. Die Aussage "beim nächsten Mal klappt's bestimmt" hat mich nur immer etwas verärgert. Natürlich glaube ich daran, dass es klappen wird. Aber trotzdem ist das, was da war, jetzt weg. Und so langsam kommt es mir vor, als ob die eine Woche Freude und Glück nur ein Traum waren.

    Liebe Küstenmami, vielen Dank für deine ehrlichen Worte!

    Liebe Grüße aus Stuttgart,
    Jenny

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    1. Liebe Jenny, ach, das tut mir so leid!! Ja, und die zwar gut gemeinten, aber meist etwas "blöden" Sprüche kenne ich auch. Fühl Dich gedrückt, wenn Du magst, ich wünsche Euch viel Kraft! Ganz herzlichen Dank für Deine lieben Worte und Deinen ausführlichen Kommentar!

      Alles Liebe
      Deine Küstenmami

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  40. Ich habe vor der Geburt meiner ersten Tochter 1980 eine Fehlgeburt in der 11 Woche gehabt. Damals dachte ich, ich bin alleine auf der Welt und ich war dann sehr erstaunt im Krankenhaus auf weitere Schwangere zu treffen, die das gleiche durchleben mussten. Jetzt hat meine Tochter leider auch eine Fehlgeburt gehabt und jetzt bin ich erstaunt, dass es immer noch so ist, das viele Frauen einfach nicht davon erzählen, so als ob es ein Makel wäre. Sie berichtet mir davon, dass ihre Freundinnen auch schon Fehlgeburten hatten, aber erst jetzt, wo es ihr passiert ist, darüber reden. Ich dachte, es hätte sich in den letzten Jahrzehnten etwas verändert. Schade, ich fände es schön, wenn man auch im Kummer Beistand finden könnte.

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    1. Das ist genau mein Punkt! Ich finde auch, dass das Thema endlich mal raus aus der Tabu-Ecke sollte, einfach, weil es so viele Frauen betrifft. Das ist definitiv einer der Gründe, wenn auch nicht der einzige Grund, weshalb ich darüber schreibe.

      Und es tut mir sehr leid, für Deinen Verlust damals und für den Deiner Tochter jetzt!! Fühlt Euch gedrückt, wenn Ihr mögt <3

      Viele liebe Grüße
      Eure Küstenmami

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  41. Hallo zusammen,
    alles hier Gelesene kann ich gut verstehen. Ich habe in all' meinen Schwangerschaften anders entschieden. Aufgrund von schwerer Hyperemesis, an der meine ganze Familie teilnahm u d sich sorgte, haben wir es beim zweiten Kind sofort erzählt, da wir wussten, so lange wie die erste SS (da haben wir es in der 11. SSW gesagt) würden wir es sowieso nicht geheim halten können. Ebenso haben wir es in den darauf folgenden Schwangerschaften gehalten, die in der 11. bzw. 14 SSW in einer Fehlgeburt endeten. Besonders beim ersten Mal risss uns dies den Boden unter den Füßen weg. Beim nächsten Versuch dann merkten wir, wie das Verständnis im Familien- und Freundekreis fehlte, sich "so etwas noch einmal anzutun". Auch wenn aus ihnen die Sorge sprach, war es doch schwer zu ertragen. Nun bin ich wieder schwanger, für einen Versuch haben wir uns gesagt, haben wir noch die Kraft. Nun bin ich in der 14. SSW U s bis jetzt ist alles gut. Dieses Mal haben wir es nur meinen Eltern, meinen direkten Kollegen und einer Freundin erzählt, weil ich aufgrund der Übelkeit wieder viel Hilfe brauchen und die oft krank bin. Alle anderen sollen es dieses Mal erst erfahren, wenn wir es nicht mehr verbergen können, da wir die besorgten Blicke, die Ratschläge, auch die Zurechtweisungen kein weiteres Mal ertragen können. Das macht die Vorfreude nicht wirklich leicht, was sehr schade ist, aber wir möchten es dieses Mal einfach mit uns selbst ausmachen. Und wenn am Ende alle sagen, die hätten es sich gleich gedacht, dann werde ich mich darüber nicht ärgern, sondern froh sein, dass ich eine ganze Weile Spießrutenlaufen umgehen könnte.

    Liebe Grüße an alle, die ihren Weg gehen! Es ist für Euch der Richtige, und der Rest ist egal!

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    1. Du hast so recht, es ist wichtig, dass man seinen eigenen Weg geht! Den, der zu einem passt und der einem gerade in diesen spannenden, schwierigen, schönen ersten Wochen gut tut.

      Und ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass diesmal alles gut geht!!!

      Alles Liebe und viel Rückenwind
      Eure Küstenmami

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  42. Danke für deinen schönen Text! Beim ersten Kind haben wir die 3 Monate gewartet und sogar noch ein wenig länger, weil in der Familie gerade viel anderes los war (Beerdigungen, Hochzeiten) und wir die Aufmerksamkeit nicht auf uns fokussieren wollten. Beim zweiten haben wir manchen Freunden sogar erzählt, dass wir es wieder probieren, und dann auch direkt den positiven Test gezeigt. Den Eltern und dem Rest der Familie haben wir es ebenfalls sehr früh gesagt. Natürlich hat man ein mulmiges Gefühl, dass was schief gehen könnte und es dann jeder weiß. Trotzdem ist grade die Frühschwangerschaft auch anstrengend und mit bereits einem Kleinkind zuhause kann man mal Hilfe gebrauchen und wenn die Leute nichts von der besonderen Situation wissen, bieten sie auch keine Hilfe an. So mussten wir bei Familienfeiern nicht lügen, warum ich keinen Wein trinke, und Leute haben mir zum Beispiel heim Tragen von Sachen geholfen.

    Am Ende der Schwangerschaft helfen alle, wenn sie die dicke Kugel sehen. Dabei braucht man gerade am Anfang Hilfe, um nichts zu riskieren, und da sieht es einem noch keiner an. Also Mund auf, wenn man was will.

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    1. Das stimmt! Bei meinen Schwangerschaften war mir zu Beginn oft übel, und es hat meinen Leuten echt geholfen, dass sie Bescheid wussten, das einordnen und mich unterstützen konnten - und mir natürlich auch.

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  43. Liebe Küstenmami, Danke für diesen Blog Ich bin zum ersten Mal schwanger und ich habe es bereits in der 4. Woche Kollegen und Freunden /Familie erzählt Es war mit ein Bedürfnis, ich bin fast geplatzt vor Freude. Und ich finde:man soll die Feste feiern wie sie fallen. Und auch wenn ich keine Christin bin, ist die Passage der Bibel "es gibt eine Zeit zu säen und eine Zeit zu ernten, eine Zeit zu freuen und eine Zeit zu trauern" usw. hier auf das Thema sehr treffend. Ich möchte die Freude teilen und wenn was "passiert dann weiß jeder Bescheid warum ich vielleicht mies gelaunt und schweigsam bin und unterstützt mich anstatt noch in der Wunde zu bohren was denn los sei. Seit ich es erzählt habe, bin ich auch viel ruhiger. Ich kann nur jede Frau ermutigen auf ihr Bauchgefühl zu hören Man sollte auch "guter Hoffnung sein dürfen und nicht die ersten 12 Wochen " voller Angst dass nichts passiert". Die kleinen Zwerge spüren so viel .. Da sollten sie vorallem spüren dass sie absolut willkommen sind.
    Aktuell bin ich in der 8.ssw. Ich bleibe zuversichtlich und positiv gestimmt und freue mich auf unser Krümel.
    Danke nochmals.

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