Freitag, 10. Juli 2015

Die ersten 1.000 Tage: Die Stillzeit, Teil 2

 
 
Sponsored Post/Anzeige/Werbung
 
Hallo Zusammen,
 
heute möchte ich die Serie von Artikeln zu den "ersten 1.000 Tagen" fortsetzen, in der bereits der Post zur Stillzeit, Teil 1 erschienen ist. Ihr erinnert Euch vielleicht: Die ersten 1.000 Tage umfassen den Zeitraum vom Beginn der Schwangerschaft bis zum 2. Lebensjahr des Kindes. In diesem Zeitraum ist die Ernährung der Mutter und des Kindes von entscheidender Bedeutung, da hier die Basis für eine gesunde Entwicklung, ein vermindertes Allergie-Risiko und ein starkes Immunsystem gelegt werden kann.

Im ersten Post hatte ich Euch viele grundsätzliche Informationen zum Stillen bereitgestellt und von meinen eigenen Stillerfahrungen mit meinen zwei Küstenkindern berichtet. Der Fokus lag insbesondere auf den Aspekten "Stillbeginn nach der Geburt" und "Einspielen der Stillbeziehung", weil unser 2. Wunder, unser kleines Küstenmädchen, gerade geboren war, und wir diese wunderschöne erste (Still-)Zeit zusammen erleben durften.
 
***
Nun ist unsere kleine Tochter bereits unglaubliche 3 Monate alt, und wir sind ein paar Schritte weiter. Sie wächst und gedeiht, trinkt gut an der Brust und hat einen ordentlichen Appetit. Doch nicht nur sie selbst - auch ich habe riesigen Hunger! Kein Wunder, schließlich muss mein Körper noch eine weitere Person versorgen. Und damit das gut klappt, achte ich zur Zeit sehr darauf, was ich esse. Im heutigen Post, dem Teil 2 zur Stillzeit, soll es deshalb um die Aspekte "Die Ernährung der Mutter in der Stillzeit" und "Die Bedürfnisse des Babys und der Mutter beim Stillen" gehen. Hierbei möchte ich Euch nicht nur mit relevanten Daten und Fakten versorgen, sondern auch wieder meine eigenen Erfahrungen einfließen lassen.
 
Dieser Post ist, wie die gesamte Serie, in Zusammenarbeit mit Milupa entstanden. Milupa stellt nämlich nicht nur Babynahrung und Babyartikel her, sondern forscht auch intensiv zum Thema Ernährung. Insofern geht es in diesem Post nicht vorrangig um die Produkte von Milupa, sondern um die Grundsteine für eine lebenslange Gesundheit, die mit der Ernährung in den ersten 1.000 Tagen des Lebens eines Kindes gelegt werden können.
 


***
Die Ernährung der Mutter in der Stillzeit

 
Die Stillzeit liegt mitten in den ersten 1.000 Tagen und kann sogar, wenn man lange stillt, über diesen Zeitraum hinaus gehen. Die Muttermilch ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Gesundheit des Kindes: Das Immunsystem wird gestärkt und das Risiko für Übergewicht und Allergien gesenkt. Das alles funktioniert, weil die Muttermilch immer genau die richtige Zusammensetzung für den Säugling hat. Dafür jedoch muss die Mutter produzieren, und zwar bis zu einen Liter Milch am Tag. Das ist eine tolle Leistung des weiblichen Körpers!

Laut einer aktuellen Studie geht eine längere Stilldauer sogar mit einem verbesserten Sprachverständnis im Alter von drei Jahren sowie mit verbesserter verbaler und nonverbaler Intelligenz im Alter von sieben Jahren einher. Was mich nachhaltig beeindruckt hat: Gestillte Säuglinge von Müttern, die mindestens zwei Portionen Fisch pro Woche aßen, konnten zudem mit drei Jahren besser sehen und sich geschickter bewegen. Seefisch enthält nämlich langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCP), insbesondere die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), die wichtig für die Entwicklung des Nervensystems und des Sehvermögens des Babys sind.  

Aha, dachte ich, als ich das las: Habe ich deshalb so einen Appetit auf Fisch - weiß mein Körper, was mein kleines Küstenmädchen braucht? Kann schon sein... aber Fisch habe ich eigentlich immer schon geliebt ;)
 
Auf jeden Fall besteht für die Mutter in der Stillzeit ein erhöhter Nährstoffbedarf, wie die folgende Grafik veranschaulicht:



 Der Jodbedarf ist um 30 Prozent erhöht, der Eisenbedarf um 33 Prozent, der Folsäurebedarf um 50 Prozent und der Zinkbedarf um 57 Prozent. Außerdem wird eine tägliche, zusätzliche DHA-Zufuhr von 200 mg empfohlen; das beeinflusst das zentrale Nervensystem, die Augennetzhaut, das Gehirn sowie das Immunsystem des Säuglings positiv. Beeindruckende Zahlen, oder?

 


Als stillende Mami achte ich deshalb, wie schon in der Schwangerschaft, auf eine ausgewogene Ernährung. Das heißt, dass regelmäßig frisches Obst und Gemüse, Milch- und vollwertige Getreideprodukte sowie fettarmes Fleisch und fetter Seefisch bei uns auf dem Speiseplan stehen. Das klappt übrigens ganz gut, weil das auch die Dinge sind, die unser eineinhalbjähriger Küstenjunge am Familientisch mitessen kann. Sehr gern isst er z.B Lachs aus dem Ofen mit Zucchini aus dem eigenen Garten und Reis - und ich auch :)
 
Fisch ist übrigens auch ein guter Jodlieferant. Für die DHA-Zufuhr wird fettreicher Fisch wie Hering, Makrele, Lachs oder Sardine empfohlen. Die Eisenzufuhr kann über den Verzehr von Fleisch, aber auch mithilfe von Kürbiskernen, Leinsamen und Hirse verbessert werden; letzteres ist besonders für Vegetarier und Veganer relevant. Folsäure ist in mehreren Obst- und Gemüsesorten (z.B. Avocado, Spargel und Spinat) enthalten, kann aber auch über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
 
Fett und Süßigkeiten hingegen sollten eher reduziert werden. Eine Tasse Kaffee oder schwarzer Tee am Tag ist völlig in Ordnung; wenn es geht, trinke ich sie nach dem Stillen. Dann kann sich das Koffein bis zur nächsten Stillmahlzeit abbauen. Auf keinen Fall sollte man Nikotin oder Alkohol zu sich nehmen, denn diese gehen in hohen Dosen in die Muttermilch über und gefährden das Baby immens. Und nichts zu stark Blähendes bitte - gerade am Anfang muss sich die Verdauung des Säuglings erst einmal einspielen ;)
 
Wichtig ist auch, viel zu trinken, gerade wenn es so heiß ist wie jetzt! Beim Stillen bekomme ich momentan immer ungeheuren Durst; das ist in dieser Stillzeit noch viel stärker als beim Küstenjungen. Ich trinke sicher über drei Liter am Tag! Ein kleiner Trick: Wenn ich weiß, dass ich gleich stillen werde, stelle ich mir vorher etwas zu trinken an meinen Platz. Empfehlenswert sind hier Wasser, säurearme, verdünnte Säfte und milder Tee. Allerdings kein Pfefferminz- oder Salbei-Tee - die verringern die Milchmenge!
 
Spezielle Stilltees hingegen sollen die Milchbildung anregen. Mir schmeckt momentan wieder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, den man ganz einfach und günstig in jedem Drogeriemarkt kaufen kann. Außerdem hilft er bei Blähungen - nicht nur bei der Mutter, sondern auch beim Kind :)
 
Die Bedürfnisse der Mutter und des Kindes in der Stillzeit

Mit dem Stillen werden viele Bedürfnisse befriedigt, nicht nur das nach Nahrung. Das Baby erfährt über den Körperkontakt an der Brust Nähe, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Verbundenheit. Stillen kann ein inniges tiefes Glück bedeuten und die Beziehung zwischen Mutter und Kind unglaublich stärken.

Doch eine unproblematische Stillzeit ist keine Selbstverständlichkeit. Auf das Thema "Rat & Hilfe bei Sorgen und Problemen" bin ich ja bereits im 1. Post zur Stillzeit eingegangen. Wichtig ist, sich bei Bedarf früh Unterstützung zu holen, etwa durch eine erfahrene Hebamme oder eine Stillberaterin. Und auch wenn das Stillen gut läuft, darf man nicht vergessen, dass dabei zwei Partner mit unterschiedlichen Bedürfnissen beteiligt sind - deshalb ja auch der Ausdruck "Stillbeziehung".

Denn einerseits bilden Mutter und Kind beim Stillen nahezu eine Einheit, sind eng miteinander verbunden. Hannah Lothrop schreibt dazu in ihrem Stillbuch:
"Mutter und Kind brauchen einander körperlich und seelisch. So wie das Baby auf die Nahrung der Mutter angewiesen ist, braucht die Mutter das Baby, um ihre Brust zu leeren, damit diese nicht voll und schmerzend wird. Die Frau ist über ihren Körper, ihren Hormonhaushalt, mit dem Kind verbunden. Stillen ist ein stiller Dialog zwischen beiden, eine relativ gleichwertige Partnerschaft zwischen sonst so ungleichen Partnern." (S. 35)
Andererseits jedoch brauchen auch Mütter, die ihr Kind gerne stillen, einmal Raum und Zeit für sich. Denn ebenso wie die Bedürfnisse des Babys sind die Bedürfnisse der Mutter von Belang. Wichtig ist, die Zeit für sich selbst rechtzeitig zu organisieren, vielleicht mit Hilfe des Partners, der dann einmal exklusive Zeit mit dem Kind verbringen kann. Etwas mehr Freiheit kann das Abpumpen von Muttermilch verschaffen; aber auch das ist etwas, was jede Frau individuell entscheiden und ausprobieren sollte. Wie bei jeder Beziehung soll es auch beim Stillen langfristig beiden Partnern gut gehen!

Ich merke jetzt beim 2. Kind, dass ich viel besser abgeben kann und das auch gelegentlich tue. So kann ich mich auch mal abends mit einer Freundin ohne Baby treffen. Allerding ist Abpumpen nichts für mich, insofern bin ich rechtzeitig zum Stillen wieder zurück und behalte unterwegs mein Handy im Blick, damit mir mein Mann signalisieren kann, wenn das kleine Küstenmädchen früher als gewöhnlich Hunger bekommt. Ich genieße diese kleinen  Auszeiten auch sehr - genauso, wie ich mich freue, wenn ich wieder zu Hause bin und mein kleines Töchterchen in die Arme schließen kann...



***
So viel für heute! Ich glaube, jetzt muss ich erst einmal etwas essen ;) Übrigens: Gerade ist bei uns das Profutura Mama Müsli für Stillende zum Testen eingetroffen - ich werde Euch davon berichten! Lasst es mich gerne wissen, wenn Ihr Fragen oder Anregungen zu den oben angesprochenen Themen habt; ich freue mich auf Eure Rückmeldungen und Kommentare.

Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Stillzeit!

Eure Küstenmami


Dieser Beitrag ist in Kooperation mit und mit freundlicher Unterstützung von Milupa entstanden.
 


Mittwoch, 8. Juli 2015

Brief an meinen Bauch

 
Hallo Zusammen,
 
nein, eigentlich wollte ich schreiben: "Hallo lieber Bauch".

Denn im folgenden Post soll es um eben diesen gehen, mein so wichtiges und doch wenig gewürdigtes Körpermittelteil. Nach all den Reaktionen auf meinen Beitrag zum Körper nach der Schwangerschaft und dem, was die lieben Mitmenschen gelegentlich im Alltag so über ihn sagen, ist das mal fällig. Vielleicht sogar Überfällig.

Also lest Ihr im Folgenden den Brief an meinen Bauch:


Hallo lieber Bauch,
hallo mein lieber Bauch,
hallo mein lieber Bauch,
 
als ich neulich abends vor dem Spiegel stand und Dich gedankenverloren ansah, hatte ich plötzlich diese Idee: Ich schreib' Dir mal. Damit Du den Platz und die Aufmerksamkeit bekommst, die Du verdienst, denn Du bist richtig wichtig für mich. Mehr noch: Du bist unersetzlich, mir lieb und teuer.
 
Das geht im Alltag oft unter. Da musst Du ran, anspannen, ausgleichen, tragen und (aus-)halten. Stütze sein, mit helfen, alles zu schaffen, was im Alltag mit unseren zwei Küstenkids, Katzen, Haus und Garten so anfällt. Da hast Du's nicht leicht, wirst als selbstverständlich hingenommen und kaum beachtet.

Das war in der Schwangerschaft anders! Da wurdest Du gehegt und gepflegt, bestaunt, bewundert, manchmal sogar gefürchtet. Auf jeden Fall standest Du im Mittelpunkt, fast alle Gespräche und unser ganzes Fühlen und Handeln drehten sich um Dich.
 

 
Jetzt ist das vorbei. Wenn überhaupt, darfst Du Dir Bemerkungen anhören, und nicht immer die nettesten. "Na, der ist ja noch ganz schön groß", ist noch eine der harmloseren, die von manchen, eher (aber nicht nur) kinderlosen Menschen geäußert werden. Klar, Du bist nicht mehr so straff wie früher. Und so schlank auch nicht mehr. Hängst sogar manchmal ein bisschen durch. In dem oben erwähnten Post habe ich sogar geschrieben, dass Du noch etwas schlackerst. Darfst Du aber auch.
 
DENN DU HAST UNGLAUBLICHES GELEISTET!!!
 
Du hast zwei Schwangerschaften ausgehalten, und das ganz kurz hintereinander. Unsere zwei geliebten Kinder hast Du in Dir aufgenommen, sie ernährt, sie getragen und beschützt. Hast Dich gedehnt bis zum Äußersten, hast Dein Bestes gegeben, um sie 39 Wochen lang mit allem Nötigen zu versorgen, so dass sie in Ruhe und Geborgenheit heranwachsen konnten. All die Untersuchungen, den Ultraschall, die fremden Blicke und Hände hast Du klaglos über Dich ergehen lassen, damit ich wusste, dass es unseren Kids gut geht. Hast geholfen sie auf die Welt zu bringen, hast irre Schmerzen ausgehalten, großen Mut bewiesen und bist an Deine Grenzen und darüber hinaus gegangen.


 
Hattest kaum Zeit, Dich zu erholen: Kaum war Nr. 1, unser wunderbarer Küstenjunge, auf der Welt, kam schon Nr. 2, unser kleines Küstenmädchen, nach. Während der zweiten Schwangerschaft hast Du immer sie innendrin und ihn oft noch außendrauf getragen. Puh, ganz schön viel Gewicht, lieber Bauch. Und jetzt ist es auch nicht viel besser: Beide Kinder wollen weiter durch die Gegend und durchs Leben getragen werden. Den ganzen Tag bist Du am Arbeiten; ohne Dich ginge hier nichts, keine einzige Bewegung.
 
Und die Kinder lieben Dich, alle beide. Sie drücken sich gerne an Dich und genießen Deine Weichheit und Wärme. Kuscheln mit Dir, wann immer es möglich ist. Das war bereits in der letzten Schwangerschaft so: Wie oft hat sich der Küstenjunge an Dich gelehnt, um nach seinem kleinen Schwesterchen zu horchen, wie oft hat sie mit Tritten und Püffen geantwortet. Sie wissen, was Du geleistet hast! Innen wie außen hast Du ihnen Liebe und Geborgenheit gegeben.
 
OHNE DICH GÄBE ES SIE NICHT!
 
Und auch für mich warst und bist Du Rückversicherung und Stütze. Wenn ich unsicher wurde, konnte ich immer meine Hand auf Dich legen und die Kinder spüren. Ich konnte sehen und fühlen, wie Du und sie gemeinsam wachsen. Auch jetzt erwische ich mich noch oft mit der Hand auf Dir, Dich unbewusst streichelnd, als wäre da wieder ein kleines Wesen in Dir. Doch Du verdienst es auch so!


***
Du bist weich und kuschelig. Deine Rundung erinnert mich jeden Tag an die Schwangerschaften, die Geburten und unsere wundervollen Kinder.
Ich bin Dir unendlich dankbar.

Für mich bist Du wunderschön.
 
In tiefer Zuneigung
 
Deine Küstenmami


PS: Bettina vom Frühen Vogerl hat zu einer Blogparade zum veränderten Körpergefühl nach der Schwangerschaft unter dem Hashtag #mutterkoerper aufgerufen - da sind wir gerne dabei!
 


Dienstag, 7. Juli 2015

Rund voll Erdbeeren

 
 
Hallo Zusammen,
 
bevor ich in eine weitere Runde des runden Dienstags gehe (ich glaube, ich habe mich nicht nur in die runden Dinge, sondern auch in die dazugehörigen Wortspiele verliebt), wollte ich noch schnell den Gewinner bzw. in diesem Fall die Gewinnerin der Verlosung für die Saatgut-Tüten von OBI bekannt geben:
 
Herzlichen Glückwusch, liebe Rosalieana!
 
Dazu muss ich sagen, dass Ihr es tatsächlich alle geschafft habt, die Teilnahmebedingungen um Haaresbreite zu verfehlen! Nun stand ich vor der Wahl, den Gewinn gar nicht zu vergeben oder unter Euch allen zu verlosen - und habe mich für Letzteres entschieden. Wäre ja auch schade drum... Also, liebe Rosalieana, melde Dich bitte mit Deiner Adresse unter kuestenkidsunterwegs(ät)gmx.de, damit ich Dir Deinen Gewinn zuschicken kann.
 
Viel Spaß damit!
 
***
 Jetzt aber eine Runde Rundes ;)
 
 
Wir waren am Wochenende im Erdbeerfeld, und auf dem Bild seht Ihr das Ergebnis. Oh, ich kann echt nur schwärmen, das war so lecker! Schon allein, wie die Erdbeeren rund und prall in den Reihen wachsen...yummie! Man darf ja naschen, so viel man will :) Und dann eine ganze Schüssel voll mit nach Hause nehmen zu können...
 
Auch unser kleiner Küstenjunge hatte Spaß :) Gut behütet überwachte er unsere Aktivitäten, bis die Schüssel voll war...
 

...mehr von unserem Ausflug demnächst hier auf dem Blog!

***
 Wie immer geht mein herzlicher Dank an Vera, die diese runde Sache ins Leben gerufen hat!
 
Einen runden Dienstag wünscht Euch
 
Eure Küstenmami
 


Montag, 6. Juli 2015

Das Glühen der Ballons. Die Balloon Sail und der Night Glow auf der Kieler Woche

  Der Night Glow auf der Balloon Sail der Kieler Woche: Einfach wunderschön!
 
Hallo Zusammen,
 
heute wollte ich Euch noch ein paar Impressionen vom letzten Kieler-Woche-Wochenende zeigen! Das war nämlich wunderschön...
 
Ich habe Euch ja schon von der großen Windjammerparade und unserem Ausflug auf der Spiellinie berichtet. Jetzt folgt der Post zum Night Glow auf der Balloon Sail mit den wunderbar leuchtenden Luftfahrzeugen, die einen eigenen Beitrag verdienen.
 
***
Am Freitag Abend war ich zum Night Glow auf der Balloon Sail. Ausnahmsweise mal alleine, sprich ohne meine Familie, weil unsere Kinder ja noch sehr klein sind. Das ist schon ein komisches Gefühl: Ohne die Kids unterwegs! Dafür aber mit Freunden, die größere Kinder bzw. Jugendliche mithatten. Die älteren Freundeskinder hatten jedenfalls eine Menge Spaß und haben die besondere Stimmung mindestens ebenso sehr genossen wie wir Erwachsene.

Ich weiß noch selbst wie das als Kind war, wenn man ausnahmsweise mit zu einer spätabendlichen Veranstaltung durfte: Ein prickelnder Ausnahmezustand, aufregend und geheimnisvoll. Die Nacht umgibt einen, lässt die Lichter hervortreten, aber die Grenzen verschwimmen. Man darf, was sonst nicht möglich ist. Man fühlt sich frei, aber ein bisschen wackelig; trunken, nur ohne Alkohol natürlich, von der Dunkelheit, den starken Farben und der Musik. Alles scheint möglich. Man ist ganz da im Hier und Jetzt und genießt den Moment in vollen Zügen. 
 
 
Vielleicht ging es mir selbst ein bisschen so? Oder ich liebe einfach nur die bunten Ballons und das Feuerwerk? Denn bei der Balloon Sail auf der Kieler Woche dreht sich alles um die liebenswerten riesengroßen Luftfahrzeuge. Zehn Tage lang steigen vom Nordmarksportfeld aus die Ballons in die Luft und sind über ganz Kiel und Umgebung zu sehen. Dazu gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Luftschiff-Paraden, Segelkunst- und Modellflug, Fallschirmsprüngen, Drachenfest, Oldtimertreffen, sportlichen Vorführungen sowie Familien-Aktionen.
 
Beim Night Glow wird an fünf Abenden eine spektakuläre Lichtershow und ein Feuerwerk geboten. Nach einer eigenen Musik-Choreographie werden die Ballons nach Anbruch der Dunkelheit erleuchtet. Sie "glühen" farbenfroh und stimmungsvoll für Tausende von Zuschauern, danach folgt ein fulminantes Feuerwerk, ebenfalls zu Musik.
 
***
Tagsüber kann man also die Ballons am Himmel bewundern, abends bzw. nachts auf der Erde. Wenn ich so ein Wunderwerk aus heißer Luft und Technik angeflogen - pardon, angefahren - kommen sehe, fällt mir immer die Ally McBeal-Episode mit dem kleinen kranken Jungen ein. Sie ist traurig und schön zugleich: Ein leukämiekranker Junge wendet sich an die Anwältin Ally McBeal, weil er Gott verklagen will, nachdem die Kirche nicht helfen konnte, eine experimentelle Behandlung für ihn zu bezahlen. Schweren Herzens übernimmt Ally diesen absurden Fall, weil sie sieht, dass der Kampf vor Gericht vielleicht das Einzige ist, was den Jungen bei seinem Kampf gegen die Krankheit noch aufrecht hält. Sie erzählt dem kleinen Jungen, dass sie als Kind auch einmal an Gott gezweifelt hat, als ihre Schwester starb. Damals erzählte ihr ihre Mutter, dass Gott für das Bauen der Zeppeline und Luftschiffe verantwortlich sei. Seitdem muss sie an Gott denken, wann immer sie ein Luftfahrzeug sieht.

Jedoch stirbt der kleine Junge im Laufe des Prozesses, und Ally, die den Jungen in ihr Herz geschlossen hat, hadert erneut mit Gott. Ausgerechnet ihre hartherzige Kollegin Ling organisiert einen Zeppelin für Ally, durch den sie gleichermaßen ein Zeichen vom Himmel herab erhält. "Just looking" ist das, was auf dem Ballon geschrieben steht, und quasi der letzte Gruß des kleinen Jungen an Ally. Ally meint, sie habe in dem kleinen Jungen ihren Engel kennengelernt - und das geschähe schließlich nicht jedem.
 
Seit ich diese Folge gesehen habe, sind auch für mich Ballons Himmelsboten.
 
***
Als wir auf dem Nordmarksportfeld ankamen, waren die Besatzungen der Ballons gerade mit dem Aufbau, sprich, mit dem Befüllen zugange. Die Kinder flitzten erstmal los und wollten etwas zu essen, zu trinken, an die Spielebuden... Attraktion des Abends war das Laser-Schwert eines Freundessohnes, das in der Dunkelheit in den unterschiedlichsten Farben leuchtete.
 
 
Eigentlich ist so etwas ja überhaupt nicht meine Art von Spielzeug - aber als ich seine leuchtenden Augen gesehen habe, wusste ich, warum sein Papi es ihm gekauft hatte :)
 
Wir spazierten also ein bisschen zwischen den Buden auf und ab - und dann ging es los! Plötzlich leuchtete probeweise ein Ballon, dann zwei.
 
Der Night Glow auf der Balloon Sail der Kieler Woche: Einfach wunderschön!
 
Alle waren mittlerweile prall gefüllt und standen auf ihren Positionen. Tataam!!! Aus den Lautsprechern tönten die Fanfaren, dann begann das auf die Musik abgestimmte Leuchtballet der Ballons. Im Takt gingen sie an und aus, leuchteten mal kürzer, mal länger. Wahnsinn, wie schön das in der Dunkelheit ist! Vielleicht könnt Ihr es anhand der Fotos ein bisschen erahnen...
 
Der Night Glow auf der Balloon Sail der Kieler Woche: Einfach wunderschön!
 
Bald verstummten unsere Gespräche, und wir genossen den Lichtertanz. Die leuchtenden Ballons "glühten" ungefähr eine Viertelstunde, dann war der Night Glow vorbei, und die Vorbereitungen für das Feuerwerk begannen. Dazu mussten die großen und teuren Ballons natürlich erst einmal weggeschafft werden - nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ein Funken vom Feuerwerk ein Loch in die dünnen Stoffhüllen brennen würde! Also wurde blitzschnell die Luft abgelassen und die Ballons in ihre Hüllen und Gefährte verpackt.
 
Der Night Glow auf der Balloon Sail der Kieler Woche: Einfach wunderschön!
 
Als alle Ballons sicher verstaunt waren, stieg das Feuerwerk in die Höhe. Es krachte und knallte, leuchtete und blitzte, die Musik ertönte erneut. Auch hier waren Augen- und Ohrenzauber aufeinander abgestimmt. Mein Fotohandy machte ich aus, deshalb gibt es keine Bilder. Denn ich wollte den Augenblick genießen, er war so schön. Der Rest ist Schweigen.
 
Und dann musste ich ganz schnell nach Hause, bevor mein kleines Küstenmädchen wieder hungrig wurde. Denn ich bin die Mami und - zumindest zur Zeit - die Nahrungsquelle. Und das war auch sehr schön, als ich sie wieder in die Arme schließen und ihren Babyduft einatmen konnte. Ja tatsächlich, mal muss ich raus, und dann muss ich zurück. Vielleicht ist das eine gute Metapher für das Mami-Leben...
 
***
Euch ein nicht allzu hartes Erwachen und einen guten Start in den Tag!
 
Eure Küstenmami


Gefällt Euch mein Artikel? Wenn Ihr mehr von mir lesen wollt, folgt mir doch auf Facebook, Instagram, Pinterest oder per E-Mail. Ich freue mich! 

Freitag, 3. Juli 2015

Rezept: Super leckere Schokoladenplätzchen



Hallo Zusammen,
 
steht demnächst ein Kindergeburtstag an oder habt Ihr einfach Lust zu backen? Soll es etwas sein, was ein klein bisschen besonders, aber einfach und schnell zu realisieren ist?
 
Dann schwingt den Rührlöffel und probiert das Rezept für die super leckeren Schokoladenplätzchen von Blog-Leserin Viola aus! Wir durften die Schokoplätzchen selbst probieren, sie sind köstlich :)

***
Und so geht es:


 
Zutaten

(für 6 Personen, Portion à ca. 50 g)

- 350 g Zartbitterschokolade (es geht auch jede andere Schokolade)

- 50 g Butter

- 3 Eier

- 100 g Zucker

- 3 EL Milch

- 120 g Mehl

- 1 TL Backpulver

- 100g gemahlene Mandeln

- je 50 g Zucker und Puderzucker
 
 ***
Zubereitung
 
1. Butter und Schokolade zusammen schmelzen.



Mittlere Hitze, gut umrühren!


 
2. Eier und Zucker mit dem Mixer aufschlagen, dann die Schokoladenmasse unterheben.





 3. Die Milch, das Mehl, das Backpulver und zuletzt die gemahlenen Mandeln einrühren. Den Teig im Kühlschrank fest werden lassen.
 
 4. Je eine Schale mit Zucker und Puderzucker bereitstellen. Aus dem Teig Kugeln von ca. 3 cm Durchmesser formen. Die Kugeln erst im Zucker, dann im Puderzucker wälzen.
 
 
5. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 190°C 8 Minuten backen.
 

FERTIG!

Und so lecker - schnell wegstellen, nicht alle auf einmal essen :)


 
Das Rezept und Fotos stammen von Viola, nochmal vielen Dank dafür!

***
Habt Ihr jetzt Appetit bekommen? Welche leckeren Rezepte kennt Ihr?
Ich bin dann mal backen...
 
 Eure Küstenmami