Freitag, 14. August 2015

CRIVIT vs. JAKO-O. Unser großer Strandmuschel-Contest

 
Anzeige / Werbung / Sponsored Post
 
Hallo Zusammen,
 
wie ich Euch schon angekündigt habe, gibt es heute hier auf dem Blog den großen Strandmuschel-Contest! Also den Vergleich zweier Strandmuscheln, die wir während unseres Dänemark-Urlaubs ausgiebig getestet haben. Seit wir Kinder haben, sind nämlich Strandmuscheln zu einem der wichtigsten Strand-Utensilien überhaupt geworden. Als Sonnenschutz, Picknickplatz, Spielhöhle, Kuschelecke und Stillmöglichkeit gehören sie einfach dazu, wenn wir ans Meer fahren. Deshalb könnt Ihr diesem Post auch ein paar allgemeine Erkenntnisse und Hinweise entnehmen, die Euch generell beim Kauf bzw. der Verwendung von Strandmuscheln bzw. Sonnenzelten weiterhelfen.
 
Getestet haben wir zum einen die CRIVIT Pop-up-Strandmuschel aus dem Hause Lidl und zum anderen das Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O ohne Boden. Der Transparenz halber möchte ich sagen, dass wir die CRIVIT Strandmuschel komplett selbst finanziert haben, während JAKO-O so freundlich war, uns zum Testen einen Rabatt auf den Kaufpreis anzubieten. Das Testergebnis bleibt jedoch davon selbstverständlich unberührt.
 
***
 
Unseren Kriterien für den Test
 
Inzwischen sind wir ja zu Viert :) Insofern haben wir beide Strandmuscheln auf ihre Eignung für eine Familie mit einem Kleinkind (unserem Küstenjunge) und einem Baby (unser kleines Küstenmädchen) getestet. Mit einem anderthalbjährigen Rabauken und einer gerade erst vier Monate alten kleinen Maus achten wir natürlich besonders auf Sonnenschutz. Ebenso ist es für uns wichtig, dass eine Strandmuschel auch den Wind abhalten kann, denn bei uns im Norden kann es trotz Sonnenschein am Strand ziemlich kühl werden, wenn der Wind aufkommt. Außerdem muss eine Strandmuschel schnell auf- und wieder abbaubar sein. Die Erfahrung habt Ihr vielleicht auch schon gemacht: Wenn man mit kleinen Kindern am Strand eintrifft, hat man anderes zu tun, als ewig an der Zeltkonstruktion zu basteln :) Deshalb haben wir uns in beiden Fällen für eine Pop-up Strandmuschel bzw. ein Pop-up Sonnenzelt entschieden.
 
 
Zudem sollte eine Strandmuschel für Familien möglichst wenig Gewicht auf die Waage bringen. Wie ich hier schon schilderte, haben wir auf dem Weg zum Strand wirklich viel zu schleppen - und damit sind nicht nur unsere kleinen Küstenkinder, die noch nicht so weit laufen können, gemeint! Eine gewisse Robustheit ist für ein Sonnenzelt ein weiteres Plus, denn im Urlaub wird es oft mehrmals am Tag auf- und wieder abgebaut; außerdem muss es den Spiel-Anstürmen unseres geliebten Rabauken standhalten ;) Ein gewisses Platzangebot ist ebenfalls von Vorteil, damit wir auch alle zusammen in die Strandmuschel passen.
 
Das sind schon einige Anforderungen, oder? Wir sind also anspruchsvolle Tester, aber ich denke, als Familie ist das völlig gerechtfertigt :)
 
***
 
Die Strandmuschel von CRIVIT
 
Ich beginne mal mit der Pop-up Strandmuschel von CRIVIT, die wir ganz klassisch in der Lidl-Filiale vor Ort gekauft haben, als sie gerade im Angebot verfügbar war. Man kann sie natürlich auch online bestellen, muss sich aber im Klaren sein, dass es sich um Saison-Ware handelt, die nicht ständig verfügbar ist.
 
 
Zusammengefaltet hat die CRIVIT Strandmuschel ein relativ kleines Packmaß und wird in einer praktischen runden Tragetasche transportiert. Sie wiegt nur ca. 1 Kilo, das empfinde ich persönlich als leicht. In der Tragetasche befindet sich noch eine weitere kleine Tasche für die Zeltheringe. Beide sind fest miteinander verbunden, das war für uns sehr praktisch, denn so konnte die kleine Extra-Tasche nicht in unserem kunterbunten Chaos aus Spielsachen und Strandutensilien verloren gehen.
 
 
Ebenfalls sehr nützlich ist die transparente Außenhülle auf der Tasche der CRIVIT Strandmuschel, denn dort steckt die Abbau-Anleitung, so dass man diese im Bedarfsfall mit einem Blick erfassen kann und nicht extra hervorkramen muss. Ein eindeutiger Vorteil, wenn man beim Abbau ein ungeduldiges Kleinkind am Bein hängen hat, das dringend nach "Hause, Hause" möchte ;)
 
 
Der Aufbau geht ganz schnell, dafür brauchten wir auch keine Anleitung: Man nimmt die Strandmuschel aus der Hülle und lässt sie (vorsichtig) los - dann entfaltet sie sich von selbst. "Pop-up" ist genau der richtige Begriff hierfür, nur sollte das mit etwas Abstand zum Kleinkind geschehen, da sie wirklich mit Schwung aufspringt.
 
 
Die Form der CRIVIT Strandmuschel gleicht einem länglichen, halbhohen Schlauch; für das Darin-Liegen ist das praktisch. Allerdings ist das Platzangebot damit auch etwas begrenzter, als die Maßangaben des Herstellers (ca. B 120 x H 90 x T 200 cm) vermuten lassen - auf dem Bild oben könnt Ihr erahnen, welchen Platz allein unser kleines Küstenmädchen einnimmt. Zu Viert ist es doch ziemlich kuschelig.
 
 
Jedoch bietet die relativ flache Form keinen so hohen Luftwiderstand. Das ist von Vorteil, wenn am Strand eine frische Brise weht und die Strandmuschel mit Heringen und Abspannseilen befestigt werden muss. Heringe sind hier auch genug vorhanden, allerdings dürften sie wesentlich länger, stabiler und schwerer sein. Diese kleine Kritik trifft jedoch beide Strandmuscheln: Liebe Hersteller, bitte packt doch ordentliche, qualitativ hochwertige Heringe dazu, und Eure Kunden werden Euch, gerade bei schwierigen Bodenverhältnissen, lieben!
 
Ein Lob gebührt bei der CRIVIT Strandmuschel allerdings den Abspannseilen, die im Lieferumfang enthalten sind: Sie sind wirklich praktisch und von guter Qualität. Es gibt zudem vier kleine Taschen, die für zusätzliche Stabilität mit Sand gefüllt werden können, diese sind allerdings ganz schön klein.
 
 
Zuletzt noch etwas zum Material und damit auch zum Sonnenschutz: Die CRIVIT Strandmuschel besteht aus einem leichten Fiberglasgestänge und einem Polyestergewebe mit UV-Schutz 40. Das ist nicht wenig, allerdings muss man bedenken, dass der UV-Schutz nicht für die Netzeinsätze an den Seiten der Strandmuschel gilt. Letztere bringen zwar ein frisches Lüftchen ins Zelt, relativieren aber den an sich hohen Sonnenschutzfaktor - das kleine Küstenmädchen musste somit immer eher in der Mitte liegen, um wirklich vor der Sommersonne geschützt zu sein. 
 
Das Fiberglasgestänge war zwar leicht und flexibel, erwies sich aber leider als nicht ganz so robust: Nach einige Tagen entdeckten wir eine gebrochene Stelle an einer der Hauptstreben, die mein Mann zum Glück aber wieder gut zusammenflicken konnte. 
 
***

Das Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O

Das Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O ohne Boden haben wir über die Homepage von JAKO-O bestellt. Im Gegensatz zur CRIVIT Strandmuschel gibt es das Sonnen-Family-Zelt, so viel ich weiß, das ganze Jahr über. Man kann es also jetzt schon mal für den nächsten Sommer ordern oder es kurzfristig im Frühjahr bestellen.
 
 
Die Online-Bestellung ging total einfach - sogar nach Dänemark! Ich hatte nämlich die Idee, das Sonnen-Family-Zelt nicht auch noch in unser vollgestopftes Auto zu packen, sondern ganz gemütlich ins dänische Ferienhaus liefern zu lassen. Das hat nach kurzer Rücksprache mit JAKO-O auch super geklappt - danke nochmal für den guten Service!
 
 
Das Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O kam bei uns gut geschützt im Karton an, wird aber für den täglichen Gebrauch ebenso wie die CRIVIT Strandmuschel in einer handlichen Hülle transportiert. Die Tragetasche ist schön rund und flach und lässt sich leicht über den Arm hängen. Laut Hersteller passt sie sogar in einen gängigen Koffer. Das Ganze wiegt ca. 2,7 Kilo, das empfinde ich immer noch als ziemlich leicht und gut zu tragen.
 

Und zwar gerade bei den Ausmaßen: Mit den Abmessungen von ca. B 220 x H 120 x T 120 cm ist das JAKO-O Sonnen-Family-Zelt deutlich größer als die CRIVIT Strandmuschel. Hier haben wir als vierköpfige Familie gut Platz, auch wenn unser Küstenjunge mal in der Strandmuschel spielen und stehen möchte. Das Sonnen-Family-Zelt hat keinen Boden, d.h., man kann es auch einfach über den spielenden Kindern oder der Sandkiste zu Hause im Garten aufbauen.
 
 
Die Anleitung für's Auf- und Abbauen ist hier in der Hülle dabei, muss also jeweils herausgeholt werden. "Macht ja nix", dachten wir, "kennen wir ja bereits". Ja denkste - wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)  
 
 
Das "Aufpoppen" und Aufstellen des Zeltes ging auch ohne Probleme, nur beim Einsatz der Heringe, die ruhig größer und stabiler hätten ausfallen dürfen (s.o.), runzelte mein Mann die Stirn. "Hält das denn", war die Frage. Allerdings zu völlig Unrecht, denn hätten wir die Anleitung gelesen, hätten wir gleich gewusst, dass man die Heringe am Strand in den allermeisten Fällen gar nicht braucht!
 
 
So half uns eine befreundete Familie, die uns auf das große Plus des JAKO-O Sonnen-Family-Zeltes hinwies: Dieses hat nämlich rundherum große Taschen, die einfach mit Sand gefüllt werden können. Super praktisch! Man benötigt also auf Sand gar keine Heringe, nur, wenn man es mal auf dem Rasen aufbaut! Mit Sand in den Taschen steht das Sonnenzelt auch sehr stabil.
 
Außerdem ist durch diese Art des Aufbaus eine gewisse Flexibilität gesichert: Man kann das Zelt zum Beispiel etwas auseinander ziehen oder zusammen schieben. Damit ist es variabel in der Form; es lässt sich hoch und schmal oder niedrig und breit aufbauen. Zudem geht der Aufbau ohne Heringe noch schneller als ohnehin schon :)
 
 
Auch innen im Zelt sind zwei Taschen vorhanden, in denen sich der Kleinkram, den man so über den Tag hin braucht, gut verstauen lässt. Selbst Schokoriegel wurden vom Küstenjungen hier nicht entdeckt - und schmolzen auch nicht ;) Denn das ist ein weiterer, richtig großer Vorteil des JAKO-O Sonnen-Family-Zeltes: Es ist mit einer Beschichtung ausgestattet, die zum einen hervorragend vor Sonneneinstrahlung schützt (UPF 50+) und zum anderen das Aufheizen des Zeltes verhindert. Innendrin bleibt es also angenehm kühl, egal, wie stark die Sonne knallt. Optimal für Familien mit kleinen Kindern, die im Zelt ihren Mittagsschlaf halten wollen!
 


Das JAKO-O Sonnen-Family-Zelt hat zusätzlich eine Öffnung mit Reißverschluss in der Rückwand, so dass man ein Lüftchen durchs Zelt wehen lassen kann, wenn man das wünscht. Oder man kann als überbesorgte Zwei-Kind-Mami mal rausluken, um zu gucken, was der geliebte Rabauke hinter dem Zelt so anstellt ;)


 
Der Abbau ist hier, ebenso wie bei der CRIVIT Strandmuschel, kinderleicht. Wie Ihr seht, habe ich ihn selbst in die Hand genommen! Man sollte bloß darauf achten, dass man den Sand aus den Taschen zuerst ausleert und dann das Zelt zusammenfaltet - sonst landet er unweigerlich im Ausschnitt ;)
 
***
 
Das Fazit
 
Beide Strandmuscheln lassen sich gut tragen und auf- sowie abbauen. Beide sind relativ leicht und gut zu tragen. Die Heringe sind bei beiden Modellen verbesserungswürdig - nur, bei dem Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O braucht man sie nicht unbedingt; das ist ein deutlicher Vorteil.
 
Ebenso der bessere Sonnen- und Windschutz, der bei der CRIVIT Strandmuschel zwar in Ordnung, aber beim Sonnen-Family-Zelt von JAKO-O wesentlich besser ist. Zugleich ist das Sonnen-Family-Zelt flexibler im Aufbau und hat ein besseres Platzangebot.
 
Diese Qualitäts-Kriterien machen sich im Preis bemerkbar, sind es meiner Ansicht nach jedoch wert. Das JAKO-O Sonnen-Family-Zelt liegt von den Kosten her deutlich über der CRIVIT Strandmuschel, macht dafür jedoch auch einen stabileren und langlebigeren Eindruck.
 
***
So, das war's; ich hoffe, Ihr konntet etwas für Eure Strandmuschel- bzw. Sonnenzelt-Wahl mitnehmen. Und jetzt bin ich gespannt: Was ist Euch beim Kauf bzw. der Nutzung einer Strandmuschel wichtig - wonach entscheidet Ihr?
 
Eine schöne Sommerzeit wünscht Euch
 
Eure Küstenmami
 


Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen