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Montag, 11. April 2016

Das Küstenmini gehört dazu! Ein Abschied und ein Neuanfang


Moin, Ihr Lieben!
  
Nach meiner Auszeit melde ich mich wieder zu Wort. Das fällt mir schwer, aber ich finde es wichtig. Richtig und wichtig.

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Es fällt mir schwer, zu schreiben, es fällt mir schwer, die vertraute Anrede zu verwenden, es fällt mir schwer, ein Ausrufezeichen zu setzen. Ich tue es trotzdem. Ich will es tun! Ich will nicht nur die Wand anstarren und weinen. Ich weiß zwar, ich werde noch oft die Wand anstarren, ich werde noch oft weinen, das gehört dazu, denn ich trauere um mein Küstenmini, und das ist auch richtig so. Aber nicht nur, das kann nicht das Einzige sein. Ich will auch rausgehen, ich will auch lachen, ich will für meine Küstenkinder da sein, ich will weitermachen, ich will schreiben. Auch wenn das tierisch schwerfällt. Auch wenn das weh tut.
 
Aber es tut zur Zeit alles weh. Der Abschied tut weh, und wird es auch noch lange tun, denn das ist für mich kein einmaliger, abgeschlossener Akt, sondern ein Prozess, der Zeit braucht. Der leere Bauch tut weh, seelisch und körperlich, denn so eine Schwangerschaft, auch wenn sie nur kurz, viel zu kurz war, hinterlässt Spuren. Ich vermute mal, die bleiben, punktum. Für immer; jede Schwangerschaft und jedes Kind bleibt für immer. Das ist nicht einfach, aber dennoch richtig.

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Das mit dem "nicht einfach, aber richtig/wichtig" gilt für so vieles. Und manches ist nicht einfach bzw. tut weh, ist aber trotzdem gut. Ich wusste vorher nicht, oder zumindest nicht bewusst, dass das geht, aber es ist so.

Das Auf-die Füße-Kommen, das Wieder-Land-Sehen tut weh, es ist unglaublich anstrengend. Aber richtig. Und notwendig. Mit meinen beiden Küstenkindern zu spielen tut weh, ist aber gleichzeitig gut. Das Reden tut gut und weh, das Schreiben ebenso, wenn auch eher weh und gut. Und beides ist wichtig.
 
Das Weitermachen insgesamt tut weh, vor allem, weil es nicht einfach ein Weitermachen-wie-bisher ist. Das geht nämlich nicht, das geht gar nicht. Zu viel ist passiert, es ist einfach anders jetzt, und deshalb möchte ich zumindest versuchen, manche Dinge anders zu machen.
 
In meinem Leben, in unserem Leben. Auch hier auf dem Blog. Denn das Küstenmini war nicht nur ein wichtiger Teil von unserem Leben, sondern ist es noch immer. Das Küstenmini ist mein Kind, das wird es immer bleiben. Ich habe es geliebt und getragen; ich liebe es und trage es noch immer, zwar nicht mehr in meinem Bauch, aber in meinem Herzen.
Und das wird auch so bleiben.
 
DAS KÜSTENMINI GEHÖRT DAZU!
 
Das gilt im Leben wie im Bloggen. Denn ich möchte es nicht verstecken, verdrängen, aussparen. Ich möchte es würdigen, wertschätzen, darüber sprechen und schreiben. Ich möchte, dass mein Kind gesehen und anerkannt wird, auch wenn sein Leben nur kurz war.

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Ebenso wie all die anderen Sternchen, all die anderen Kinder, die viel zu früh gestorben sind. Denn das Thema "Sternenkinder" betrifft nicht nur mich, nicht nur uns, sondern viel mehr Menschen, viel mehr Eltern, als man vielleicht so denkt. Ganz viele von Euch haben mir in Euren unglaublich lieben und offenen Kommentaren und Nachrichten geschrieben, dass sie mit uns fühlen, dass sie uns verstehen, dass sie Ähnliches schon einmal selbst erlebt haben.

Und all diese Eltern trauern, verarbeiten, brauchen Trost, Rat und womöglich Unterstützung. Und die soll es geben, auch hier auf dem Blog. Denn vielleicht helfen unsere Erfahrungen auch anderen weiter, zumindest hoffe ich das. Deshalb möchte ich sowohl darüber schreiben, wie ich mit diesem Verlust umgehe, was mir persönlich hilft, als auch darüber, wie man sonst noch - vielleicht auch nur ansatzweise - mit so einer Situation umgehen und wo man sich mentale und tatkräftige Hilfe holen kann, wenn man das denn möchte. 

Daher soll sowohl mein eigenes Küstensternchen als auch das Thema "Sternenkinder" hier seinen Platz haben. Keine Sorge, dies wird trotzdem kein 'Geisterblog' werden. Wir sind eine Familie mitten im Leben, und das bleibt auch so. Es wird sich auch weiterhin viel um unser Familienleben am Meer, unsere Ausflüge, Erfahrungen und Erlebnisse und unsere wunderbaren, liebenswerten und quicklebendigen Küstenkinder drehen. Doch ich möchte auch über Sternenkinder, über mein Sternenkind, über mein Küstensternchen schreiben.

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Und ich freue mich, wenn Ihr auch etwas dazu zu sagen habt! Denn Ihr seid immer dabei, auch bei diesem Abschied und beim Neuanfang.

Schön, dass es Euch gibt - ich freue mich, dass Ihr da seid!

Ahoi und Leinen los

Eure Küstenmami

8 Kommentare:

  1. Hallo, ich kenne deine Gefühle und weiß genau wie du dich fühlst. Auch ich habe diese bittere Erfahrung zweimal durchlebt und das was du oben geschrieben hast, spricht mir aus dem❤️. Genau so habe ich es auch gehandhabt und den Blick nach vorne gerichtet. Aber bis heute sind sie täglich in meinem ❤️. Sie sind Teil meiner Familie und das wird immer so sein. Fühl dich gedrückt, bin in Gedanken bei dir! LG Jeannette

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    1. Ach, danke für Deine lieben Worte!
      Liebe Grüße, Deine Küstenmami

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  2. Was für ein trauriger und aufrichtiger Text, der aber zugleich auch voller Hoffnung und Mut ist. Ich bewundere euch für eure Stärke und ich finde es ganz wichtig, dass euer Küstenmini mit einbezieht, denn er ist ein ganz wichtiger Teil von euch. Danke für deine aufrichtigen Worte und ganz viel Kraft weiterhin! Alles Liebe Anna

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    1. Ich danke Dir, liebe Anna! Ja, es ist beides da: Die Trauer, aber auch die Hoffnung. Und unser Küstenmini wird immer ein Teil von uns bleiben!

      Viele liebe Grüße, Deine Küstenmami

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  3. Rumpelstilzchen 2.015. April 2016 um 17:41

    Es ist gut, dass Du wieder aufstehst. Das tut Dir gut und Deiner Familie! Und ist auch kein "Verrat" am Küstenmini. Du hast auch völlig Recht damit, dass es stets ein Teil von Euch bleiben wird. Ebenso ist richtig, dass Deine Erfahrungen der letzten Wochen Dich weiter bringen werden. Bleibe weiter stark, aber gib genau so Deinen Gefühlen Raum. Liebe Grüsse R 2.0

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    1. Ja, das versuche ich...Danke, dass Du mir Mut machst!
      Viele liebe Grüße, Küstenmami

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