Freitag, 30. September 2016

Lasst die Kinder spielen!

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Moin, Ihr Lieben!

Was wünscht Ihr Euch für Eure Kinder? Was möchtet Ihr ihnen mitgeben auf ihrem Weg? Was sollen sie lernen, damit sie später zuversichtlich und kompetent durchs Leben gehen, damit sie sowohl tiefe Wurzeln haben, die ihnen Sicherheit geben, als auch Flügel, mit denen sie abheben können?

Ich glaube alle Eltern wollen, dass Ihre Kinder glücklich sind. Sowohl im Hier und Jetzt als auch in der Zukunft. Sie wünschen sich, dass ihre Kinder die Kindheit genießen können, in ihr aber auch Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben, die sie stark für's Leben machen.

Heute möchte ich darüber schreiben, wie beides möglich ist.

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Schlüsselkompetenzen für die Zukunft

Wenn man Eltern fragt, welche Schlüsselkompetenzen sie als relevant erachten, damit ihre Kinder die Herausforderungen der Zukunft meistern, werden laut einer Forsa-Umfrage an erster und zweiter Stelle Teamfähigkeit (55%) und Kommunikationsfähigkeit (46%) genannt. Darauf folgen Durchsetzungsfähigkeit (38%), Lösungskompetenz (31%) und Eigeninitiative (29%). Kreativität, Technische Kompetenz und Empathie werden ebenfalls als wichtig angesehen.
 

Doch wie bringt man seinen Kindern all diese Fertigkeiten bei, ohne sie von einer Frühförderung zur nächsten zu schleppen? Versteht mich nicht falsch: PEKiP, Babyschwimmen & Co sind sinnvoll; aber eben alles in Maßen. Kein Kurs kann das Zusammensein mit Mama und Papa ersetzen, und ein vollgestopfter Terminkalender tut nicht schon im Baby- und Kleinkindalter not. Kinder sollen schließlich auch einfach Kinder sein dürfen!

Und mal ehrlich: Am schönsten ist es doch, wenn Kinder etwas lernen können, ohne dass ihre Kindheit mit Lernmaßnahmen und (Beschäftigungs-)Therapien vollgestopft ist. Hört sich das paradox an? Vielleicht, aber ich glaube, dass das relativ einfach machbar ist.

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Freies Spielen

Ihr fragt Euch, wie das geht? Die Antwort ist verblüffend einfach und lautet: Lasst die Kinder spielen.


Ja genau, spielen. Und zwar frei. Das bedeutet, dass mit "Spielen" hier das so genannte "freie Spiel" gemeint ist. Also ein Spiel mit genügend Zeit, Raum und Möglichkeiten, so dass sich die Kids frei entfalten und ausprobieren können. Ohne Vorgaben und Restriktionen, ohne allzuviel Ordnung und Struktur, ohne konkrete Aufgabenstellung und ständige Bespaßung durch wohlmeinende Erziehungsberechtigte. Also ohne Helikopter-Eltern ;)

Denn das freie Spiel ist tatsächlich die beste Fördermaßnahme, die es gibt, ohne als solche deklariert, ausgewiesen und abgestempelt worden zu sein. Dabei können die Kinder kreativ sein, ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, miteinander Kommunikation und Interaktion üben.

Das meinen übrigens laut besagter Forsa-Studie auch 54% der befragten Eltern. Sie sind der Ansicht, dass ihre Kinder durch das freie Spiel die Kompetenzen und Fähigkeiten erlernen, die für ein erfolgreiches Schul- und Berufsleben entscheidend sind.

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Einfach machen lassen

Wie geht das denn nun mit dem freien Spielen? Wie oben schon gesagt: Indem man die Kinder einfach machen lässt und ihnen vielleicht noch ein paar Möglichkeiten anbietet, ohne sich wirklich einzumischen. Für das freie Spiel braucht man nicht viel, manchmal sogar gar nichts.

Bei uns funktioniert das ganz wunderbar, wenn wir draußen unterwegs sind. Da gibt es so viel zu entdecken, zu erfahren und zu toben, dass unsere Küstenkinder damit meistens schon vollkommen glücklich sind. Wir gehen oft an den Strand, wo der Wind pfeift, der Sand unter den Füßen knirscht, die Kids am Wasser plätschern können und es Muscheln, Seetang und Steine zum Spielen gibt. Aber auch in den Wald, auf den Spielplatz und natürlich in den Garten, wo sie ebenfalls die Natur mit allen Sinnen erkunden und erfahren können.

Für drinnen bietet sich Spielzeug an, das viele Möglichkeiten lässt und wenig Vorgaben macht. Das den Kindern alle Chancen bietet, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und zu erweitern und der Phantasie genügend Raum gibt. Das ihnen gestattet, in einen richtigen Flow während des Spielens zu kommen und in ihrer eigenen Welt zu versinken. Das uns Erwachsene (beinahe!) überflüssig macht, weil die Kinder völlig selbstständig und ohne viel Hilfe von außen damit spielen können. Eben Spielzeug, das gutes Spielen ermöglicht :)

Dazu gehören zum Beispiel Bausteine und Lego, mit denen sie die Welt bauen können, wie sie ihnen gefällt. Die sie mit allem kombinieren können, was wir haben, sei es die geliebte Eisenbahn oder andere Spielsachen. Oder Kuscheltiere, die nicht nur zum Schmusen, sondern auch für Rollenspiele geeignet sind. Stapelbecher, die auch Schöpfgefäß, Trinkschale, Aufbewahrungsort und Turmelement sein können. Ein paar bunte Sachen, Hüte und Mützen zum Verkleiden sind auch toll. Und Bastel- und Malsachen, mit denen sie altersgerecht und ohne Verletzungsgefahr kreativ werden können.

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Entspannte Kinder - entspannte Erwachsene


Bei uns dürfen die Kids mit allem spielen, was es im Haushalt gibt. Sie dürfen spielen, was sie wollen und womit sie wollen; also nicht nur mit dem Spielzeug im Kinderzimmer, sondern auch mit den Sachen in Wohnzimmer, Bad und Küche, es sei denn, es ist irgendwie gefährlich oder geht wirklich leicht kaputt. Das ist übrigens auch für uns Erwachsene entspannend, weil wir nicht ständig als Animateure agieren müssen, sondern sie einfach machen lassen können!

Ich bin überzeugt, dass unsere Kinder in Kombination mit der Liebe und der guten Bindung, die wir zueinander haben, so die Fähigkeiten entwickeln, die sie für ihre Zukunft und die Anforderungen des 21. Jahrhunderts brauchen. Übrigens: Dieses Bündel an Fähigkeiten und Kompetenzen wird auch oft 21st Century Skills genannt. Wenn Ihr diesem Begriff also demnächst mal begegnet, könnt Ihr mitreden - während Eure Kinder das tun, was sie am besten können: Spielen, spielen, spielen.

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Wie ist das bei Euch zu Hause: Was und womit spielen Eure Kinder? Was haltet Ihr vom freien Spielen?

Einen entspannten Tag und ein wunderschönes Wochenende wünscht Euch

Eure Küstenmami


Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung der Lego Initiative zu den 21st Century Skills entstanden.

Mittwoch, 28. September 2016

#Familienmoment Nr. 29: "Du Mierfink, ich Monsterkrümel!"

Unser #Familienmoment der Woche
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Wieder ist Mittwoch und wieder ist #Familienmoment-Tag, der Tag, an dem all die kleinen, großen, wunderbaren, witzigen, ätzenden, erschreckenden und einzigartigen Augenblicke im Familienleben zur Sprache kommen und hier auf dem Blog festgehalten werden. Mehr dazu will ich gar nicht sagen - denn alles weitere steht hier.
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Und jetzt geht es direkt los mit unserem Familienmoment!
 
Ihr habt ja wahrscheinlich mitbekommen, dass die Sache mit dem Essen bei uns nicht immer glatt läuft. An unserem Familientisch geht es keineswegs perfekt zu; da wird gematscht, gekrümelt und mit den Löffeln geklappert, was das Zeug hält.
 
Ich glaube, das sieht von außen bzw. mit etwas Abstand betrachtet ganz schön witzig aus. Manchmal jedenfalls. Und es ist ja auch irgendwie verständlich, dass unsere Küstenkinder noch nicht 'ordentlich' essen können; schließlich sind sie erst anderthalb und zweidreiviertel Jahre alt. Auch wenn sie sich Mühe geben, kann so leicht mal etwas daneben gehen...
 
Wenn man aber mitten in der Brei-Schlacht steckt, ist es nicht immer einfach, die Nerven und womöglich sogar die gute Laune zu behalten. Ich gebe zu, da bin ich schon manchmal ganz schön angefressen... Doch neulich musste ich so dermaßen lachen, dass alle Flecken, alles Geschmiere und sogar das kaputte Geschirr von letzter Woche völlig egal waren.
 
Woran das lag? An den Äußerungen meiner Küstenkids!
 
 Also ich meine jetzt nicht das gelegentlich mit Vehemenz vorgebrachte "Nein!" unseres Küstenjungen, wenn wir es mal wieder wagen, ein ungeliebtes Gemüse auf den Tisch zu bringen. Oder das sich erwartungsvoll steigernde, Unheil verkündende "oh, Oh, OH" des kleinen Küstenmädchens, das dabei den vollen (!) Löffel in die Höhe hält und gespannt zusieht, wie das (flüssige!) Essen heruntertropft.
 
Nein, ich meine die Verteidigungen, die unsere geliebten Kinder vorbringen, nachdem sie mindestens sich selbst, mein frisch gewaschenes Top (Fehler!) und die gesamte Umgebung in eine absolute Essenswüste verwandelt haben. Denn mein ehrenwerter Mann und ich reagieren in einem solchen Fall schon öfters, na ja, ungehalten. Bevor ich Mami wurde, war ich schließlich auch ein Mensch! So mit Reinlichkeitsempfinden & Co ;) Da kann es schon mal passieren, dass mir angesichts des immensen Gematsches, das bei uns stattfindet, ein pädagogisch nicht ganz so wertvoller Ausruf rausrutscht...
 
"Du Schmierfink!" sagte ich etwa letzte Woche zu meinem Küstenjungen, der die (rote!) Sauce zu den Kartoffeln nicht nur auf Hände und Unterarme, sondern leider auch in die Haare verteilt hatte. "Du Krümelmonster!" beschuldigte ich mein kleines Küstenmädchen, das die gleiche Sauce zwar komplett auf dem Teller belassen, aber dafür die Kartoffelbröckchen in einem Streukreis von mindestens zwei Metern um sich herum verteilt hatte. Tsja, wenn man mal eben kurz in die Küche geht, um sich ein Getränk zu holen... Fehler, Fehler, FEHLER!
 
"Ich nicht Mierfink!" verteidigte sich der Küstenjunge prompt und hielt seine tiefroten Hände in die Luft. "Nein, nein, nicht, ich NICHT Mierfink!!!" Sein Tonfall skandierte. Auf keinen Fall wollte er hier der Schuldige sein. Das war sicher jemand anders gewesen, das mit der roten Sauce, ganz sicher. Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte ich hier schon lachen müssen. Schnell wandte ich mich dem kleinen Küstenmädchen zu.
 
Doch meinem Großen fiel noch etwas ein. Er zeigte auf sein Schwesterchen: "Ich nicht Mierfink! Du Mierfink!!!"
 
Das ließ sie nicht auf sich sitzen. Energisch schüttelte sie den Kopf. Natürlich kann sie noch nicht so gut sprechen wie der große Bruder, aber sich verteidigen, das kann sie. "Krüml!" brachte sie hervor, "isch Krüml." Ich hätte mich wegschmeißen können!!! Denn tatsächlich krümelt sie immer wie eine Weltmeisterin - und das weiß sie auch.
 
Doch unser Küstenjunge, der momentan besonders gut genau das verneinen kann, was andere bejahen, ließ das nicht gelten. "Nein! Du nicht Krümel!" empörte er sich. "Ich Krümel! Du Mierfink, ich Monsterkrümel!!!"
 
Ich konnte nicht mehr und bog mich vor Lachen. Ich lachte und lachte und lachte. Beide guckten mich verdutzt an. Sie hatten wohl eher mit einer Strafpredigt gerechnet... Ich glaube, sie fühlten sich nicht ganz ernst genommen; besonders mein Küstenjunge betrachtete mich äußerst vorwurfsvoll. Aber das war so süß! Und Lachen ist allemal besser als Schimpfen...
 
Ich trug sie schließlich ins Bad und 'rächte' mich mit einer gründlichen Waschaktion. Monsterkrümel und Mierfink protestierten natürlich reichlich. Aber das konnte meiner guten Laune keinen Abbruch mehr tun. Die ganze Aktion war so hinreißend...
 
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Und was war Euer #Familienmoment? Ich bin gespannt!
 
Einen schönen Mittwoch wünscht Euch
 
Eure Küstenmami

Montag, 26. September 2016

Die Welt von ganz oben: Der Leuchtturm von Nr. Lyngvig

Nr. Lyngvigs Fyr
 
Moin, Ihr Lieben!
 
Was ist für Euch das faszinierendste an Leuchttürmen? Dass sie so hoch in die Gegend aufragen? Dass man von oben einen traumhaften Ausblick auf die gesamte Umgebung hat? Das Kribbeln im Bauch, wenn man die vielen, vielen Stufen hinaufsteigt? Oder ihre einzigartige Architektur, ihre Schönheit?
 
Für mich ist von allem ein bisschen dabei. Fest steht: Wir lieben Leuchttürme! Ich habe Euch ja schon verschiedene Leuchttürme in Dänemark vorgestellt, die den Besuch lohnen, z.B. den in einer Welt aus Sand versunkenen Leuchtturm von Rudbjerg Knude und den eindrucksvollen Leuchtturm von Blavand.
 
Heute ist der Leuchtturm von Nr. Lyngvig oder auch Nørre Lyngvig an der Reihe, den wir in unserem Dänemark-Urlaub im Sommer bestiegen haben. Wir fanden ihn unglaublich schön und haben außerdem einen tollen Spielplatz und eine süße Museumsbutik an seinem Fuß entdeckt!
 
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Nr. Lyngvigs Fyr
 
Der Leuchtturm von Nr. Lyngvig oder Lyngvig Fyr, wie die Dänen sagen, wurde 1906 erbaut und ist insgesamt 38 imponierende Meter hoch. Damit ist er der letzte Leuchtturm, der an der dänischen Nordseeküste errichtet wurde, und zugleich der höchste.

Der Grund seiner Errichtung war ursprünglich ein trauriger: Nachdem ihr Schiff auf Grund gelaufen war, kamen 24 Seeleute bei einem Schiffsunglück drei Jahre zuvor in der rauen Nordsee ums Leben. Um die Schiffe an der dänischen Nordseeküste besser zu schützen, wurde daraufhin das Leuchtfeuer errichtet, das sein Licht weit übers Meer hinausschickt und vor den drohenden Untiefen warnt.

Nr. Lyngvigs Fyr
 
Heutzutage kann das beeindruckende weiße Bauwerk nicht nur von den Leuchtturmwärtern, sondern auch von Besuchern bestiegen werden. Ihr findet den Leuchtturm, wenn Ihr die Küstenroute 181, den Holmsland Klitvej, entlang fahrt und dann auf Höhe des Orts Nr. Lyngvig zur Küste hin abbiegt und der Ausschilderung folgt. Die Adresse für's Navi lautet: Holmsland Klitvej 109, 6960 Hvide Sande. Außerdem ist der prachtvolle Turm nicht zu übersehen ;)

Der Eintritt für Erwachsene kostet seit neuestem 50 Kronen; für Kinder unter 18 Jahren ist er frei, wie bei allen Einrichtungen des Projekts Lebende Geschichte, zu denen auch der Leuchtturm von Nr. Lyngvig gehört. Die Öffnungszeiten des Leuchtturms sind der jeweiligen Saison angepasst, einen Überblick findet Ihr hier.
 
Nr. Lyngvigs Fyr
 
Wir haben uns auf den Weg nach oben gemacht - ein bisschen Kondition ist da von Vorteil :) Insgesamt 228 Stufen sind zu bewältigen, 79 davon vom Fuß der Düne aus, und dann nochmal 149 im Leuchtturm selbst.
 
Nr. Lyngvigs Fyr

Das Treppenhaus finde ich in seiner klaren Schlichtheit und den hellen Farben wunderschön. Es löst bei mir das bekannte Prickeln aus - ich habe es nämlich nicht so mit der Höhe ;) Doch ein Geländer und relativ breite Stufen geben auch mir Sicherheit.
 
Aber der Aufstieg lohnt sich, denn man wird von ganz oben mit einem grandiosen Blick belohnt! Bis zum Meer kann man sehen und einmal rundum den Holmsland Klit, den Küstenabschnitt zwischen Nordsee und Ringköbing Fjord, überblicken.
 
Nr. Lyngvigs Fyr

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Wieder unten angekommen, war Tobezeit für unsere Küstenkinder angesagt! Am Fuße des Leuchtturms befindet sich nämlich ein neu errichteter und phantasievoll ausgestatteter Abenteuer- und Natur-Spielplatz.

Nr. Lyngvigs Fyr: Legeplats

Die Spielgeräte, die auf Wiese oder echtem Strandsand stehen, bieten sowohl großen als auch kleinen Kids tolle Spiel- und Klettermöglichkeiten und sind in einem ausgezeichneten, gepflegten Zustand.

Nr. Lyngvigs Fyr: Lejeplats

Nr. Lyngvigs Fyr: Legeplats
 
Unser kleines Küstenmädchen war ganz begeistert von der Nestschaukel, während unser Küstenjunge sofort das kleine "Krähennest" mit Sandaufzug erkundete. Und der Favorit des Küstenpapis war die Seilbahn :)

Neben Rutsche, Schaukel & Co gibt es außerdem ein originelles Spiel- und Klettergerät aus Vollholz, das einem Wal-Skelett nachempfunden ist, eine Seemanskiste, einen Fischflossen-Wipper und noch viel mehr.

Nr. Lyngvigs Fyr: Legeplats

Klar, dass uns diese maritimen Spielmöglichkeiten richtig gut gefallen haben ;)

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Nr. Lyngvigs Fyr: Souvenier Shop
 
Während der Küstenpapi mit einem kühlen Getränk aus dem Leuchtturmcafé auf unsere spielenden Küstenkinder aufpasste, durfte ich ein bisschen in der süßen Museumsbutik stöbern, die im gleichen Gebäude untergebracht ist und in der es nostalgische dänische Mitbringsel und Souveniers sowie landestypische Spezialitäten zu erstehen gibt.
 
Nr. Lyngvigs Fyr: Souvenier Shop 
Außerdem kann man sich - ganz kostenfrei - dort eine kleine Ausstellung zum Badeleben ab den 1920er Jahren ansehen, als die Westküste Dänemarks immer mehr Künstler und Großstädter anzog, die sich vom wunderbaren Licht im Norden inspirieren ließen oder sich an Strand und Meer erholten.
 

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So wie wir! Ach, wir haben unsere Zeit in Dänemark wirklich genossen und noch viele weitere schöne Ausflüge gemacht. Demnächst berichte ich Euch mehr :)

Welche Leuchttürme kennt Ihr?
 
Habt eine wunderschöne Woche
 
Eure Küstenmami

Freitag, 23. September 2016

Unser Rezept für ein gelungenes Familienessen

Unser ganz persönliches Rezept für ein gelungenes Familienessen
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Moin, Ihr Lieben!
 
Mal ehrlich: Geht bei Euch am Familientisch alles so perfekt zu? So wie in der Werbung? Die Kinder essen kleckerfrei ihre Teller leer, die Papis spenden Beifall und die Mamis haben stets weiße Blusen an und ein fröhliches Lächeln auf den Lippen?
 
Also bei uns ist das nicht so. Wenn wir am Familientisch sitzen, haben wir zwar meistens (!) Spaß am Essen, aber glatt läuft das keineswegs ab. Bei unseren Mahlzeiten wird auch schon mal etwas verschüttet oder gar nicht gegessen. Oder es gibt Streit: Der Küstenjunge will die Gurke nicht, aber die kleine Schwester darf sie auch nicht haben. Die Händchen greifen in den Brei statt zum Löffel, ich schimpfe, und schon, zack, befindet sich die Soße auf meinem Shirt. Im schlimmsten Fall fliegt der Teller vom Tisch. Ja, tatsächlich: Drei Stück sind in den letzten Monaten auf diese Weise zu Bruch gegangen!
 
Unser ganz persönliches Rezept für ein gelungenes Familienessen
 
"Aaaaaaargh!" möchte ich dann ausrufen. Denn manchmal - aber nur manchmal - wäre ich auch gern die makelose, strahlende Mami aus dem Fernsehen. Wer möchte das nicht? Doch das bin ich nicht, das sind wir nicht. Wir sind keine perfekte Familie.
 
Wir sind einfach wir.
 
Und, zugegeben, wir essen auch nicht nur gesunde Sachen. Meistens schon, und seit unsere Küstenkinder auf der Welt sind, immer mehr. Aber eben nicht immer. Es gibt auch mal einen Keks, und mein schwedischer Schokokuss-Nachtisch ist Hüftgold pur :) Auch in der Schwangerschaft habe ich den gegessen!
 
Manchmal muss es auch einfach schnell gehen. Das kennt Ihr, oder? Dann gibt es ein Brot statt einer Suppe und eine Banane statt eines Obstsalats. Und, ganz ehrlich, manchmal machen wir es uns auch einfach. Das geht auch gar nicht anders mit zwei klitzekleinen Küstenkindern, zwei bis über beide Ohren beschäftigten Erwachsenen, drei Katzen, einem Haus und ganz relativ viel Chaos.

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Unser ganz persönliches Rezept für ein gelungenes Familienessen
 
Deshalb brauchen wir Mahlzeiten und Rezepte, die für uns fuktionieren. Die praktisch sind und einfach zu kochen. Mit leicht erhältlichen Zutaten, die aber auch lecker und gesund sind. Und die Hauptsache: Es muss uns und den Kindern schmecken. Das ist übrigens das Wichtigste! Denn wenn es nicht schmeckt, isst keiner etwas, und dann habe ich umsonst gekocht. Und das ist so ziemlich das frustrierendste, was es gibt!

Außerdem versuche ich immer, etwas Frisches mit auf den Tisch zu bringen. Ihr wisst ja, dass wir auch gerne im Garten unterwegs sind und das große Glück haben, einen eigenen nutzen zu können. Aus den Tomaten und Zucchini lassen sich viele leckere Gerichte zubereiten. Überdies lieben die Kids Beeren aller Art, deshalb habe ich gerade noch ein weiteres Erdbeerbeet angelegt. 

Die Kinder essen die Sachen aus dem Garten echt gern, vor allem, wenn sie selber beim Ernten helfen dürfen. Und wir Erwachsenen auch! Damit lassen sich auch etwas unpretenziöse Mahlzeiten super ergänzen. So kann ich z.B. eine Nudel-Sauce mit frischen Tomaten aufpeppen. Und in den Quark rühre ich das selbstgepflückte Obst. Ihr seht schon, das ist alles machbar!

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Unser ganz persönliches Rezept für ein gelungenes Familienessen
 
Wenn mir aber doch mal die Ideen ausgehen sollten, gucke ich auf das 1.000 Tage Portal.

Von der 1.000 Tage Aktion hatte Euch ja hier und hier schon berichtet. Dabei geht es um die Ernährung in den ersten 1.000 Lebenstagen eines Kindes, die von entscheidender Bedeutung für seine Gesundheit sowie geistige und motorische Entwicklung sind. Denn wie wir uns in den ersten 1.000 Tagen ernähren, kann einen positiven Effekt auf unser gesamtes späteres Leben haben!

Egal, ob es um leicht nachkochbare, gesunde und leckere Rezepte geht oder um Tipps, wie ich das Essen besser auf den Tisch und in die Kids hinein bekomme, um WOW-Fakten, die mir etwas über die Gesundheit meiner Kinder verraten oder um Tipps von Mamis, Hebammen und anderen Expertinen: Auf dem 1.000 Tage Portal kann ich leicht und unkompliziert Infos einholen.

Dort habe ich auf einen Klick die 4 Phasen Schwangerschaft, Stillzeit, Beikost- und Kleinkindalter im Blick; das ist besonders nützlich, wenn man Kinder unterschiedlicher Altersstufen hat, so wie wir. Ich habe auch die Möglichkeit, mit einer netten Community aus anderen Müttern und Bloggerinnen in Kontakt zu treten, und kann dort alle meine Fragen loswerden. Denn die habe ich auch als zwar erfahrene, aber gar nicht perfekte Mami noch ;) 


Deshalb: Schaut doch auch mal rein in das 1.000 Tage Portal, lasst Euch inspirieren und informieren und tretet mit anderen Mamis und Papis in Kontakt!

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Zum Abschluss verrate ich Euch noch unser ganz persönliches Rezept für ein gelungenes Familienessen. Das klappt mit Babys, Kleinkindern, Teenagern, alten Omis, den lieben Nachbarstöchtern undundund - fast immer ;)

Ich nehme:
 
Etwas, das die Kinder gerne essen
Etwas, das wir Erwachsenen gerne essen
Etwas Gesundes
Etwas Frisches
1 gute Portion Pragmatismus
und 1 Prise Humor.
 
Letzteres empfiehlt übrigens auch Magdalena Neuner, Mami und Olympiasiegerin, die auch beim 1.000 Tage Portal mitmacht.
 
Viel Spaß dabei! Was sind Eure Tipps für eine gesunde, aber auch alltagstaugliche Ernährung?

Lasst es Euch schmecken ;)
 
Eure Küstenmami


Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung des 1.000 Tage Portals entstanden.

Mittwoch, 21. September 2016

Erste Hilfe für Eltern von Sternenkindern: Sprich darüber!

Leere Wiege Sternenkind verwaiste Eltern Sterneneltern Sternchen

Moin, Ihr Lieben.
 
Ist Euch etwas aufgefallen? Etwas ist anders. Ein kleines Zeichen nur, aber dennoch ein Zeichen.
 
Denn heute steht kein Ausrufungszeichen in der Anrede hinter "Ihr Lieben", so, wie Ihr das sonst gewohnt seid. Da steht nur ein Punkt, ein einfacher Punkt, weil mir heute nicht nach Ausrufungszeichen ist. Ehrlich gesagt ist mir im Moment nach überhaupt nichts.
 
Ich bin müde, todmüde, todtraurig.
 
Das geht mir seit dem Frühjahr gelegentlich so, und das hat auch einen Grund. Ihr, die Ihr hier schon etwas länger mitlest, kennt ihn: Wir haben unser Baby, unser kleines Küstensternchen, verloren. Das nagt an mir. Ich trauere.
 
'Noch immer?' fragen jetzt vielleicht manche. Denn der überraschende Tod unseres Sternenkindes ist ja 'schon' ein halbes Jahr her. Ja, ich trauere noch immer.
 
Wahrscheinlich auch noch länger, vielleicht sogar ein Leben lang, denn das Küstenmini ist mein Kind, so wie meine beiden lebendigen Küstenkinder meine Kinder sind. Es wird immer mein Kind bleiben, nur das ich es nicht auf dem Arm, sondern im Herzen trage. Und so wie meine anderen Kinder wird es geliebt, bis zum Ende des Universums und zurück, bis zum Ende aller Tage.
 
Ich finde es deshalb auch völlig in Ordnung zu trauern. Natürlich nicht immerzu und die ganze Zeit; aber es ist ok, Tage wie diesen zu haben, an denen ich nichts mag und nur wenig mache, jedenfalls für meine Verhältnisse. Nur eines ist wichtig, und wenn ich eben sagte, dass mir nach gar nichts ist, so ist das nicht ganz richtig.
 
Denn dieses eine hilft mir, schon immer und besonders an Tagen wie diesen: Darüber zu sprechen und manchmal auch darüber zu schreiben. Ein offenes Ohr zu finden bei Menschen, die mir zuhören, die mich verstehen, mich halten und manchmal auch einfach nur da sind.

***
Das war auch in den ersten Stunden und Tagen nach der schrecklichen Nachricht das Wichtigste: Nicht allein zu sein und reden zu können. Als ich geschockt und verzweifelt aus der Frauenarztpraxis kam, habe ich meinen Mann angerufen. Und dann meine beste Freundin. Ich habe es der Nachbarin erzählt, die mich weinend vor der Tür antraf. Und ich rede auch jetzt noch öfter mit guten Freunden über unser Sternenkind, wenn die Trauer wieder heranrollt und schwer auf meinen Schultern lastet.

Ich weiß nicht, wie ich ohne Sprechen, ohne Reden, ohne drüber Schreiben die ersten Tage und Wochen überstanden hätte. Denn wenn mir auch nach sonst nichts war, nicht nach Essen, nicht nach Schlafen, nicht nach Spielen, schon gar nicht nach netten Kino-Abenden oder irgendwelchem Rummel, so war mir doch nach Anrede, nach Ansprache, Aussprache, nach Rede und Sprache allgemein. Denn ich muss(te) einen Weg finden, mit all dem umzugehen, was in mir ist, was in mir arbeitet, in mir frisst, damit es mich nicht kaputt macht.
 
Sprechen ist für mich Mitteilungs- und Verarbeitungsmöglichkeit. Es gibt mir die Chance, meine Gefühle auszudrücken und mich mit ihnen angenommen und verstanden zu fühlen. Wenn ich rede, bewege ich mich (wieder) in Zusammenhängen. Ich kann das Gefühl der Abgeschnittenheit und Isolation überwinden; denn auch wenn auf der Welt gerade nichts Schönes zu sein scheint, so merke ich beim Reden doch: Da ist zumindest eine mitfühlende Seele. Ich bin nicht allein. Durch den Kontakt mit anderen kann ich auch wieder besser mit mir selbst in Kontakt treten. Ich kann mich verständigen über das Schreckliche, was uns widerfahren ist, und wenn auch nicht ins Gute, so doch zumindest ins Reine mit mir kommen.

***
Deshalb ist das auch mein Erste-Hilfe-Tipp für Euch, wenn Ihr in einer ähnlichen Situation seid. Wenn Ihr Euer geliebtes Kind verloren habt oder wenn Ihr allgemein von Tod und Trauer betroffen seid: Redet darüber. Bleibt nicht allein, grabt Euch nicht ein (jedenfalls nicht für lange), teilt Euren Kummer und teilt Euch mit. Macht die Erfahrung, dass da noch ein Außen ist, ein liebevolles womöglich, das hilft, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn man gerade alles andere möchte als das.

Auch wenn es fast zu einfach klingt und dennoch nicht einfach ist: Redet, redet, redet. Um Euer Leben, um Euer Seelenheil. Denn Ihr befindet Euch in einer schlimmen Situation, in einem Ausnahmezustand. Egal ob Eure Trauer alt oder neu ist: Reden hilft.

Vielleicht hört Euch eine gute Freundin zu oder Euer Partner, ein Kumpel oder vielleicht sogar jemand völlig Fremdes, der Euch und Eure Geschichte (noch) nicht kennt. Falls Ihr ganz allein seid, wählt die Nummer einer Hilfsorganisation; zahlreiche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Eltern von Sternenkindern habe ich Euch hier aufgelistet. Dort findet Ihr engagierte, einfühlsame und gut ausgebildete Menschen, deren Anliegen es ist, Euch zuzuhören und zu helfen.

Und lasst andere reden, die in Trauer sind, die jemanden verloren haben. Falls Ihr nicht selbst betroffen seid, sondern jemanden kennt, der sein Sternenkind viel zu früh gehen lassen musste: Leiht ihnen Euer Ohr und vielleicht auch Euren Arm. Achtet auf die kleinen Zeichen, die womöglich sagen: Mir geht es nicht gut. Stützt, helft und tragt die verwaisten Eltern, begleitet sie ein Stück ihres schweren Weges, wenn Ihr könnt. Den Weg selbst könnt Ihr ihnen nicht abnehmen. Aber das Reden, das Teilen, das Nicht-Allein-Sein, das macht es ihnen ein kleines bisschen leichter.

***
Danke, dass Ihr mir bis hierhin zugehört habt und immer wieder von neuem zuhört. Ich habe gute Freunde und eine Familie, die mich stützen, und ich habe Euch. Ich bin froh, dass Ihr da seid, denn Schreiben ist für mich auch eine Art zu sprechen. Und ich verspreche Euch: Mit dem Schreiben werde ich weitermachen und hoffen, dass es nicht nur mir, sondern vielleicht auch Euch ein bisschen hilft.

Fühlt Euch gedrückt

Eure Küstenmami

Montag, 19. September 2016

Die Küstenkinder auf Safari: Unser Besuch im Givskud Zoo

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Moin, Ihr Lieben!
 
Habt Ihr eigentlich die Tierfotos während unseres Dänemark-Urlaubs auf Instagram gesehen? Die meisten stammen von unserem Besuch im Givskud Zoo, über den ich Euch heute mehr berichten möchte. Das war nämlich einer der schönsten Ausflüge, die wir in Dänemark unternommen haben!
 
Im Givskud Zoo kann man nicht nur die üblichen Verdächtigen aus dem Tierreich bewundern, sondern auch auf Safari gehen, d.h. direkt in die Tiergehege fahren oder darin herumspazieren. Und bevor man sich versieht,  ist man von Affen, Giraffen und Löwen (!) umgeben - das ist schon etwas ganz Besonderes!
  
 
Das fanden auch unsere Küstenkinder, die den Besuch im Givskud Zoo mindestens ebenso sehr genossen haben wie wir Erwachsenen. Man hört ja manchmal, dass Kleinkinder von so einem Erlebnis noch nicht so viel hätten - aber das stimmt gar nicht! Unsere beiden Lütten haben mit großen Augen die vielen Tiere bestaunt und begeistert bei Fütterungen & Co mitgemacht. Noch tagelang und selbst jetzt, Wochen später, erzählen sie davon. Sie erinnern sich genau und lieben es, mit uns zusammen die Bilder anzugucken.
 
 
Und Bilder habe ich Euch reichlich mitgebracht - Ihr wisst ja inzwischen, wie gerne ich fotografiere ;)
 
***
Der Givskud Zoo liegt ziemlich genau in der Mitte von Jütland, in der Nähe von Billund. Das sind etwas über eine Stunde Fahrt von der deutschen Grenze aus und ca. 80 Minuten von unserem Ferienhaus bei Söndervig. Das ist schon ein Stück Weg - aber es lohnt sich total!
 
In und durch den Givskud Zoo fährt man in der Regel mit dem Auto, da man damit auch die Freigehege mit den "großen" Tieren wie Giraffe, Büffel, Löwe & Co erkunden darf. Wer das nicht möchte, kann natürlich auch den zoo-eigenen Safaribus nehmen. Hier findet Ihr alle Infos und die Abfahrtszeiten!
 
Das bedeutet aber keineswegs, dass man den ganzen Tag oder auch nur den größten Teil davon im Auto verbringt, im Gegenteil! Denn es gibt auch viele Tier-Areale, die man zu Fuß entdecken kann, dazu tolle Spiel- und Picknickplätze und andere Attraktionen. Es hat jedoch den Vorteil, dass man all seine Sachen (und die der Kids!) dabei hat, ganz nach Bedarf zwischen Safari-Fahrt und Spaziergang bzw. Austoben wechseln kann und kleine Kinder im PKW oder im Buggy ihren Mittagsschlaf halten können, wenn es gerade passt.
 
Doch der Reihe nach! Ich nehme Euch mit auf unsere Safari durch den Givskud Zoo und habe auch ein paar gute Tipps für einen tollen Tag dort im Gepäck.
 
***
 
Wir sind frühmorgens von unserem Ferienhaus aus aufgebrochen. Das hatte den Vorteil, dass die Kinder einen kleinen Vormittagsschlaf im Auto gehalten haben und munter und ausgeruht waren, als wir im Givskud Zoo ankamen. Nach einem Blick auf den Übersichtsplan hielten wir deshalb gleich beim P1 (Parkplatz 1) und stiegen aus. Im Tagesprogramm kann man immer sehen, welche Fütterungen und Aktivitäten auf dem Plan stehen. Die Kamelfütterung wollten wir auf keinen Fall verpassen!
 

Hier dürfen die Kids nämlich selber füttern - und das ist einfach zauberhaft! Wie die weichen Lippen der riesigen Tiere die vorgefertigten Karottenstückchen sanft aus den kleinen Kinderhänden nehmen... hachz!
 
 
Und wenn die Möhren alle sind, werden auch Gänseblümchen gern genommen ;) Nein, das darf man natürlich nicht, wie der fachkundige Biologe, der die Fütterung leitete, erklärte. Auch sonst haben wir viel Wissenswertes gelernt, ebenso wie bei der darauf folgenden Fütterung der Elefanten, die jedoch aus sicherer Entfernung geschah.
 
 
Ja, so große Tiere, auch wenn sie freundlich gucken, verdienen Respekt!
 
Das galt auch für die Wasserbüffel - nur die vorwitzigen Enten hatten bei dem Teil mit dem Abstandhalten offensichtlich nicht zugehört :)
  
 

 
Unsere Küstenkinder, die zuerst begeistert herumgelaufen waren, stiegen jetzt in den kostenlos bereit stehenden Bollerwagen ein.
 
 
Die Bollerwagen findet Ihr im Bereich des P1, besonders früh am Morgen sind noch viele verfügbar! In dem spannenden Gefährt gab's gleich ein erstes Picknick; denn wenn man die Tiere essen sieht, wird man selber schnell hungrig :)
 
 
Überall im Givskud Zoo kann man sich übrigens selber versorgen oder eines der verlockenden Restaurants bzw. einen Shop aufsuchen. Dort gibt es teils sogar original afrikanische Speisen!
 
Unser Küstenkinder haben den Bollerwagen sehr genossen. Nur mit Hinweis auf die wartenden Giraffen konnten wir sie überzeugen, wieder in unser "altes" Auto einzusteigen und die Safari mit dem Wagen fortzusetzen...
 
 
Und die Giraffen warteten nicht nur, sie kamen! An unser Auto nämlich!
 
 
Ebenso wie die riesigen Bisons, die ohne Zögern unsere Route kreuzten und die wir dadurch aus allernächster Nähe betrachten konnten.
 
 
Wir kamen aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus und unsere Kinder übertönten sich gegenseitig mit begeisterten Ausrufen. Man bekommt auch immer gut was zu sehen; es leben genug Tiere in den verschiedenen Gehegen. Die Straßen, die hindurch führen, sind so breit, dass man nach Belieben anhalten, überholen, weiterfahren oder schauen kann, ganz wie man möchte. Es ist übrigens auch möglich, mehrmals durch die einzelnen Abschnitte zu fahren, wenn man sich beim ersten Mal noch nicht sattgesehen hat ;)
 
 
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Nach dieser Safari-Tour war es bereits Mittag, und wir näherten uns P2 (Parkplatz 2). Das hat gut gepasst, denn wir waren wieder hungrig und die Kids hatten einen deutlichen Bewegungsdrang. Ich bin ja immer dafür, rechtzeitig Pausen zu machen; also bevor das jeweilige Bedürfnis so groß ist, dass die Kids unruhig werden ;)
 
 
Am Rande von P2 gibt einen idyllisch am See gelegenen Picknickplatz, an dem man sogar grillen kann. Was aber noch viel wichtiger ist: Gleich nebenan liegt einer der größten und am besten ausgestatteten Spielplätze, die ich je gesehen habe!  
 
 
Unsere Küstenkinder sind gleich losgedüst und haben sich richtig ausgetobt. Die Spielgeräte aus Rubinienholz sind niegelnagelneu und total phantasievoll gestaltet.
 
 
Viele sind für Kleinkinder geeignet, aber auch an die Größeren wurde mit jeder Menge Herausforderungen wie Türmen, Rutschen und Klettermöglichkeiten gedacht.
 
 

Sandspielzeug ist auch hier - wie auf vielen Spielplätzen Dänemarks - vorhanden und muss nicht extra mitgebracht werden. Und das Beste: Am Rand des Spielplatzes stehen extra Hängematten zum Chillen und Entspannen - für die Eltern!
 

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Von P2 aus kann man wieder auf Safari gehen, aber diesmal zu Fuß! Ein schöner Rundweg führt zu den Tiergehegen, der sich auch gut mit dem Buggy bewältigen lässt.
 
 
Wir fanden das Mini-Nilpferd sehr süß, das sich in der Sonne ausruhte.


Ein absolutes Highlight war das Affen-Freigehege, durch das wir einfach hindurchspazieren konnten. Die Affen hatten nämlich Junge bekommen; gleich mehrere supersüße Affenbabys tobten durch die großzügige grüne Anlage.
 
 
 
Ach, hier hätte ich den ganzen Tag bleiben, zusehen und fotografieren können, so niedlich war das Herumgeflitze und Geklettere der kleinen Affen!
 
 
Füttern darf man hier nicht, gerade die kleinen Affen sind jedoch trotzdem sehr zutraulich.
 
 
Ein weiterer Rundkurs auf der anderen Seite von P2 führt zu den Katas und den Gorillas, unter denen der imponierende "Silberrücken" Kipenzi die Leitposition inne hat. Auch die Nashörner, Gnus und einige andere Tiere konnten wir beobachten. Diesen Part haben unsere Küstenkinder allerdings im Buggy verschlafen, so müde waren sie inzwischen.
 
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Ganz schnell wieder wach wurden sie jedoch, als wir zu den Löwen aufbrachen. Dazu stiegen wir wieder ins Auto, denn in das Areal mit den freilaufenden (!) Löwen darf man nur hineinfahren. So sieht man sie aus nächster Nähe, und das ist schon ganz schön spannend! Allerdings ist das Löwen-Gehege ein Hochsicherheitstrakt - hier muss man Fenster und Türen des PKWs geschlossen halten. Das ist auch gut so, nur sind deshalb die Fotos nicht ganz so klar wie die anderen ;)
 
 
Kleiner Tipp: Bevor man in den "Löwen-Käfig" fährt, sollte man sich gut überlegen, wer wo sitzt und was man alles zur Hand haben möchte. Denn sobald man drinnen ist, darf man nicht mehr aussteigen. Wir haben unsere Lütten ausnahmsweise mal nach vorne geholt, damit sie bessere Sicht hatten - das hat ihnen sehr gut gefallen!
 
 
Besonders unser Küstenjunge möchte seitdem immer gerne "selber fahren" :)
 
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Bei P3 (Parkplatz 3) gibt es dann wieder schöne Möglichkeiten zu spielen und zu rasten. Und eine phantastische Freiluft-Dinosaurier-Ausstellung, die wir jedoch aus Zeitgründen ausgelassen haben. Wir waren auch so den ganzen Tag unterwegs :) Aber beim nächsten Mal!
 
 
 Zum Abschluss haben wir uns noch ein paar kleinere Tierarten wie die Papageien und die Otter angesehen und auf dem Kinderspielplatz im Ziegengehege (!) die Seele baumeln lassen.

Danach sind wir voll von Erlebnissen und Eindrücken zurück in unser Ferienhaus gefahren...
 
Auf der Rücktour haben wir uns nochmal die CD mit dem Safari-Führer angehört, die uns schon den Tag über durch den Givskud Zoo begleitet hat. Die CD lohnt sich übrigens auch für Zuhause, um die Erinnerung aufzufrischen und um viele Fakten und Geschichten rund um die verschiedenen Tierarten zu erfahren :)
 
Danke, lieber Givskud Zoo, wir kommen bestimmt wieder - es gibt noch so viel zu entdecken!
 
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Besucht Ihr auch so gerne Zoos und Tierparks? Erzählt doch mal - was ist für Euch das Schönste daran?
 
Eine tierisch gute Woche wünscht Euch
 
Eure Küstenmami
 
 
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung des Givskud Zoos entstanden.