Mittwoch, 5. August 2015

WMDEDGT: Im Urlaub

 
Hallo Zusammen,
 
heute geht es weiter mit den Berichten aus unserem Familienurlaub in Dänemark. Diesmal möchte ich Euch erzählen, wie unsere Urlaubstage hier an der wunderschönen dänischen Nordseeküste so aussehen - und zwar mit WMDEDGT! 
 
Moment mal, "WMDEDGT"? Was ist das denn für eine komische Abkürzung, bitte? Tsja, Schuld daran ist Frau Brüllen, und die Buchstabenansammlung steht für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" Das heißt, dass Frau Brüllen "gerne in Ihre Wohnzimmer, Büros etc. spickseln  möchte und Sie hiermit zum Tagebuchbloggen einl(ädt)!"
 
Ja, danke für die Einladung, Frau Brüllen, dann wollen wir mal: Wohnzimmer oder Büro haben wir heute leider nicht zu bieten, dafür aber einen Tag im Ferienhausurlaub an der wunderschönen dänischen Nordseeküste. Könnte schlimmer kommen, oder?


 
***
5.45 Uhr: Ja, Ihr habt richtig gelesen. Das ist verflixt früh, besonders, wenn man bedenkt, dass wir im URLAUB sind. Aber unsere Küstenkinder sind in ihrem Rhythmus, da hilft nix. Doch die Sonne scheint, das kann ich durch's Schlafzimmerfenster sehen :)
 
6.00 Uhr: Ich stille das kleine Küstenmädchen, das bereits wieder einen erstaunlichen Hunger an den Tag legt. Hatte sie nicht erst vor zwei Stunden getrunken? Oder habe ich das geträumt? Egal, Hunger ist Hunger, da gibt es nichts zu argumentieren... Währenddessen nimmt der Göttergatte (GG) den Küstenjungen mit ins Bad. Angeblich hat der noch Sand zwischen den Zehen. Eigentlich haben wir ja gestern Abend gründlich Füße gewaschen. Eigentlich. Doch der Sand ist überall ;)
 
6.45 Uhr: Deshalb beschließen wir auch noch vor dem Frühstück, heute wieder an den Strand zu gehen. Ist bestimmt neuer Sand zum Mitnehmen da...


 
7.00 Uhr: Frühstück. Endlich! Seit ich stille, bin ich so hungrig! Lecker: Dänischer Jogurt und Müsli für Stillende (ich berichte Euch demnächst mehr), Kanelsneglar (das sind Zimtschnecken, siehe Bild weiter unten) und frische Brötchen. Yummi. Unser Küstenjunge trohnt in seinem Kinderstuhl, den wir übrigens nicht mitnehmen mussten, sondern bei unserem Ferienhausanbieter kostenlos ausleihen durften. Er ist ebenfalls hungrig, das merkt man aber seiner Essgeschwindigkeit nicht an, der Lautstärke schon eher.
 
7.45 Uhr: Der Küstenjunge ist auch fertig mit dem Frühstück. Das sieht man: Das Essen ist überall, und etwas davon auch im Kind. Die Bodenreinigungstruppen (mein Mann, der GG) gehen in Stellung, während ich das Zähneputzen und Wickeln gewonnen habe.


 
8.30 Uhr: Alle und alles sind (wieder) sauber. Wir packen unsere Sachen und brechen zum Strand auf. Gut, dass der nur 300 Meter Luftlinie von unserem Ferienhaus entfernt liegt - denn ratet mal, wer alles, einschließlich der Kinder, dahin tragen muss. Der GG: "Dass Du auch immer so viel mitnehmen musst...". Doch, Schatz, wir brauchen das, wirklich. Das schaffen wir schon, schließlich müssen wir nur einmal über die Düne, dann sind wir da.



8.38 Uhr: Die Marsupis helfen beim Tragen der Lütten, die den Körperkontakt sichtlich genießen. Easy going ist zwar zu viel gesagt, aber ich sehe es mal als Training an, um nach der Geburt unseres 2. Wunders wieder in Form zu kommen ;)

 

9.00 Uhr: Ankunft am Strand. Am wunderbaren, weiten, unendlichen dänischen Sandstrand! Ich bin sooooo unglaublich gerne hier; der Strand ist einfach ein Traum. Naturbelassen, weitläufig, sauber und mit unglaublich viel Platz für alle, selbst in der Hochsaison.



9.02 Uhr: Unser Küstenjunge spielt begeistert drauflos, schließlich ist das für die Zeit unseres Aufenthalts seine riesige Sandkiste.



 
9.15 Uhr: Der GG hat gleich zwei Strandmuscheln für mich und das kleine Küstenmädchen als Sonnen- und Windschutz aufgebaut. Wir machen nämlich hier einen Strandmuschel-Contest, yeah! Noch steht nicht fest, wer gewinnt...


9.25 Uhr: Die kleine Maus und ich kuscheln uns in die Decken und schmusen ein wenig.

10.00 Uhr: Der GG schwimmt in der Nordsee, das macht er hier fast jeden Tag. Es geht übrigens kinderfreundlich flach rein, auch wenn das Wasser aktuell mit knapp 17 Grad wärmer sein könnte. Um uns herum treffen weitere Familien mit kleinen Kindern ein. Das ist auch etwas Tolles am Strandurlaub in Dänemark: Man trifft so viele nette Familien! Wir haben uns bereits am zweiten Tag mit einer Kölner Familie und ein paar Schleswig-Holsteinern angefreundet, witziger Weise übrigens ganz aus der Nachbarschaft. Die Erwachsenen schnacken, die Kinder spielen, alle fühlen sich wohl.



10:30 Uhr: Picknick, Sandkuchen und Sandspielzeug werden geteilt, auch unser Wasserdrache erfreut sich wieder großer Beliebtheit. Pst, den könnt Ihr übrigens hier noch bis heute Abend gewinnen!

 
11.45 Uhr: Wir haben gebadet, gespielt, gelesen, in der Sonne gelegen und werden langsam müde und hungrig. Kein Wunder, schließlich sind wir schon sechs Stunden wach. Gut, dass die Leiter im Sand uns den kleinen Anstieg über die Düne erleichtert... Und dann sind wir auch schon wieder in unserem gemütlichen Ferienhaus zum Mittagessen und Mittagsschlaf.


11.58 Uhr: Für die Nudelsoße pflücke ich schnell etwas Basilikum aus unserem Kräuterbeet auf der vorderen Terrasse; auch das ist neben vielen anderen Sachen hier inklusive.


 
14.00 Uhr: Aufstehen! Oh, das tat gut. Den Mittagsschlaf haben nicht nur die Kinder, sondern auch ich genossen, schließlich verbringe ich einen guten Teil der Nacht mit Stillen. Jetzt noch den Rest der unglaublich leckeren dänischen Kanelsneglar (siehe Bild) samt Kaffee für die Großen, Mamamilch für die kleine Maus und für den Küstenjungen etwas Obst und Nachmittagsbrei, dann sind wir alle wieder fit und bereit für einen kleinen Ausflug.


 

14.30 Uhr: Das hat sich eben so flott angehört, nicht wahr? Doch wir sind noch nicht losgekommen - der Küstenjunge möchte noch schnell sein Bilderbuch angucken. Das mit den vielen Fahrzeugen - fast zu viele, wenn Ihr mich fragt. Sein Interesse für alles mit Rädern ist zwar faszinierend; aber manchmal auch ein bisschen, na ja, eintönig. Doch nachdem ich 38 Mal "Das ist ein Trecker", 42 Mal "Das ist ein Bagger" und mindestens (!) 76 Mal "Das ist ein Roller" gesagt und dafür "Tecka, Tecka!", "Baggr, Baggr!" und "Rolla, Rolla!" zurück bekommen habe, dürfen wir los. Immerhin, er spricht! Und Wiederholungen sollen ja helfen :) Nein, im Ernst, ich bin mega stolz auf meinen "großen" Jungen und seine vielen süßen Worte :)))


14.50 Wir sind abgefahren - und gleich wieder angekommen. An der Einfahrt zum Ferienhausgebiet liegt nämlich nicht nur ein Kaufmannsladen, sondern auch ein kleiner Spielplatz, dessen Riesenattraktion das große bunte Hüpfkissen im Hintergrund ist. Die Kinder lieben es! Solche Hüpfkissen findet man in Dänemark fast überall. Eigentlich funktioniert es wie eine deutsche Hüpfburg; es wölbt sich jedoch halbrund direkt über dem Erdboden und ist meist von Sand umgeben. Eine sehr sichere Sache, selbst für die Kleinsten. Wenn sie mal fallen, kugeln sie auf den Sand - also auch geeignet für überbesorgte Erstlingsmamis ;)



15.20 Uhr: Erneuter Aufbruch, schließlich wollen wir noch weiter, nach Skaven Strand am Ringkøbing Fjord.

15.25 Uhr: Aufbruch, wir wollen weiter!

15.28 Uhr: Hallo, hört mich irgend jemand? AUFBRUCH!!!

15.30 Uhr: Seufz.

15.32 Uhr: Aufbruch. Geht doch.
 

16.00 Uhr: Ankunft in Skaven! Ein kleiner gemütlicher Ort an der Süd-Ost-Seite des Ringkøbing Fjords. Hier gibt es einen schönen Camping-Platz und eine Minigolf-Anlage; wir jedoch wollen ans Wasser. Der Hafen wird immer noch von kleinen Fischerbooten, aber auch von schicken Sportyachten angelaufen. Und Skaven Strand ist ein Surfer-Mekka! Hier bekommt man eine frische Brise, aber auch die Sicherheit des ruhigen, flachen Wassers eines Fjords geboten. Wir bewundern die Künste einiger Wind-und Kite-Surfer, die mit ihren bunten Schirmen einige aufgeregte "Auto, Auto!"-Rufe unseres Küstenjungen provozieren - im Zweifelsfall ist alles ein Auto ;)

 
 
16.15 Uhr: Nach einer kurzen Besichtigung des kleinen Strandes beschließen wir, dass dieser nicht mit seinem Gegenpart von heute Morgen mithalten kann. Überhaupt ist die frische Brise zur großen Böe geworden, und im harten Wind ist es kälter, als die sonnigen Bilder vermuten lassen. Zum Glück liegt neben dem Hafen ein ganz wunderbarer Spielplatz.


16.20 Uhr: Der ist echt klasse, neuwertige Spielgeräte, viel Grün und windgeschützt. Genau das, was wir brauchen. Also breiten wir unsere Picknickdecke einfach hier aus. Die Hecke, die das Ganze umgibt, spendet Schatten, so dass das kleine Küstenmädchen und ich gut noch ein bisschen kuscheln, dösen und natürlich wieder stillen können, während Vater und Sohn auf dem Spielplatz toben. Nebenan gibt es übrigens noch ein Volleyball- und ein Fußball-Feld für die älteren Kinder.


 
17.30 Uhr: Alle sind ausgetobt und geschafft. Zurück! Unser gemütliches Ferienhaus wartet auf uns. Abendbrot, dann die Kinder ins Bett bringen, ein bisschen bloggen. Ob ich es nochmal zum Sonnenuntergang an den Strand schaffe? Das da unten ist der von gestern, er war wunderschön!!!


***
Was habt Ihr heute eigentlich den ganzen Tag gemacht? Vielen Dank nochmal an Frau Brüllen für die tolle Aktion!

Viele liebe Grüße

Eure Küstenmami
 


Kommentare :

  1. Was für ein wunderschöner Tag! Unsere Tage beginnen zum Glück nicht ganz so früh, dafür ist an Mittagsschlaf hier kaum zu denken und das wo ich nachts dich so oft geweckt werde... und stille oder Betten beziehe wie gerade letzte Nacht...
    Aber das "Aufbruch" kenne ich nur zu gut... heute Morgen musste ich wirklich pünktlich mit den Kindern los und ausgerechnet heute frühstückt der junge Mann fast eine ganze Stunde... und lässt sich auch nicht beschleunigen. Dafür hatte der Nachmittag heute wirklich was von Urlaub :)
    Ich finde es toll, das du so viel Gelegenheit zum Kuscheln und Stillen mit der Minimaus gefunden hast!
    Genießt die Zeit und lasst es euch gut gehen!
    Liebe Grüße
    Sternie

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    1. Vielen Dank, liebe Sternie!

      Oh, gar kein Mittagsschlaf? Das ist natürlich hart; an Tagen, an denen es damit nicht klappt, bin ich gegen Abend ganz schön gerädert...
      Schön, dass Ihr immerhin einen tollen Nachmittag hattet :)

      Ganz liebe Grüße, Küstenmami

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  2. Man, was für ein Tag!
    Dauerpower... Da fällst du bestimmt totmüde ins Bett.
    Ich wünsche euch noch einen schönen Urlaub.
    LG, Andrea

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    1. Ja, das stimmt, Andrea, Urlaub mit so kleinen Kindern ist schön, aber irre anstrengend. Doch wir genießen es, dass wir so viel Familienzeit haben und etwas mit den Kindern unternehmen können. Das ist echt toll und keineswegs selbstverständlich. Und es soll ja besser werden, wenn sie größer sind :) Oder?!

      Liebe Grüße und eine gute Nacht, Küstenmami

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