Mittwoch, 13. Mai 2015

Die ersten 1.000 Tage: Die Stillzeit, Teil 1

 
Sponsored Post/Anzeige/Werbung

Hallo Zusammen,

Gene oder Umweltfaktoren, Erbanlagen oder frühkindliche Prägung
 - was entscheidet über die Entwicklung unserer Kinder? Was steht bereits ab dem Zeitpunkt der Zeugung fest, und wo können wir als Eltern Einfluss nehmen und mitgestalten?
 
***
Ich glaube, Letzteres fragen sich alle Eltern. Wir alle möchten unseren Kindern das Beste mitgeben, ihnen den Start ins Leben erleichtern und für sie da sein, wo wir nur können. Doch was ist das, "das Beste"? In punkto Ernährung ist dazu viel geforscht worden, und ich möchte Euch in diesem und weiteren Posts dazu Erkenntnisse vorstellen, die die so genannten "ersten 1.000 Tage" im Leben eines Kindes betreffen. Entsprechend soll auch die neue Serie hier auf dem Blog heißen, die in Kooperation mit Milupa entstanden ist: "Die ersten 1.000 Tage".


Milupa stellt nämlich nicht nur Babynahrung und eine Reihe weiterer Babyartikel her, sondern forscht auch umfassend zum Thema Ernährung. Entsprechend geht es hier auf dem Blog nicht so sehr um die entsprechenden Produkte, sondern vor allem um die Grundpfeiler für eine lebenslange Gesundheit, für die man*frau*Mami in den besagten ersten 1.000 Tagen eine Menge tun kann.

***
Mit den ersten 1.000 Tagen ist der Zeitraum vom Beginn der Schwangerschaft bis zum 2. Lebensjahr des Kindes gemeint. Experten haben herausgefunden, dass sich die Ernährung in dieser Zeit nachhaltig positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirken kann. Was Mutter und Kind zu sich nehmen, hat einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der kindlichen Organe, deren Stoffwechsel und Funktionsweisen. Kinder, die jetzt ein starkes Immunsystem entwickeln, sind auch später weniger anfällig für Krankheiten.

Man unterteilt diese Zeit in vier Phasen:

1. Schwangerschaft
2. Stillzeit
3. Beikostalter
4. Kleinkindalter

Im heutigen Post soll es um die Stillzeit gehen; einfach, weil das bei uns zu Hause mit unserer knapp acht Wochen alten Tochter gerade dran ist. Dabei helfen mir außerdem die Erfahrungen aus der Stillzeit mit unserem Sohn, der jetzt gut 16 Monate alt ist und den ich bis zum 10. Lebensmonat gestillt habe. Denn ich möchte Euch nicht nur mit den relevanten wissenschaftlichen Erkenntnissen versorgen, sondern auch von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Und weil die Stillzeit eine so lange und wichtige Phase ist, habe ich die Inhalte auf mehrere Posts aufgeteilt. Hier in Teil 1 soll es vor allem um die Aspekte "Muttermilch als ideale Nahrung", "Stillbeginn nach der Geburt", "Einspielen der Stillbeziehung" und "Rat & Hilfe bei Sorgen und Problemen" gehen.

***
Muttermilch als ideale Nahrung

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt allen Müttern, die ersten sechs Lebensmonate eines Kindes voll zu stillen. Und das nicht ohne Grund: Muttermilch liefert dem Baby genau die richtige Menge an Fett, Eiweißen und Kohlenhydraten. Von selbst passt sie sich den Bedürfnissen des Säuglings an und ist somit die einzige Nahrung, die Babys in den ersten Monaten benötigen. Außerdem schützt sie vor Allergien und Übergewicht und stärkt das Immunsystem. Auch die Gehirnentwicklung wird durch Stillen positiv beeinflusst. Aufgrund ihrer optimalen Zusammensetzung und ihrer ständigen Angleichung an die Bedürfnisse des Kindes stellt Muttermilch die beste Möglichkeit dar, um die langfristige Gesundheit des Kindes zu begünstigen.

Natürlich gibt es auch Mütter, die nicht stillen können oder möchten; dies ist auch völlig in Ordnung. In diesem Fall kann eine Säuglingsnahrung, die reich an langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (so genannten LCPs) ist und prebiotische Ballaststoffe enthält, gefüttert werden. Die Forscher von Milupa nutzen ihr Wissen über Muttermilch für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Säuglingsnahrung. "Letztlich", sagt jedoch Dr. Bernd Stahl, Leiter der Muttermilch-Forschung bei Milupa und wissenschaftlicher Leiter des Nutricia Forums, "bleibt die Muttermilch aber unübertroffen!"

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stillen vor allem eine sehr praktische Art der Ernährung für meine kleine Maus ist. Meine Muttermilch hat immer die richtige Temperatur und Zusammensetzung; ich brauche nichts extra anmischen oder vorrätig halten. Und sie ist günstig! Wir sparen deutlich, weil wir kein Milchpulver und keine Flaschen bzw. Sauger kaufen müssen. Allerdings muss man die Unmengen an Essen gegenrechnen, die ich momentan brauche ;) Zur Ernährung der Mutter in der Stillzeit werde ich übrigens im nächsten Post dieser Serie etwas schreiben.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich mit der Muttermilch die Nahrung für unsere kleine Tochter stets bei mir. Und mein Kind mag sie immer! Bei unserem "Großen" hingegen müssen wir, bevor wir aufbrechen, schon überlegen, was und wie er auf unseren Ausflügen essen kann.
 

Indem ich stille, tue ich zudem auch etwas für meine Gesundheit, wie Jana auf ihrem Hebammenblog deutlich macht: Das Risiko, später an Gebärmutter-, Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken, verringert sich. Außerdem werden in der Stillzeit die in der Schwangerschaft aufgebauten Fettreserven wieder abgebaut!

Ein weiterer Vorteil des Stillens ist die Nähe, also der körperliche und emotionale Kontakt zwischen Mutter und Kind. Stillen fördert die Mutter-Kind-Bindung; das so genannte Bonding, das gleich nach der Geburt beginnt. Das spüre ich übrigens auch jedesmal, wenn ich mein Töchterchen anlege. Wenn ich stille, habe ich meine kleine Muckeline immer ganz nahe bei mir, wir sehen uns an und genießen die Zweisamkeit. Das tut gerade in der Hektik des Alltags gut! Ich habe das Gefühl, wir tanken dabei beide emotional auf - und das ist sicher auch richtig gesund :)

Besonders schön fand ich dazu den folgenden Satz aus dem Info-Heft von Milupa: "Was gesunde Ernährung für den Körper ist, ist Kuscheln für die Seele." Und ich möchte hinzufügen: Stillen verbindet beides.

***
Stillbeginn nach der Geburt


Das Stillen beginnt optimaler Weise bereits kurz nach der Geburt. Möglichst noch im Kreissaal oder einfach dort, wo Ihr Euer Kind zur Welt bringt, sollte Zeit für das erste Anlegen und ein bisschen Trinken sein. Das ist ja auch wunderschön - man kann sein Kind endlich in den Armen halten, ihm Nähe, Geborgenheit und etwas Nahrung geben. Nach beiden Geburten war ich so froh, dass unsere Kinder endlich da waren, dass es ihnen gut ging und sie gesund waren! Ich hatte sie auch gleich auf der Brust liegen; von dort war es zum Stillen nur ein kleiner Schritt. Unser Sohn hat ziemlich bald mit kleinen Bewegungen die Brust gesucht und richtig getrunken, während unser Töchterchen ganz still auf mir lag und zuerst nur ein bisschen genuckelt hat. Später im Bett, als wir Seite an Seite lagen, habe ich sie dann gleich nochmal gestillt, und sie hat kräftig getrunken.

Mit den Stillpositionen habe ich übrigens einfach experimentiert und ausprobiert, was mir und den Kindern am besten gefällt. Im Liegen auf der Seite zu stillen ist weiterhin ein Klassiker, der besonders abends, nachts und am frühen Morgen im Bett gut funktioniert. Tagsüber stille ich meist sitzend, das Kind quer über Bauch und Brust gelegt. Auch unterwegs ist das die beste Position.

***
Das Einspielen der Stillbeziehung

Natürlich muss sich die Stillbeziehung erst einspielen. Stillen lernt man ja nicht in der Schule; wenn man Glück hat, kommt es im Geburtsvorbereitungskurs zur Sprache. Da macht man vielleicht Bekanntschaft mit so schönen Wörtern wie "Milcheinschuss", "Spucktuch" und "Stilleinlagen". Nach der Geburt kommt dann die Realität ;) Aber keine Sorge, manchmal braucht man einfach etwas Übung und Geduld, das Stillen klappt dann schon.

Wichtig ist, nicht aufzugeben. Ich glaube, bei unserem "großen" Küstenjungen war ich in den ersten Tagen auch noch etwas unbeholfen, das gab sich aber schnell. Auch mein geliebter Rabauke hat damals bald Übung bekommen, denn man darf ja nicht vergessen: Das Kind will trinken und hilft mit. Deshalb heißt es ja Stillbeziehung; es ist eine richtige Beziehung im Zusammenspiel zweier Partner. Dafür lohnt es sich auch zu kämpfen, wenn es mal Probleme geben sollte. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich jedoch mit Hilfe der Hebamme und ein paar einfachen Mitteln beheben, wie ich gleich noch schildern möchte.

***
Rat & Hilfe bei Sorgen und Problemen

Wir hatten Glück, das Stillen hat bei uns von Anfang an gut geklappt, besonders nachdem am dritten Tag ganz klassisch der Milcheinschuss kam. Dennoch habe ich mir gerade als überbesorgte Erstlingsmami natürlich schon manchmal Gedanken gemacht und war dankbar für den Rat und die Hilfe meiner Hebamme. Hebammen und speziell auch Stillberaterinnen sind für solche Fragen kompetente Ansprechpartnerinnen, mit denen man ohne Hemmungen über alles reden kann und die meist eine Menge guter Tipps und Tricks parat haben. 


Zum Beispiel war ich ziemlich besorgt, als unser "Großer" nach der Geburt (wie übrigens die meisten Babys) erst einmal abgenommen hat. Das ist jedoch normal, wie mich meine Hebamme beruhigte. Sowohl die Kinder als auch die mütterliche Brust müssen sich erst auf das Stillen einstellen, und am 10. Tag nach der Geburt haben die meisten Babys ihr Ausgangsgewicht wieder erreicht. Auch in punkto wunde Brustwarzen hat mir meine Hebamme mit einer guten Lanolin-Salbe geholfen.

Später in der Stillzeit hatte ich das Glück, eine tolle Stillberaterin zu finden. Stillberaterinnen kann man z.B. gut über die Homepage der La Leche Liga suchen. In dieser Zeit war unser Sohnemann ziemlich unruhig beim Trinken, und meine Brustwarzen schmerzten. Es stellte sich heraus, dass wir Soor, eine durchaus nicht unübliche Pilzerkrankung, hatten, die sich gut mit einer Salbe behandeln ließ. Auch zum Abstillen konnte ich hier alle meine Fragen stellen, ohne mir blöd vorzukommen. 

Als vorbereitende Lektüre und immer mal wieder zum Schmökern kann ich Euch außerdem Hannah Lotrops Stillbuch empfehlen, bei dem nicht nur die praktischen Aspekte des Stillens ausführlich behandelt werden, sondern auch die emotionale Seite der Stillbeziehung nicht zu kurz kommt.

***
So, das war es erst einmal für heute - im nächsten Post dieser Serie soll es dann um weitere Aspekte wie die Ernährung der Mutter in der Stillzeit und die Bedürfnisse des Babys und der Mutter beim Stillen gehen. Ich hoffe, Ihr seid wieder dabei!

Wenn Ihr Fragen und Anregungen zu diesem Thema habt, schreibt mir gerne oder hinterlasst einen Kommentar.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Stillzeit!

Eure Küstenmami


Dieser Beitrag ist in Kooperation mit und mit freundlicher Unterstützung von Milupa entstanden.
 


Kommentare :

  1. Liebe Küstenmami,
    eine schöne Serie hast du da angefangen. Ich habe in unserer ersten Beikostzeit ein paar Grundrezepte auf dem Blog in der Kategorie Rezepte veröffentlicht, vielleicht kannst du da ja für eure kleine Maus noch von profitieren.
    Liebe Grüße
    Sternie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Sternie,

      danke für den guten Tipp, ich schau gleich mal bei Dir vorbei :)

      Liebe Grüße, Küstenmami

      Löschen