Montag, 5. Januar 2015

Winterausflug in den Wildpark Eekholt



Hallo Zusammen,

diesmal sind wir für unseren Ausflug einer Einladung gefolgt: Der erweiterte Kreis der Familie hatte beschlossen, sich am Rande der Weihnachtsfeiertage im Wildpark Eekholt zu treffen. Der Wildpark Eekholt liegt zentral in Schleswig-Holstein im Dreieck zwischen Lübeck, Hamburg und Kiel und bot sich somit für ein Treffen an, weil wir aus allen Richtungen angereist kamen. Hier kann man ca. 100 heimische Tierarten in ihrer natürlichen Umgebung kennenlernen und durch die schöne Landschaft der Osterau spazieren schieben.

Natur pur kombiniert mit einem leckeren Weihnachtsessen im Familienkreis - das klang super, und wir freuten uns schon auf diesen Ausflug. Als wir jedoch am Morgen aufwachten und aus dem Fenster blickten, regnete es bei 2 Grad über Null - nicht gerade das beste Wetter für einen Tierparkbesuch. Und die Vorhersage war verheerend: Zum Nachmittag hin dann Schneeregen, Temperaturen unter Null, Glätte...

Aber Familie ist Familie, und wir beschlossen, das Beste aus der Sache zu machen. Wir brachen gleich nach dem Frühstück auf - und das war genau die richtige Entscheidung :) Als wir im Wildpark Eekholt ankamen, war es sogar kurzfristig trocken. Die Fotos, die ich Euch im Folgenden zeige, stammen also aus dieser Zeit, auch wenn bei strahlendem Sonnenschein alles noch viel schöner ausgesehen hätte ;)


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Hinter dem Eingang ist uns als erstes die Familienfreundlichkeit des Wildparks aufgefallen: Dort gab es nicht nur Toiletten mit Kindersitzen, sondern auch einen Wasch- und Wickelraum, Mülleimer nur für Windeln, einen Bollerwagenverleih und das "Jumbo-Wildparkmobil" für Kindergruppen mit bis zu acht Kindern.


Es gibt für übrigens auch die Möglichkeit, eine Tierpatenschaft im Wildpark Eekholt zu übernehmen. Die Jahresbeiträge reichen dabei von 20 Euro für ein Eichhörnchen oder Kaninchen bis 350 Euro für einen Seeadler. Die nahe dem Eingangsbereich aufgestellten Tafeln zeigten uns, dass dies eine beeindruckende Anzahl von Privatpersonen, Firmen und Prominenten bereits getan hatte :)


In der Nähe des Eingangs liegt auch der Spielplatz, wobei man eigentlich von einer ganzen Spielplatzlandschaft sprechen muss: Es gibt mehrere Kletterbäume und Balanciermöglichkeiten, Hüpfkissen, Rutschen und fantasievolle Schaukeln, Wippen, die "Biberburg", ein großes Wigwam und vieles mehr - hier können sich die Kinder richtig austoben!
 

Im Streichelgehege neben dem Spielplatz kamen die Ziegen gleich angetrabt, als sie uns erblickten. Besonders ein Zicklein war ganz süß und anhänglich...
 

 Ebenso ging es uns ein paar Meter weiter mit den Eseln. Es hat eben doch Vorteile, bei Regen in den Tierpark zu fahren, wenn es nur wenige Besucher gibt ;)
  
 
Ja, der Regen hatte wieder eingesetzt, also besuchten wir erst einmal die Tiere in den umliegenden Hütten.

 
Schließlich wagten wir uns wieder ins Freie. Das Wetter wurde nicht gerade besser, wie Ihr auf den nächsten Bildern seht. Unser Kleiner war glücklicherweise im Kinderwagen eingeschlafen, so dass er es trocken und warm hatte. Wir trafen ein paar "robuste" Tiere an, die sich vom Wetter nicht beirren ließen...
 
  
 
Die anderen hatten sich in ihre natürlichen Ruhestätten zurückgezogen - so ist das halt bei einem Wildpark...

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Trotz zunehmendem Regen und Kälte verloren wir den Humor nicht...
 
 
Nur bei den Ottern war dann Schluss: Der Weg war dermaßen überschwemmt, dass wir mit dem Kinderwagen beim besten Willen nicht durchkamen.
 
 
Doch am Ende erlebten wir noch ein Highlight: Die Dachsfütterung!
 
Dazu gibt es eine Geschichte, die uns die nette Tierpflegerin erzählte: Eigentlich lebten im Dachsgehege die beiden Geschwister Emma und Paul. Da sie Waisenkinder waren, wurden sie mit der Flasche aufgezogen. Mit Menschen waren sie immer vertraut. Leider verstarb Paul, der quirligere und frechere von den beiden, plötzlich im November; vermutlich, weil er etwas Falsches gefressen hatte, das unabsichtlich in sein Gehege gelangt ist. Seitdem blieb Emma, eher ruhiger und schüchterner, allein zurück, und wird von den Tierpflegern liebevoll betreut.
 
 
Danach waren wir endgültig durchgefroren. Zugleich war es Zeit für das Familienessen, das in der im Wildpark gelegenen Kiek ut Stuben stattfand. Wichtig ist hier zu wissen, dass das Restaurant im Wildpark liegt, man also den Eintritt auf jeden Fall gezahlt haben muss, um dorthin zu gelangen. Das Essen war lecker, ebenso hat uns die Kinderecke mit Spielzeug, Puzzles und jeder Menge Büchern gefallen.
 

Es war jedoch auch sehr voll, so dass die Bedienungen am Rotieren waren und für schwangerschaftsbedingte Einschränkungen beim Essen wenig Zeit hatten (ich mag Matjes ja echt gerne, aber ich darf zur Zeit nicht...). Leider gab es hier im Haus auch keine Wickelmöglichkeit, für diese hätte man über den Hof zum Wickelraum gemusst - bei Schneeregen nicht so optimal.
Ein Schmunzeln entlockten uns zum Abschluss noch die Schilder an den Toilettentüren:
 
 
Fazit: Ein toller Wildpark; selbst bei Dauerregen ließ sich erahnen, wie schön es hier bei gutem Wetter sein kann. Dann ist der Eintrittspreis von 8,50 Euro (Erwachsene) bzw. 6,50 Euro (Kinder 4-16 Jahre) auch sicher gerechtfertigt. Na ja, Ihr kennt uns, unter widrigen Umständen haben wir das Beste draus gemacht ;)
 
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Welche Ausflüge habt Ihr rund um die Feiertage unternommen?
 
Alles Liebe und einen guten Wochenstart
 
Eure Küstenmami
 




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