Mittwoch, 31. Dezember 2014

#momsrock oder “Sie machen das wirklich gut!”

 
Hallo Zusammen,
gerade bin ich auf ein Thema gestoßen, dass ich richtig wichtig finde. Das mich aber auch aufwühlt und verwirrt. Von dem ich nicht so recht weiß, was ich darüber schreiben soll – über das ich aber unbedingt schreiben will!
Ihr seht schon – nicht so leicht. Schuld an allem ist Lucie Marshall ;) die die Bloggerwelt mit dem Thema "Was hast Du (oder eine Mami in Deinem Umfeld) bei Deinen Kindern wirklich gut gemacht?“ konfrontiert. Also eine Hymne auf die Mamis soll geschrieben werden :) Lobhudelei ist erlaubt, und sogar erwünscht.
Sollte einfach sein – oder?!? Endlich sich als Mami mal nicht im schlechten Gewissen wälzen, sondern Pluspunkte sammeln, einfach für sich selbst. Eigentlich eine gute Idee!
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Aber was soll ich darüber schreiben?
Da böte sich zum Beispiel eine Liste der Dinge an, die ich im ersten Jahr unseres Kindes richtig gut gemacht habe (oder von denen ich das zumindest glaube). Oder eine Erzählung unseres doch oft vollen Tagesablaufs, in dem ich bei den kleinen oder größeren Unfällen und Missgeschicken des Familienlebens ruhig, gelassen freundlich etc. reagiere (denn das tue ich tatsächlich). Oder die Hervorhebung einer einzelnen exemplarischen Großtat, die mich als Mami besonders auszeichnet. Mein Mann meint, da eigne sich etwa die Hausgeburt letztes Jahr: 20 Stunden Wehen, alles ohne Schmerzmittel und ein quicklebendiges, gesundes und entspanntes Baby und glückliche Eltern als Ergebnis.
Doch je öfter ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich: Was heißt eigentlich „gut“ in diesem Zusammenhang, und was ist „wirklich gut“?
Heißt es, etwas Bestimmtes zu schaffen oder zu meistern, wie eben die Geburt oder den Alltag? Oder etwas Spezielles zu haben bzw. dem Kind zu bieten, etwa ein tolles Zuhause oder tolle Ausflüge? Oder etwas Besonderes zu sein, also sich durch besondere Mami-Eigenschaften auszuzeichnen, beispielsweise besonders geduldig zu sein?
Und was ist, wenn ich diese eine Tat, dieses Phänomen, diese Eigenschaft nicht oder nicht in besonders hohem Maße aufweisen kann? Bin ich dann keine gute Mami? Mache ich die Dinge dann nicht „wirklich gut“?
Oder brauche ich ein ganzes Bündel von wünschenswerten Eigenschaften, Angeboten und Handlungen, um sagen zu können „Das mache ich als Mami wirklich gut“? Und was ist, wenn ein Element aus diesem Katalog (der auch erst geschrieben werden müsste) fehlt? Ist dann nix mit „wirklich gut“ – vielleicht sogar „schlecht“?
Denn es ist vielleicht leichter zu sagen, was eine wirklich schlechte Mutter ausmacht. Die ihre Kinder schlägt, nicht versorgt oder Schlimmeres. Da ist man sich eher einig.
Überhaupt, wer entscheidet das? Wer kann einem MIT RECHT sagen „Das haben Sie wirklich gut gemacht“? Klar ist nur, dass Mamis das öfter gesagt bekommen müssten (das Gegenteil passiert schon häufig genug). Aber wer darf über „gut“ (und „schlecht“) urteilen?
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In dieser Blogparade soll ich das offensichtlich tun. Und ich tue mich – wahrscheinlich sehr Mami-typisch – schwer damit. Ich glaube, ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was ich wirklich gut gemacht habe. Ich kann nur sagen, dass ich meinen Sohn über alles liebe. Und das kleine Krümelchen in meinem Bauch ebenso.
Ich liebe meine Kinder – und das wird immer so bleiben. Ich liebe den kleinen Rabauken, wenn er mich morgens völlig verschlafen aus seinem Bettchen heraus anstrahlt. Ich liebe unsere Bauchmaus, wenn sie sich mit leichten Bewegungen in mir rührt; es ist fast wie von innen gestreichelt werden. Ich liebe unseren Sohnemann auch um 4:25 Uhr, wenn er mich zum zehnten Mal in der Nacht mit Gebrüll weckt, weil er lieber spielen statt schlafen will und gar nicht einsehen mag, warum das jetzt nicht geht. Ich liebe das Baby in meinem Bauch ebenso, wenn es sich querlegt und nach allen Seiten boxt, so dass ich tierische Schmerzen im Unterleib bekomme und nachts um 5:48 Uhr, wenn der Große endlich wieder eingeschlafen ist, nochmal spucken muss. Abends, beim Schlafengehen stecke ich meine Nase nochmal in die Haare des Lütten, bevor ich ihn hinlege, und atme seinen wunderbaren Geruch ein und ganz viel Liebe aus. Ich streichle meinen Bauch und freue mich unglaublich auf unser zweites Würmchen. Ich liebe unsere Kinder. Punkt. ICH LIEBE SIE EINFACH! AUS-RUFE-ZEICHEN!!!!

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Ich kann nicht über die Qualität dieser Liebe urteilen. Ich denke auch, alle Mütter lieben ihre Kinder, irgendwie, auch die „schlechten“. Und diese Liebe IST etwas Gutes.
Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.
Eure Küstenmami
 
 
 

Montag, 29. Dezember 2014

Unterwegs im Tiergehege Tannenberg

 
Hallo Zusammen,
 
diesen Sonntag schien die Sonne so schön, das mussten wir nutzen! Der Himmel war blitzeblau und auf den Wegen lag Reif, es war richtig kalt. Dick eingemummelt machten wir uns auf den Weg ins Tiergehege Tannenberg.

Das Tiergehege Tannenberg ist eins der größten bewirtschafteten Tierareale in Kiel. Es liegt im Dreieck zwischen der Projensdorfer Straße, der Achterkampsau und dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Haupteingang befindet sich an der Projensdorfer Straße, kurz bevor es ins Projensdorfer Gehölz geht, in dem man übrigens auch ausgezeichnet spazieren gehen kann. Wir parkten in der Seitenstraße Manrade, gleich gegenüber der russischen Kirche, deren Spitze in der Sonne glänzte.


Auch das Tiergehege Tannenberg empfing uns im schönsten Sonnenschein. Da es in öffentlicher Hand ist, kostet es auch keinen Eintritt. Es ist von einem relativ hohen Zaun samt festen Holztoren umgeben. Das hat seinen Grund, denn die meisten Tiere dürfen hier frei herumlaufen!


Das ist schon eine Besonderheit! Ebenso wie die vielen alten Buchen, die malerischen Bäche und die wunderschönen, mit Raureif bedeckten weitläufigen Wiesen.


Einige Tiere jedoch haben ihr eigenes umzäuntes Areal, so zum Beispiel die Wildschweine.
Es war schon süß, wie die Bache mit ihrem fast einjährigen Jungen in der Sonne kuschelte, trotzdem war ich wegen unseres Einjährigen froh über den trennenden Zaun ;)


Überhaupt waren viele Familien mit Kindern jeden Alters unterwegs - Tiergehege bzw. Tierparks gehen immer :) 

Den Frischlingen schien die Kälte nichts auszumachen, sie wühlten fröhlich im Schlamm.



Auch das Dammwild trafen wir hinter einem Zaun an, rund um eine Raufe mit Heu versammelt.

 
 
Plötzlich guckten alle in eine Richtung. Wir sahen noch nichts - aber gleich darauf kam ein Bewirtschaftungsfahrzeug den Weg entlang und brachte Futterkastanien! Leider dauerte diese Fütterung nur zwei Minuten, denn die Tierpfleger fuhren gleich weiter.



 Wir folgtem dem Rundweg durch die wunderschöne Winterlandschaft; die Wege sind breit und gut mit dem Kinderwagen befahrbar. Dabei stießen wir auf einige interessante Naturbauwerke - ob die wohl vom Waldkindergarten stammten?

 
 Für den Sommer gibt es hier übrigens auch einige Picknickplätze. Die anschaulichen Infotafeln verrieten uns, dass sonst auch Mufflons und Islandpferde im Tiergehege Tannenberg anzutreffen sind, doch die waren wohl in der Winterpause... 

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 Eine Pause war mittlerweile auch für uns das Richtige, also kehrten wir in dem gleich neben dem Tiergehege gelegenen Restaurant Waldschänke ein. Die Einrichtung ist rustikal, aber gemütlich, und wir wurden sehr freundlich bedient. Draussen gibt es auch einen Kinderspielplatz samt Trampolin, der jedoch gerade in Winterruhe war. Und die Kindergerichte sind vorne in der Karte zu finden! Wer auf polnische Spezialitäten steht, ist hier ebenfalls richtig.


Unser Kleiner kam endlich raus aus den dicken Klamotten und genoss Krabbelfreiheit. Ich dachte, dass der kleine Absatz neben unserem Tisch die Gelegenheit böte, mal Rückwärts-Runterkrabbeln zu üben, doch unser Rabauke war überhaupt nicht interessiert, sondern flitzte nur von rechts nach links :)



Wir aßen leckere Kleinigkeiten von herzhaft bis süß - ratet mal, wer welches Gericht hatte ;)

 

Satt und zufrieden kehrten wir anschließend zum Mittagsschlaf heim. Oh, das war ein wunderschöner kleiner Winterausflug!

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Geht Ihr auch gerne in Tiergehege bzw. Tierparks? Was sind Eure Favoriten?

Einen guten Wochenstart wünscht Euch

Eure Küstenmami




 

Samstag, 27. Dezember 2014

Der 1. Geburtstag

 
Hallo Zusammen,
 
heute möchte ich Euch gerne vom allerersten Geburtstag unseres kleinen großen Sohnes berichten. Das ist etwas sehr Persönliches, und doch ist es eine einschneidende Mami-Erfahrung, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Vielleicht ist es auch spannend und nützlich für diejenigen von Euch, die den ersten Geburtstag ihrer Kids noch vor sich haben :)
 
Es gehört auf jeden Fall fest zu meinem neuen MamiLeben dazu. Und es war eine Erfahrung, die das erste Lebensjahr noch einmal richtig rund gemacht hat.
 
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Mein kleiner großer Rabauke ist ein Jahr alt!!! Unglaublich. Einerseits kommt er mir oft noch so klein, hilflos, Mama-bedürftig und frisch geschlüpft vor - besonders, wenn er abends müde ist, seinen kleinen Kopf an meine Schulter legt und leise vor sich hin murmelt, während er einschläft. Andererseits ist er bereits mein großer Junge, er ist so gewaltig gewachsen im ersten Jahr, kann schon so viel, krabbelt neugierig in die Welt, ist mutig, tapfer, stark und ganz er selbst - ich bin total stolz auf ihn, seine Entdeckerfreude, seinen zunehmenden Willen und sein ganzes Wesen.

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Bei der Feier wurde mir das alles wieder bewusst. Besonders, als alle lieben Freunde und Kinder, die gekommen waren, sich genau zur Geburtszeit um uns versammelten, die eine Geburtstags-Kerze anzündeten und anfingen zu singen "Wie schön, dass Du geboren bist...". Oh ja, wunderschön, in der Tat. Da habe ich echt feuchte Augen bekommen. Und mich an die Geburt erinnert, und die ersten Minuten, als ich unseren Sohn endlich im Arm halten durfte, ihn gespürt habe, wahnsinnig kaputt war und ihn wahnsinnig geliebt habe. Wie ich ihn noch heute liebe. Dieses kleine große Wesen hat mein ganzes Herz und wird es immer haben.

 
Es war auch schön, an diesem Tag so viele Freunde und Freundeskinder um sich zu haben. Man kann ja entweder sagen, man lädt nur so viele Gäste/Gastkinder ein, wie das eigene Kind Jahre alt wird - um den Trubel in Grenzen zu halten und das Kind nicht mit Reizen zu überfluten. Oder man lädt alle ein, denn sobald mehr als drei Kinder samt Eltern im Raum sind, lässt sich das Chaos eh nicht mehr begrenzen ;) 
Ihr ahnt es, wir haben uns für Letzteres entschieden. Und die Stimmung war absolut trubelig, aber gut :)
 
Als alle gingen, waren wir auch echt durch - aber glücklich. Denn eines hatten wir begrenzt: Die Zeit. Ich glaube, wir hatten von 15:30 - 18:00 Uhr eingeladen. Also für die Zeit nach dem Mittagsschlaf und vor dem Abendessen. Das hat klasse funktioniert, es gab Kaffee und Kuchen, aber kein Abendessen, die Kinder haben fröhlich gespielt und als alle müde waren, kam es zum großen Aufbruch. Und um 20:00 Uhr hatten wir dann auch größtenteils wieder "klar Schiff" gemacht und konnten selber zu Abend essen :)

 
Nicht so richtig begrenzt hatten wir, oder besser gesagt ich, hingegen die Masse an Kuchen, Keksen, Muffins und weiteren Süßigkeiten für die Feier. Als Gastgeberin neige ich ohnehin immer dazu, zu viel zu machen - vielleicht kennt Ihr das? Und diesmal hatte ich zudem nicht bedacht, dass man ja nicht ruhig (so wie früher!) am Tisch ißt, wobei schon mal 2-3 Stück Kuchen pro Person weggehen. Stattdessen waren wir (natürlich!) zu 180 % mit den Kindern beschäftigt und haben jede/r nebenbei entsprechend weniger gegessen, vielleicht ein Stück pro Person. Entsprechend werden wir wohl morgen, übermorgen und ... nochmal Kuchen satt genießen ;)
 
Neben dem Kuchen gab es noch etwas anderes richtig viel - Geschenke! Ach, was hat unser Sohnemann tolle und lieb durchdachte Sachen bekommen! Herzlichen Dank nochmal an alle Freunde und Mitlesenden dafür!!!
 
Nur wir selbst als Eltern hätten uns etwas zurückhalten können - schon Monate vorher hatte ich nach Geschenken Ausschau gehalten, mir diesbezüglich gute Ratschläge angehört, sie mir zu Herzen genommen und dann wieder in den Wind geschlagen... besonders jenen, der da lautete, dass Kinder von gerade mal einem Jahr nicht so viele Gaben auf einmal verknusen können, und man sich bitte deshalb (auch hier) begrenzen möge.


Und das stimmt! Bei der Bescherung morgens stürzte sich unser Sohnemann begeistert auf das erste Geschenk, ein Xylofon. Er liebt Musik! Er traf sogar hin und wieder die Klangstäbe und fand die dazugehörigen Schlägel faszinierend. Das zweite Geschenk, das Schüttelei, wurde von unserem Geräusch-affinen Kind auch noch beachtet. Das dritte Präsent, das große Schellen-Tamburin hingegen war bereits ein bisschen viel, erst recht das, was danach kam. Ok, so musste ich als schenk-begeisterte Mami zugeben, weniger ist in diesem Fall tatsächlich mehr.
 
Schließlich war der Geburtstag auch ein Kaleidoskop mit allen Facetten unseres Eltern- und Mami-Daseins. Das lag daran, dass Erwachsene und Kinder aus allen Bereichen unseres Lebens dabei waren: Nachbarn, Spiel & Sport, Krabbelgruppe, Freunde, Freundesfreunde...
Und daran, dass alles mögliche passierte, was mit Kindern eben so passiert: Friedliches Spielen, wildes Toben, fliegende Bälle, unterschiedlichste Essbedürfnisse, volle Windeln, glückliches Lachen, leichtes Weinen, Flecke auf den Klamotten und dem Teppich, Beulen am Kopf, unendliche Begeisterung und am Ende sooooooooo große Müdigkeit...
Und daran, dass wir über alles sprachen, was im ersten Jahr passiert ist, von Anfang an bis heute. Schöne, witzige, besorgte, heitere, traurige, alltägliche und ganz besondere Begebenheiten - alles was unser Kind und die Kinder um uns herum eben ausmacht.

Also: Es war wunderschön! Danke...

 
Unser geliebtes Kind - unsere Nr. 1 - ist Eins geworden! Falls Du dies hier eines Tages liest: Wir sind unendlich glücklich, Dich zu haben!!!!!!!!!

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Und wie habt Ihr den ersten Geburtstag Eurer Kinder erlebt?
 
Auf Eure Berichte freut sich
 
Eure Küstenmami
 
 

 

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Was wirklich zählt: Frohe Weihnachten!



Hallo Zusammen,
 
heute ist Heiligabend - es ist Weihnachten!
 
Normalerweise kommen an dieser Stelle immer die üblichen Weihnachtswünsche.
Einige von Euch kennen vielleicht den Rundum-Gruß der weiblichen Hauptfigur Emmi Rothner aus dem wunderbaren Buch Gut gegen Nordwind: "Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!"

Doch das kommt bei ihrem männlichen Gegenpart nur so mäßig an. Dieser begreift es als Floskel - und manchmal ist es das ja auch. Was also soll ich Euch wünschen? Besinnliche Feiertage? Schöne Geschenke? Ein tolles Fest?
 
Das alles ist nichts Schlechtes - aber ist es das, was für Euch wirklich wichtig ist?
 
Was eigentlich zählt, sind doch nicht der Gänsebraten, die Geschenke, die freien Tage oder der Tannenbaum, und schon gar nicht die Girlanden und das Lametta. Das Entscheidende, denke ich, sind die Dinge, die dahinter stehen. 

Die Gaben unter dem Weihnachtsbaum, das gemeinsame Weihnachtsessen und der festliche Rahmen sind, glaube ich, nur ein äußerer Ausdruck dessen, was wir uns wirklich, aus tiefstem Herzen wünschen: Liebe, Nähe, Wärme, Geborgenheit, Vertrautheit, Respekt, Wertschätzung. Menschen um uns, die uns das alles geben und denen wir es zurück geben können, ein Zuhause, in dem wir uns wohl fühlen, ein Leben, das zu uns passt, und das Gefühl, genau hier und jetzt am rechten Fleck zu sein.
 
Danach sehnen wir uns im Innersten, und eigentlich nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über.

Und genau das ist es, was ich Euch wünsche.
 

Und ich wünsche Euch ein Weihnachten, an dem Ihr dies alles spürt.

Mit echter Herzensfreude, die Ihr teilen und weitergeben könnt.
 
Alles Liebe
 
Eure Küstenmami
 

 

Montag, 22. Dezember 2014

Weihnachtsstimmung im Botanischen Garten Kiel

 
Hallo Zusammen,
 
wie geht es Euch mit dem nahenden Weihnachtsfest? Ich habe das Gefühl, es rückt immer schneller näher, die Tage fliegen nur so dahin. Und immer noch kein Schnee! Dafür jede Menge Regen - wir brauchten also dieses Wochenende ein Ausflugsziel, bei dem wir etwas Interessantes drinnen machen konnten, wenn es gerade "schiffte" (wie wir im Norden sagen), aber auch die Möglichkeit hatten rauszugehen, wenn es zufällig trocken war oder sich für einen kurzen Moment ein paar kostbare Sonnenstrahlen zeigten :)
 
Glücklicherweise hat der Botanische Garten der Uni Kiel durchgehend geöffnet, auch am Wochenende und an den Feiertagen!
Alle Zeiten und viele weitere Informationen findet Ihr übrigens unter http://www.uni-kiel.de/nickol/botgar.html

 
Wir stellten das Auto auf dem vor dem Haupteingang gelegenen Parkplatz am Ende der Leibnizstraße ab. Hier gleich ein kleiner Hinweis: An der automatischen Schranke, die die Zufahrt zur Leibnizstraße regelt, bringt Ihr Euer Anliegen (Besuch des Gartens) über die Gegensprechanlage vor. Sesam öffne Dich ;) Am Wochenende ist die Schranke zudem während der Öffnungszeiten des Botanischen Gartens oben. Ihr wisst ja inzwischen, dass mir einfaches und günstiges Parken wichtig ist - hier ist es sogar kostenfrei! Wie überhaupt der gesamte Eintritt in den Botanischen Garten (inklusive Schaugewächshäuser) - man kann also öfter mal wieder kommen.
 
Auf der Homepage des Botanischen Gartens hatte ich auch die Führung durch das Tropenhaus entdeckt, bei der uns ein Reviergärtner des Botanischen Gartens, also ein echter Insider, etwas über die immerfeuchten Tropenwelten und ihre Pflanzen erzählte.

 
Dieter Maaßen, zuständig für das Tropenhaus und das Victoriahaus, machte das wirklich spannend! Hättet Ihr gewusst, dass Bambus einen halben Meter am Tag wachsen kann? Und dass die wunderbar zarte weiße Schokolade, die ich auch so liebe, ursprünglich als "Abfallprodukt" bei der herkömmlichen Schokoladenherstellung entstanden ist, bevor sie als eigenes und gut verkäufliches Erzeugnis entdeckt wurde?
 
 
 Herr Maaßen nahm übrigens auch Bezug auf die aktuelle Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten und erzählte uns alles über Weihnachtsgewürze. Mmmh, da bekamen wir gleich Appetit :)
 
 
Dazu trugen auch die anschaulichen Info-Tafeln in den Gewächshäusern und die Schauvitrinen im Eingangsbereich mit weiteren Erläuterungen bei.
 

 
Wie gut, dass dort auch Kaffee und Kuchen zu sehr familienfreundlichen Preisen verkauft wurden :)
 

 Übrigens nimmt die Spendenbox oder besser Spenden-Gießkanne im Eingangsbereich der Gewächshäuser auch kleine und große Geldstücke bzw. Scheine entgegen, nicht nur für die dort ausliegenden Broschüren und Flyer, mit deren Hilfe man den Botanischen Garten "Auf eigene Faust" erkunden kann. Das ist mir wichtig zu erwähnen, weil eine solche Einrichtung, die keinen Eintritt nimmt, allemal Unterstützung verdient!

 
Mein Kleiner, der zuvor im Kinderwagen geschlafen hatte, war inzwischen wach und verlangte nach etwas mehr "Action". Da es draußen regnete, machten wir noch eine Tour durch die weiteren Schaugewächshäuser. Dabei trafen wir auch andere Familien mit Kindern, für die es einiges zu sehen gab. Wir bewunderten die Frösche und Geckos in ihren Terrarien...
 
 
...und die Schildkröten im Teich.
 
 
Wir sahen beeindruckende Kakteen und so genannte Lebende Steine...
 

 
...und natürlich Weihnachtssterne!
 
 
Imposant war auch die Riesenseerose Viktoria, deren Blätter im Sommer einen Durchmesser von über zwei Metern erreichen können. 
 
 
Ich war eifrig am Fotografieren und wurde dabei selbst "geschossen" ;) 
 
 
Draußen im Botanischen Garten herrschte eher Winterstimmung, doch wir entdeckten einige malerische Ecken...
 
 
...und witzige Beflanzungen.
 
 
Der Botanische Garten der Uni Kiel ist zudem reich an Eichhörnchen...
 
 
...und Skulpturen.
 
 
Für Familien mit Kindern ist die liebevoll angelegte Spielfläche besonders interessant. Hier findet man Besonderheiten wie ein Schnupperbeet...
 
 
....und Klanginstrumente aus natürlichen Materialien.
 

 
Während die Eltern sich auf Bänken ausruhen, können sich die Kids im Sand austoben.
 
 
Nach all den Aktivitäten waren wir hungrig und schoben zum Sportforum der Uni Kiel hinüber, das ca. 5 Minuten Fußweg entfernt an der Olshausenstraße liegt. Dort in der Campus Suite stärkten wir uns erst einmal. Mein Kleiner hat übrigens gerade die "Erwachsenennahrung" entdeckt und möchte neben den extra für ihn mitgebrachten Sachen immer mal bei uns probieren :)



Viele Eltern kehren hier auch mit ihren Kindern nach den Schwimmkursen ein. Es gibt Snacks und kleine warme Gerichte, außerdem frisch gepresste Säfte und jede Menge Kaffee-Spezialitäten, alles zu sehr verträglichen Preisen. Die Campus Suite hat das Konzept der Selbstbedienung, d.h. es geht manchmal etwas wuselig, dafür aber auch sehr locker zu. Neben unserem Rabauken tobten noch mehrere Kleinkinder herum.
 

 
So, das war's - satt und ausgetobt fuhren wir alle zum Mittagsschlaf nach Hause :)

 Ein Dank geht an dieser Stelle an Herrn Maaßen für die unterhaltsame Führung sowie die Erlaubnis zum Ablichten und an A. & R. für Unterstützung beim Fotografieren und überhaupt!

Welche gelungenen Kombinationen von drinnen und draußen für Ausflüge kennt Ihr? Welche Botanischen Gärten, Parks oder ähnliches besucht Ihr?

Alles Liebe und einen guten Start in die Weihnachtswoche

Eure Küstenmami 



 


Freitag, 19. Dezember 2014

Rezept: Weihnachtsplätzchen aus Mürbeteig

Butterplätzchen Weihnachten Backen

Hallo Zusammen,
 
heute möchte ich unser liebstes Backrezept für Mürbeteigplätzchen mit Euch teilen. Diese Plätzchen (manche nennen sie auch Butterplätzchen) sind extrem lecker!
Weihnachten steht ja kurz bevor, und die eine oder der andere will vielleicht noch ganz fix backen. Deshalb ist dieses Rezept für Weihnachtsplätzchen besonders schnell und einfach!
 
Außerdem hängen für mich ein paar ganz persönliche Erinnerungen an diesen Weihnachtsplätzchen. Meine Mutter hat sie jedes Jahr zusammen mit uns Kindern gebacken, und sobald die Weihnachtszeit näher rückt, sehne ich mich immer ganz besonders nach dem Duft und Geschmack dieser Plätzchen. Natürlich haben wir beim Backen auch immer viel genascht und Unfug gemacht, aber das gehört ja mit Kindern irgendwie dazu :)

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Butterplätzchen Zutaten Backen Weihnachten

Zutaten
 
Für den Teig:
 
- 300 g Mehl
- 150 g Zucker
- 1/2 Päckchen Vanillezucker
- 200 g Margerine
- 1 Ei
 
 Zum Verzieren (optional, je nach Belieben):
 
- Puderzucker
- Kakao oder Kakaopulver
- Eigelb und Milch
- bunte Zuckerstreusel, Schokostreusel, kleine Schokoplätzchen, Smarties
- gehackte Nüsse, Mandelsplitter
- Marmelade, Schoko- oder Nusscreme
 
Ihr seht, die Zutaten für den Teig sind ganz einfach zu besorgen, vielleicht habt Ihr sie sogar schon im Haus. Ich nehme oft die doppelte Menge von allem, dann kann ich gleich einen großen Plätzchenvorrat backen. Beim Verzieren sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt! Je nachdem, wie viel Spaß Ihr daran habt und was Eure Kids gerne mögen, könnt Ihr die Plätzchen mit dem verzieren, was Euch am liebsten ist. Das Gute ist, sie schmecken auch einfach so, ohne alles!

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Teig Butterplätzchen Weihnachten Backen
 Der Teig
 
Und jetzt geht es los, der Teig geht ganz schnell: Auf einer Arbeitsfläche oder in einer ausreichend großen Schüssel verknetet Ihr per Hand alle Zutaten in kaltem Zustand zu einem hellen Teig.

Butterplätzchen Teig kneten
 
Wenn dieser geschmeidig ist, d.h. weder klebt noch bröckelt, formt Ihr daraus eine große Kugel. Diese wird in Frischhaltefolie gewickelt und kommt auf einem Teller zum Ruhen ca. 60 Minuten in den Kühlschrank.

Teig in den Kühlschrank Butterplätzchen

In der Zeit könnt Ihr Euch entspannen oder schon mal die schönsten Plätzchenformen zum Ausstechen raussuchen :)

Butterplätzchen Ausstecher Formen

Falls Ihr den Teig am Abend zuvor vorbereiten wollt, um am nächsten Tag mit den Kindern zu backen, geht das übrigens auch. Der Mürbeteig muss nur gut eingepackt werden und konstant im Kühlschrank bleiben.
 
Teig ausrollen Nudelholz Butterplätzchen
 
Wenn ca. eine Stunde um ist, nehmt Ihr den Teig aus dem Kühlschrank, knetet ihn nochmal kurz durch und rollt ihn portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus.
 
Teig ausstechen Formen Ausstecher Weihnachten

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Backen und Verzieren
 
Daraus könnt Ihr dann wunderbar Plätzchen aller Formen und Größen ausstechen! Diese kommen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und werden bei 180 Grad ca. 12-15 Minuten im vorgeheizten Backofen gebacken.
 
Backen Butterplätzchen Weihnachten
 
Nach dem Backen sollten die Plätzchen kurz abkühlen. Wenn es ganz einfach und schnell gehen soll, seid Ihr jetzt bereits fertig :)

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Ansonsten geht es ans Verzieren! Hier habt Ihr Zeit und Aufwand selbst in der Hand.
 
Ihr könnt z.B. einfach ein Eigelb mit ein wenig Milch verquirlen und die noch warmen Plätzchen damit bestreichen, das ergibt eine wunderbar gold-gelbe Oberfläche.
 
Butterplätzchen mit Ei bestreichen Weihnachten

Oder Ihr siebt Puderzucker in eine Schüssel, gebt ganz wenig Wasser dazu und rührt so Zuckerguß an. Diesen könnt Ihr weiß lassen oder ihn mit echtem Kakao oder Kakaopulver eine braune Farbe und Schoko-Geschmack verleihen. Mit beiden Varianten könnt Ihr die Plätzchen bestreichen und dann mit Zucker- oder Schokostreuseln, kleinen Schokoplätzchen, Smarties, Mandelsplittern, gehackten Nüssen, Zuckerperlen sowie fast jeder anderen Art von essbarer Deko verzieren.
  
Butterplätzchen bunte Streusel Schokostreusel backen

Butterplätzchen verzieren Gesicht
 
Ihr könnt auch Marmelade oder Schokocreme auf ein Mürbeteig-Plätzchen streichen und ein zweites darauf kleben, dann bekommt Ihr Doppeldecker-Plätzchen.
 
Das ist es dann auch schon: Fertig sind die Weihnachtsplätzchen!

Butterplätzchen backen Weihnachten

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Was ist Euer liebstes Rezept für Weihnachtsgebäck?
 
Viel Spaß beim Backen und Naschen wünscht Euch
 
Eure Küstenmami