Mittwoch, 31. Dezember 2014

#momsrock oder “Sie machen das wirklich gut!”

 
Hallo Zusammen,
gerade bin ich auf ein Thema gestoßen, dass ich richtig wichtig finde. Das mich aber auch aufwühlt und verwirrt. Von dem ich nicht so recht weiß, was ich darüber schreiben soll – über das ich aber unbedingt schreiben will!
Ihr seht schon – nicht so leicht. Schuld an allem ist Lucie Marshall ;) die die Bloggerwelt mit dem Thema "Was hast Du (oder eine Mami in Deinem Umfeld) bei Deinen Kindern wirklich gut gemacht?“ konfrontiert. Also eine Hymne auf die Mamis soll geschrieben werden :) Lobhudelei ist erlaubt, und sogar erwünscht.
Sollte einfach sein – oder?!? Endlich sich als Mami mal nicht im schlechten Gewissen wälzen, sondern Pluspunkte sammeln, einfach für sich selbst. Eigentlich eine gute Idee!
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Aber was soll ich darüber schreiben?
Da böte sich zum Beispiel eine Liste der Dinge an, die ich im ersten Jahr unseres Kindes richtig gut gemacht habe (oder von denen ich das zumindest glaube). Oder eine Erzählung unseres doch oft vollen Tagesablaufs, in dem ich bei den kleinen oder größeren Unfällen und Missgeschicken des Familienlebens ruhig, gelassen freundlich etc. reagiere (denn das tue ich tatsächlich). Oder die Hervorhebung einer einzelnen exemplarischen Großtat, die mich als Mami besonders auszeichnet. Mein Mann meint, da eigne sich etwa die Hausgeburt letztes Jahr: 20 Stunden Wehen, alles ohne Schmerzmittel und ein quicklebendiges, gesundes und entspanntes Baby und glückliche Eltern als Ergebnis.
Doch je öfter ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich: Was heißt eigentlich „gut“ in diesem Zusammenhang, und was ist „wirklich gut“?
Heißt es, etwas Bestimmtes zu schaffen oder zu meistern, wie eben die Geburt oder den Alltag? Oder etwas Spezielles zu haben bzw. dem Kind zu bieten, etwa ein tolles Zuhause oder tolle Ausflüge? Oder etwas Besonderes zu sein, also sich durch besondere Mami-Eigenschaften auszuzeichnen, beispielsweise besonders geduldig zu sein?
Und was ist, wenn ich diese eine Tat, dieses Phänomen, diese Eigenschaft nicht oder nicht in besonders hohem Maße aufweisen kann? Bin ich dann keine gute Mami? Mache ich die Dinge dann nicht „wirklich gut“?
Oder brauche ich ein ganzes Bündel von wünschenswerten Eigenschaften, Angeboten und Handlungen, um sagen zu können „Das mache ich als Mami wirklich gut“? Und was ist, wenn ein Element aus diesem Katalog (der auch erst geschrieben werden müsste) fehlt? Ist dann nix mit „wirklich gut“ – vielleicht sogar „schlecht“?
Denn es ist vielleicht leichter zu sagen, was eine wirklich schlechte Mutter ausmacht. Die ihre Kinder schlägt, nicht versorgt oder Schlimmeres. Da ist man sich eher einig.
Überhaupt, wer entscheidet das? Wer kann einem MIT RECHT sagen „Das haben Sie wirklich gut gemacht“? Klar ist nur, dass Mamis das öfter gesagt bekommen müssten (das Gegenteil passiert schon häufig genug). Aber wer darf über „gut“ (und „schlecht“) urteilen?
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In dieser Blogparade soll ich das offensichtlich tun. Und ich tue mich – wahrscheinlich sehr Mami-typisch – schwer damit. Ich glaube, ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was ich wirklich gut gemacht habe. Ich kann nur sagen, dass ich meinen Sohn über alles liebe. Und das kleine Krümelchen in meinem Bauch ebenso.
Ich liebe meine Kinder – und das wird immer so bleiben. Ich liebe den kleinen Rabauken, wenn er mich morgens völlig verschlafen aus seinem Bettchen heraus anstrahlt. Ich liebe unsere Bauchmaus, wenn sie sich mit leichten Bewegungen in mir rührt; es ist fast wie von innen gestreichelt werden. Ich liebe unseren Sohnemann auch um 4:25 Uhr, wenn er mich zum zehnten Mal in der Nacht mit Gebrüll weckt, weil er lieber spielen statt schlafen will und gar nicht einsehen mag, warum das jetzt nicht geht. Ich liebe das Baby in meinem Bauch ebenso, wenn es sich querlegt und nach allen Seiten boxt, so dass ich tierische Schmerzen im Unterleib bekomme und nachts um 5:48 Uhr, wenn der Große endlich wieder eingeschlafen ist, nochmal spucken muss. Abends, beim Schlafengehen stecke ich meine Nase nochmal in die Haare des Lütten, bevor ich ihn hinlege, und atme seinen wunderbaren Geruch ein und ganz viel Liebe aus. Ich streichle meinen Bauch und freue mich unglaublich auf unser zweites Würmchen. Ich liebe unsere Kinder. Punkt. ICH LIEBE SIE EINFACH! AUS-RUFE-ZEICHEN!!!!

***
Ich kann nicht über die Qualität dieser Liebe urteilen. Ich denke auch, alle Mütter lieben ihre Kinder, irgendwie, auch die „schlechten“. Und diese Liebe IST etwas Gutes.
Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.
Eure Küstenmami
 
 
 

Kommentare :

  1. Hey du, hab gerade deinen Kommentar zum Monatsmotto gelesen. Ich freue mich, wenn du dabei bist. Du kannst dich den ganzen Monat bei mir verlinken. Aber natürlich macht es Sinn, den Beitrag möglichst früh zu verlinken, denn am Ende des Monats nutzt das Motto ja nur noch wenig ;-)
    Liebe Grüße, Sonja

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  2. Ach ja, die Verlinkung sollte natürlich zu deinem Monatsmotto-Beitrag führen. Freue mich auf deinen Beitrag!
    Liebe Grüße, Sonja

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    1. Hallo Sonja,

      vielen Dank für Deine nette Antwort und Deine inspirierende Aktion! Jetzt habe ich's geschafft: http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/2015/01/mein-monatsmotto-januar-mehr-davon.html. Ich verlinke gleich auch auf Deiner Seite!

      Viele liebe Grüße

      Küstenmami

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  3. Toller Beitrag! :) <3 Ich kann mich selbst auch nur selten loben. :/


    Vor einiger Zeit wurde ich zum One lovely Blog-Award nominiert. Endlich habe ich es geschafft, den Beitrag dazu zu schreiben und gerne habe ich dich und deinen Blog nominiert. :)
    http://familiefreizeit.de/2014/12/31/one-lovely-blog-award-7-fakten-ueber-mich/

    Freue mich, wenn du mitmachen kannst und auch etwas über dich verrätst. :) <3

    Ganz lieben Gruß

    Geli

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    1. Vielen Dank für Deine lieben Worte, Geli!

      Und ein großes Dankeschön für die Nominierung!!! Wow, der One lovely blog award - ich fühle mich geehrt und mache gern mit :)

      Demnächst gibt es hier also 7 Fakten über mich zu lesen, die Ihr so vielleicht noch nicht kanntet ;)

      Ganz liebe Grüße

      Küstenmami

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